Pandemie³: gescheitert ohne Plan und Strategie

Artikel von raid-rush am 21. Februar 2021 um 12:10 Uhr im Forum Politik, Umwelt, Gesellschaft - Kategorie: Politik & Recht

Pandemie³: gescheitert ohne Plan und Strategie

21. Februar 2021 um 12:10 Uhr     Kategorie: Politik & Recht
In diesem Artikel möchte ich auf einige Bereiche der Pandemie eingehen. Das scheitern der Politik, die Ursache für Mutationen und die Gefährlichkeit neuer Supermutanten. Folglich ist ein Umdenken in der globalen Impfstrategie nötig, sowie veränderte Maßnahmen in Unternehmen und Schulen um so auch Einschränkungen lockern zu können.

covid19-mutationen-karte.jpg

1. Politisches Versagen in der Pandemie


Die Angst hat die Regierung zu beginn der Pandemie einen erfolgreichen zeitnahen Lockdown einfallen lassen, die richtige Entscheidung. Doch dann folgte Verzweiflung und Ratlosigkeit, Entscheidungen wurde nicht getroffen da Politiker keinen Mut und kein Wissen hatten, sich zwischen den Meinungen der Wirtschaft und Experten zu entscheiden. Die so gewonnene Zeit, in der es Erkenntnisse gab wurde nicht genutzt zum Handeln/Planen.

Seither herrscht Chaos bei den Entscheidern und es gibt keinen funktionalen Plan und keine Strategie, weder beim Impfen noch beim sonstigen Pandemie Management. Es gibt keine Partei, die auch nur annähernd irgend ein Konzept vorlegt. Die Opposition ist genauso Ratlos und reitet auf der zunehmend mürben bürgerlichen Stimmung, welche die ewig und nicht zielführenden Maßnahmen satt hat.

Anstelle Entscheidungen zu Treffen und einen Plan auszuarbeiten, hat die Regierung mit der gewonnen Zeit durch den Lockdown, zu wenig erreicht. Es gibt kein Tracking, keine App, keine Strategie aus dem Lockdown, keine Massentests.


2. Ursache für extrem schnelle Mutationen liegt am Evolutionsdruck


Wird CoVidX im laufe der Zeit harmloser?
Das Virus ist etwas anders als bekannte Viren, es ist noch sehr jung und somit gib es in der globalen Bevölkerung noch keine genetische Anpassung bzw. Grundimmunität welche über hunderte oder gar tausende Jahre stattfindet. Es ist also zweifelhaft zu glauben, das Viren in der regel harmloser werden, denn das stimmt nicht - sie werden Harmlos wie ein Schnupfen, weil über tausend Jahre alle Menschen ausgestorben sind, deren Genetik nicht mit dem Virus klar gekommen ist. Die meisten Viren die Harmlos sind, sind sehr sehr Alt und die menschliche Evolution (natürliche Auslese) hat sich daran angepasst.

Ansteckende Mutationen entstehen in Kindern
Kinder haben meist leichtere Verläufe, da sie weniger Andockstellen für das Virus haben - das Virus hat es also in jugen Menschen schwerer sich Auszubreiten - um so höher ist der Anpassungsdruck. Viren die in Kindern erfolgreich sein wollen, müssen so effektiv werden, dass sie die wenigen Rezeptoren (ACE2) optimal nutzen. Das führt dazu das die ansteckenden Mutationen vor allem in Kindergärten und Schulen entstehen. Auch Länder mit sehr junger Bevölkerung haben ein höheres Risiko für diese Art der Mutation. Die englische Variante B1.1.7 ist auf die geöffneten Schulen und Kitas während des Lockdowns zurückzuführen. Das führte zu einer starken pandemischen Sprengkraft, da sich der Virus unbemerkt im ungetesteten asymptomatischen Millieu (junge Menschen) ausgebreitet hat.
Auch die Variante in Südamerika und Afrika ist auf die sehr junge Durchschnittsbevölkerung zurückzuführen, hier kann das Virus sich unbemerkt sehr stark verbreiten und erlebt zudem noch einen enormen Vitalitätsgewinn durch das Training unter schweren Bedingungen.

