Papstwahl beginnt am 18. April

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 6. April 2005 .

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  1. #1 6. April 2005
    Requiem für Johannes Paul II. in Berlin

    Die Wahl des neuen Papstes beginnt am 18. April. Das teilte der Vatikan am Mittwoch mit. Die Kardinäle waren am späten Vormittag zum dritten Mal seit dem Tod des Papstes zusammengekommen. Dabei wurde auch das in polnischer Sprache verfasste Testament des verstorbenen Pontifex maximus verlesen.

    An der Konklave werden wahrscheinlich nur 116 Kardinäle teilnehmen. Die philippinische Botschaft beim Vatikan gab am Mittwoch bekannt, dass Kardinal Jaime Sin zu krank sei, um nach Rom zu fliegen. Nicht erfüllt wurde die Erwartung, dass der Papst den Namen eines weiteren Kardinals, der von ihm 2003 ernannt, aber nicht öffentlich bekannt gemacht wurde, seinem Testament anvertraut haben könnte

    Testament veröffentlicht

    Das 15-seitige Testament des Verstorbenen solle am Donnerstag veröffentlicht werden, teilte Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls am Mittwoch nach Abschluss der vierten Generalkongregation der Kardinäle mit. Es sei am Vormittag vor den Kardinälen verlesen worden, müsse aber noch aus dem polnischen Original in eine offizielle italienische Fassung übersetzt werden. Der erste Eintrag des letzten Willens stammt aus dem Jahr 1979.

    Das Kollegium der Kardinäle traf am Mittwoch letzte Vorbereitungen für die Beisetzung von Johannes Paul am Freitag. Dazu werden mehr als 200 Staats- und Regierungschefs sowie Würdenträger aller Religionen erwartet. Auch die Zeremonien der Beisetzung wurden präzisiert. Das Gesicht von Johannes Paul wird nach Angaben Marinis mit einem weißen Seidentuch bedeckt. Sein Körper wird in liturgische Gewänder gehüllt, der Kopf wird mit einer weißen Mitra bedeckt.

    Berlin erinnert an den Papst

    Entsprechend der Tradition werden die sterblichen Überreste in drei Särge gebettet - zwei aus Holz und dazwischen einer aus Zink. Dies soll den Verwesungsprozess verlangsamen. Dem Leichnam wird eine kleine Tasche mit Gedenkmedaillen beigelegt, ebenso ein versiegeltes Dokument mit einer auf Latein verfassten Lebensbeschreibung des Verstorbenen. Entgegen polnischer Wünsche soll hingegen kein Behälter mit Erde aus Johannes Pauls Heimatstadt Wadowice in den Sarg gelegt werden.

    In Berlin gedachten unterdessen Vertreter der Kirchen, der Politik und Repräsentanten des öffentlichen Lebens dem verstorbenen Johannes Paul. Vor den rund 1000 Besuchern erinnerte Kardinal Karl Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, an die drei Berlin-Besuche des Papstes und würdigte dessen Einsatz für Frieden und Freiheit. "Während der Hälfte seines Lebens hat er politische Systeme erfahren und erlitten, die den Menschen bei allen Versprechungen das höchste Gute genommen haben, das er in dieser Welt kennt, nämlich seine Freiheit", sagte Lehmann.

    Delegation fliegt nach Rom

    Zur Beisetzung des Papstes am Freitag werden die Staats- und Regierungsspitze sowie die Opposition gemeinsam nach Rom reisen. Der Delegation gehören unter anderem Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sowie die CDU-Vorsitzende Angela Merkel an. Wahrscheinlich reist auch der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber mit in derselben Maschine, hieß es.

    Unterdessen reißt in Rom der Strom der Pilger, die dem im Petersdom aufgebahrten Papst die letzte Ehre erweisen wollen, nicht ab. Wartezeiten von acht Stunden sind an der Tagesordnung. Für die Beisetzungsfeierlichkeiten am Freitag mobilisieren die italienischen Behörden mindestens 15.000 Sicherheitskräfte, der Luftraum über Rom wird größtenteils gesperrt.

    Acht Stunden Warten

    Nach Berichten des italienischen Fernsehens müssen die Pilger vor dem Petersdom Wartezeiten von bis zu acht Stunden in Kauf nehmen, bevor sie vor den Leichnam des Verstorbenen treten können. Die italienischen Behörden errechneten, dass in einer Stunde über 20.000 Menschen am Katafalk vorbeigingen. Die Peterskirche bleibt bis zur Beisetzung am Freitag praktisch rund um die Uhr geöffnet. Sie wird nur nachts kurz zur Reinigung geschlossen.

    Neben US-Präsident Bush haben sich aus den USA auch die Ex-Präsidenten Bill Clinton und George Bush angesagt. Unter den Gästen sind außerdem UNO-Generalsekretär Kofi Annan, Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzler Schröder. US-Präsident Georg W. Bush trifft nach Angaben aus Washington bereits am Mittwochabend in Rom ein. Am Donnerstag wird er zu politischen Gesprächen mit Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi und Ministerpräsident Silvio Berlusconi zusammentreffen.


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