Paradies für Piraten: Schweden

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 17. Mai 2005 .

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  1. #1 17. Mai 2005
    Die Desinformationskampagne funktioniert prächtig
    Die ansonsten durchaus seriöse International Herald Tribune zeigt in einem Artikel über das angebliche "Piratenparadies" Schweden, wie gut die aktuelle Welle an Desinformation und Verunsicherung funktioniert: ausgerechnet eine der größten Schlappen des schwedischen Antipiraterieverbands wird als Beispiel einer falsch ausgerichteten öffentlichen Debatte dargestellt. Und auch der große Torrenthoster Piratebay darf nicht fehlen: der Server sei der schlimmste Alptraum der Filmindustrie.

    Bemerkenswert ist die Klage des Artikels über die Folgedebatte der Razzia beim Provider Bahnhof: nach der "Razzia, die die MPA als "herausragenden" und "großen Schlag" in einem Land bezeichnete, das ein "Hafen für Online - Piraten" sei, ging der größte Teil der Folgedebatte um die Kritik an den Antipiraterie - Organisationen anstelle der des Filesharing verdächtigten Angestellten von Bahnhof...". Angesichts dessen, dass ein von der Antipiraterie-Organisation Antipiratbyran bezahlter Mitarbeiter den Server für das beanstandete Material aufgestellt hatte und große Teile des Materials selber hochgeladen hatte, sollte diese Kritik doch eigentlich nicht verwundern.

    Dass die Seite der Filesharingaktivisten Piratbyran einen Link auf piratebay.org gesetzt habe, soll weiter für das fehlende Bewußtsein für das "Problem Piraterie" in Schweden herhalten - das Setzen eines Links sei Anzeichen für die "starke Verbindung" zwischen Online-Aktivisten und den Betreibern von piratebay.

    Die rechtliche Situation in Schweden wird mehr oder weniger explizit beklagt: bislang sei nur der Upload von urheberrechtlich geschütztem Material rechtlich bedenklich, erst im Juni soll ein Gesetz im Kraft treten, welches auch den Download verfolgbar macht - dies wird jedoch vom Justizminister Thomas Bodstrom wieder relativiert: die Strafverfolger sollten nicht in Zukunft bei Schulkindern prüfen, ob diese downloaden, sondern sich um die Verfolgung von schwerer Kriminalität kümmern, mit welcher Millionen gemacht würden.

    Schuld an alledem sei weiterhin einerseits die hervorragende Versorgung Schwedens mit Breitband-Netzzugängen - zweistellige MBit-Raten sind großflächig und zu zivilen Preisen verfügbar. Andererseits bezeichnenderweise, wie Eric Garland von der p2p - Analysefirma BigChampagne sagt, die Unfähigkeit der Medienindustrie, vernünftige Online-Vertriebsmodelle anzubieten: Hollywood müsse sich schnellstens an die neue Situation anpassen - wenn sie zu lange zögerten, wurden sie in einer gräßlichen Situation enden. Und wie auch Antipiratbyran - Anwalt Henrik Ponten zugibt: "Ich kann folgendes sagen: Unsere Arbeit hier ist nicht von großer Bedeutung, solang es keine legalen Alternativen gibt. Die Leute wollen diesen Service."


    quelle: gulli untergrund news
     

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