Der Virus wird zunehmend resistent gegen Antikörper
Die junge Bevölkerung weist schon einen sehr hohen Anteil mit Antikörpern auf, also wissen wir, dass viele schon Infiziert waren. Doch das Virus kann sich auch an diese schwere Situation anpassen wenn er nur häufig genug die Chance hat sich daran zu probieren. Es treten ständig Mutationen auf die mit den vorhandenen Antikörpern zurecht kommen müssen. Bei anderen Viren passiert das nicht so schnell, denn sie sind meist weniger Ansteckend und haben so deutlich weniger oft die Chance das sich Mutationen an neue Wirt-Gegebenheiten austesten kann. Zudem hat das Coronavirus einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Viren, der Mechanismus für die Spike-Mutation ist sehr stark.
Wir haben es hier mit einem Virusangriff auf das Immunsystem im Burt-Force verfahren zu tun.
Es gibt im CoVid-Stammbaum auch sehr gefährliche Varianten die bisher noch nicht stark ansteckend sind, aber in Richtung "Super-Morpher" gehen. Das bedeutet, eine genetische Veränderung im Virus welche eine super schnelle und zufällige Veränderung der Oberfläche verursacht. Innerhalb eines einzigen Wirts grassieren dann unzählige Viren mit unterschiedlicher Oberfläche, was es dem Immunsystem fast unmöglich macht diese zu bekämpfen. Die Folge ist, das Immunsystem kollabiert und der Wirt stirbt.

Je länger die Pandemie in hohem Niveau anhält, desto wahrscheinlicher werden Impfstoffe wirkungslos


3. Globale Impfstrategie anpassen?


Bisher besteht die Strategie in den meisten Ländern darin, die Risikogruppen in der Bevölkerung zu Impfen für den Schutz vor schweren Verläufen - denn das macht sich am schnellsten in den Zahlen und Statistiken bemerkbar, das sehen Politiker gerne. Dieser Schritt ist auch richtig, da es hier auch um den Schutz des Lebens geht. Doch der zweite Schritt, dem Alter entlang zu Impfen könnte fatal sein - da hier wichtige Zeit verloren geht in der sich viele Mutanten entwickeln könnten.
Es gilt daher dringlich zu prüfen, wo die Mutations-Entstehung besonders ausgeprägt ist und ob man diese mit Impfungen reduzieren kann. Ggf. muss die Impfstrategie überdacht werden oder ein anderes Konzept zur Infektionsvermeidung bei Kindern entwickelt werden.

Wichtigste Maßnahmen um die verdeckte Ausbreitung und Mutation zu bremsen
Andere Länder haben es bewiesen, die Dunkelziffer macht die Pandemie gefährlich und die findet sich in der jungen Bevölkerung welche viele Kontakte hat und durch Schule und Kitas extrem nahe sind. Die einzig richtige und logische Antwort: Massentests! Wir müssen die Dunkelziffer endlich sichtbar machen und dort ein Werkzeug haben die Pandemie an der Wurzel zu packen. Massentests in Kindergärten und Schulen sind mindestens so wichtig wie die Nachverfolgung von Infektionen. Ohne das, ist die Nachverfolgung nicht funktional.

Die Politik mit falschen Vorstellungen. Irrglaube man könnte bei niedrigen Inzidenzien wieder Nachverfolgen usw. doch die Wahrheit ist, das die Nachverfolgung so nicht funktioniert, da die Dunkelziffer viel zu hoch ist. Man könnte schlicht sagen die jetzige Nachverfolgung hat kaum Auswirkung auf das Pandemiegeschehen.
Politiker vertrösten Bürger mit Durchhalteparolen: Impfstoffe bringen die Wende. Doch die Wahrheit ist, das die Impfstoffe nicht so schnell und lange Wirken als das sich damit alleine die Pandemie beenden lässt.

Ohne Massentests und Tracking wird es noch schlimmer und bleibt weiterhin Unkontrollierbar. Unsere Regierungen retten sich wiederholt mit Lockdown, auf kosten der Wirtschaft und Bürger. Die Handlungsunfähigkeit der Regierung hat schwere Versäumnisse zu verantworten.

4. Fehlende Maßnahmen innerhalb von Unternehmen, fehlende Pflicht


Ein weiterer Treiber der Ansteckungen sind Unternehmen welche die Hygienemaßnahmen nicht einhalten und keinerlei Strafen zu befürchten haben. Maskenpflicht wird häufig nicht eingehalten und sonstige Hygiene auch nicht. Das muss Konsequenzen haben.

Friseure und andere Dienstleister könnten längst öffnen mit den richtigen Vorschriften
Der Friseur hat engen und oft langen Kontakt mit Kunden, eine Infektion ist daher trotz Maske möglich, vor allem bei den neuen Mutationen. Trotzdem könnten sie öffnen und Kunden bedienen: Der Friseur hat sich alle drei Tage zu Testen und jeder Kunde der einen Termin vereinbart hat einen negativen Test nachzuweisen. Maskenpflicht gilt dann zur Sicherheit natürlich trotzdem. Das ist ein kleiner Aufwand und die Kosten trägt der Staat.
Die Tests muss der Dienstleister aufbewahren und prüfbar nachweisen, Verstöße müssen entsprechend hart bestraft werden.

