Optimisten verlieren

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von z3Ro-sHu, 22. Juni 2006 .

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  1. #1 22. Juni 2006
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    Eine amerikanische Studie der Universität Princeton beweist: Männer mit grossem Ego und überbordendem Optimismus beginnen gerne Kriege, verlieren sie dann aber auch oft.

    Forscher der Universität Princeton im US-Bundesstaat New Jersey haben dies in einem Versuch mit 200 Männern und Frauen herausgefunden.

    Die Wissenschafter untersuchten mit Hilfe eines Computerspiels die Frage, ob eine optimistische Grundhaltung Kriege begünstigt, wie das britische Wissenschaftsmagazin «Proceedings of the Royal Society» in seiner neuen Ausgabe berichtete.

    Ausgangspunkt war die Annahme, dass Optimismus ein wichtiger Überlebensmechanismus ist, der unseren Vorfahren half, widrige Umweltbedingungen zu meistern. Heute könnten Illusionen über die tatsächliche Lage Regierungschefs oder Präsidenten aber möglicherweise dazu bringen, trotz zu hoher Risiken Kriege zu beginnen.

    Friedlichere Frauen

    In dem Computerspiel übernahm jede Testperson die Rolle des Führers eines fiktiven Landes, das sich wegen eines umstrittenen Diamantenvorkommens in einem Grenzkonflikt mit dem Nachbarstaat befindet. Gewinnen konnte das Spiel, wer entweder durch Verhandlungsgeschick Reichtum anhäufte oder seinen Nachbarn mit militärischen Mitteln besiegte.

    Männer brachen dabei fünf Mal häufiger als Frauen ohne Provokation Kriege vom Zaun. Bei späteren Persönlichkeitsbewertungen zeigten diese aggressiven Männer grundsätzlich eine hohe Tendenz zu narzisstischem Verhalten.

    Zudem war vor dem Spiel jeder Teilnehmer gebeten worden, sein voraussichtliches Abschneiden einzuschätzen. Ergebnis: Je besser die Selbsteinstufung, desto schlechter war das tatsächliche Abschneiden.

    «Dies zeigt, dass positive Illusionen nicht nur fehlgeleitet, sondern der Leistung sogar abträglich waren», schrieben die Forscher um Dominic Johnson von der Princeton-Universität.

    Anders als oft angenommen spielte demnach der Testosteron- Spiegel bei den Kriegsentscheidungen keine Rolle. Tests vor dem Spiel zeigten bei dem Sexualhormon keine deutlichen Unterschiede zwischen kriegerischen und friedfertigen Spielern.
     

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  3. #2 23. Juni 2006
    Hm , hierbei gehts wohl weniger um Optimismus,
    als mehr um durch übersteigertem Selbstwertgefühl
    sublimierten Minderwertigkeitskomplexen.
    Ist unter der Männlichen Bevölkerung
    oft anzutreffen, wir nennen solche Idioten
    normalerweise Gockel.

    Ich finds blöd deswegen dem Optimismus nen
    schlechtes Schild umhängen zu wollen.
    Und geht auch völlig an der Bedeutung des Wortes Vorbei.

    Bei mir jedenfalls is das Glas noch Halb Voll und nicht halbleer.

    Und noch ne kleine Fabel dazu,
    die mir meine Grossmutter gerne erzählt hat.

    :D

    wenns mir mal ganz dreckig gingt, hat mir diese geschichte
    immer gut geholfen weiterzumachen.

    In diesem Sinne
    Optimist <> Narzistischer Gockel

    Grüz
    KK
     
  4. #3 23. Juni 2006
    @ KalleKlawitter: Sehr nett deine kleine Story, die kenne ich auch von früher!!

    Optimismus (von lat. optimum = das Beste) ist ursprünglich der Glaube, in „der besten aller möglichen Welten“ zu leben, mit anderen Worten ist Optimismus ursprünglich Welt- und Lebensbejahung. Heute versteht man unter diesem Begriff im Allgemeinen eine schwache Form des Optimismus, nämlich den Glauben an ein gutes Ende. Im Licht dieser positiven Zukunfts-Erwartung sehen Optimisten jeden gegenwärtigen und vergangenen Stand der Dinge, erscheine er noch so unheilvoll. Die dem Optimismus entgegengesetzte Weltanschauung ist der Pessimismus.


    Na, da haben die Amis ja mal wieder ne tolle Studie aufn Markt geworfen Ich sehe das nicht als Optimismus, sondern als großkotzig, angerberisch oder wie auch immer, dass muss ich ja nicht weiter ausführen! Aber das hat eigentlich nichts mit echtem Optimismus zu tun...

    So von wegen: "Wer am lautesten schreit, bekommt das Beste"

    Also, ich halte von dieser glänzenden Studie eher wenig...!!

    herz greez
    cmck
     
  5. #4 23. Juni 2006
    Hii Leutz!

    Ich verstehe diese Studie nicht ganz so^^... Optimismus ist doch was Gutes :) Warum sollten Männer mit Ego und Optimismus schneller Krieg anfangen! Und außerdem wen interessiert das schon ;) hehe

    e-X
     
  6. #5 24. Juni 2006
    Ich denke das man der Studie nicht so ganz trauen kann, man kann doch nicht selbsteinschätzung und die Leistung einen Krieg zu führen kausalisieren.
    Was mich etwas stuzig macht das diese Studie eigentlich Nied und Nagelfest ist, allerdings kann man nicht gerade sagen das 200 Männer und Frauen eine repräsentative Masse sind, vor allem gibt es ja auch Faktoren wie Kultur, Nationalität etc.. Diese Faktoren kann kaum bei 200 Personen rauslassen und dann so eine doch sehr Aussagekräftige Studie auf den Markt bringen.
     

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