Der eigentlich Grund für die Schließung aller öffentlichen Läden und Dienstleister ist ein anderer
Aus Hygienetechnischer Sicht gibt es oft keinen Grund für die Schließung vieler Läden und Dienstleistungen. Wie oben erwähnt gäbe es Möglichkeiten. Der wichtigste und gefährlichste Faktor ist das öffentliche Leben an sich, nicht der Laden. Denn die Menschen stecken sich vor allem unterwegs an, im Getummel und in "Bekanntschaften" ganz schnell treffen sich Menschen und unterhalten sich häufig ohne Abstand und Maske. Die Infektionen passieren also nicht unbedingt in den leidtragenden Geschäften, doch sie müssen hinhalten um das öffentliche Leben still zu legen, denn das "öffentliche Leben" verursacht eine Vielzahl an Infektionen durch unsichere Kontakte. Daran sind die Bürger selbst schuld vor allem die, welche die Maßnahmen NICHT einhalten. Viele glauben, außen steckt man sich nicht an, das ist ein Trugschluss, man steckt sich dort genauso an.

Eine Möglichkeit wäre, strickte Maskenpflicht im öffentlichen Raum und Mindestabstand von 2 Metern - doch das wird selten Kontrolliert. Auch die Kontaktbeschränkungen haben keinen Sinn wenn sie nicht eingehalten werden, man muss also andere Wege finden die Pandemie zu kontrollieren ohne dabei die Bürger in die "illegale" Ecke zu drängen.


5. Konzept zur Pandemiekontrolle und fast vollständigen Rückgewinnung des öffentlichen Leben


Wir könnten schon längst wieder mehr Freiheiten genießen und das mit hoher Sicherheit, wenn wir eine richtige Pandemiestrategie hätten. (Gibt genug demokratische Länder die das geschafft haben)

1. Nachverfolgung
Diese ist derzeit Sinnlos und könnte genauso gut eingestellt werden, da lediglich die Sptize des Eisbergs beobachtet wird. Die Dunkelziffer macht den Bruchteil an Nachverfolgung schlicht Wirkungslos. Die technische Umsetzung ist Steinzeit.
- Wir brauchen also ein modernes System welches mittels Tracking die Kontakte liefert und schnelle Erkennung und Eindämmung ermöglicht. Es reicht aus, wenn die junge und mobile Bevölkerung ein Smartphone hat. Senioren und wenig mobile Menschen spielen in der Virusverbreitung kaum eine Rolle. Das Argument das nicht jeder ein Smartphone hat ist also unwichtig, es reicht aus wenn die mit vielen Kontakten eines haben und die haben zu 90% alle eins und sicher auch ein sehr modernes.

2. Nur Massentests enthüllen die Pandemie und machen sie Angreifbar
Ohne das aufdecken der Dunkelziffer ist jede Maßnahme sinnlos und wirkungslos. Unsere Wirtschaft und Politik hat lange auf niedrige zahlen geschielt um aus dem Lockdown zu kommen um zu vertuschen was eigentlich passiert. So wurden nur Personen mit Symptomen getestet die Dunkelziffer wurde immer größer. Wie ein Tsunami der erst im flachen Wasser sichtbar wird.
Vor allem die junge Bevölkerung muss regelmäßig durchgetestet werden um so effektiv die Pandemie bekämpfen zu können. Das erspart uns den Lockdown und sonstige Maßnahmen. Denn die sind nur das letzte Mittel, wenn es schon zu spät ist.

3. Die Impfstoffe alleine werden die Pandemie nicht besiegen
Die ersten beiden Punkte sind ein muss zur Bewältigung der Pandemie ohne die wird es nicht gehen, denn die Impfstoffe sind kein Wundermittel. Die Immunität ist kurz und die Wirksamkeit wird stetig weniger durch die schnelle Virusanpassung. Man wird also vermutlich keine Herdenimmunität erreichen können und mit dem Impfen nicht hinterher kommen. Dennoch sind die Impfstoffe ein dritter wichtiger Punkt, denn sie helfen das aufzufangen, was unsere Politik in Punkt eins und zwei nicht schaffen wird. Für den liberalen Westen, sind Impfstoffe also ein unverzichtbarer dritter Punkt. Doch mit derzeitigem Wissen, muss man auch eingestehen, dass die Impfungen alleine kein Ende der Pandemie bedeuten, da die Immunität zu kurz ist und man die nötige Impfquote vermutlich nicht über Jahre aufrecht halten kann. Deshalb sind die ersten beiden Punkte wichtiger.
 

Kommentare