Peinliche Situationen im Alltag und wie sie überstanden werden

Artikel von Tommy Weber am 4. Oktober 2021 um 11:16 Uhr im Forum Alltagsprobleme - Kategorie: Ratgeber & Wissen

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Peinliche Situationen im Alltag und wie sie überstanden werden

4. Oktober 2021     Kategorie: Ratgeber & Wissen
Der Alltag ist voller Fettnäpfchen und peinlicher Situationen, die nicht immer mit Bravour gemeistert werden. Vielfach sind diese Situationen erst spät erkennbar und so mancher möchte dann gerne im Erdboden versinken. So etwas muss nicht sein und so schlimm sind die meist kleinen Episoden auch wieder nicht. Kaum jemand muss ernsthafte Konsequenzen befürchten, aber peinlich ist es trotzdem.

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Ob Blähungen, Rülpsen, Schluckauf oder starkes Niesen, was einfach nicht mehr aufhören will – es gibt so viele kuriose und peinliche Gelegenheiten, die es zu meistern gilt.

Wenn der Magen hörbar knurrt
Der Hunger kommt und es ist nicht der kleinste Snack in Sicht. In einer solchen Situation beginnt der Magen, zu rebellieren und zu rumoren. Wer gerade in der Kirche oder in einem Vortrag sitzt und mit einem lauten Magenknurren zu tun hat, dem ist das unter Garantie sehr peinlich. Ein Schluck Wasser kann helfen, dem vorlauten Knurren des Magens ein Ende zu machen. Magenknurren entsteht immer, wenn zu viel Luft im Magen ist und die Magenwände sich zusammenziehen, um anschließend wieder zu erschlaffen.

Alle, die vielleicht eine wichtige Prüfung schreiben oder eine Rede halten müssen, sollte immer eine Flasche Wasser dabei haben. Vor solchen Aufgaben können viele Menschen vor lauter Aufregung nichts essen. Das Wasser beschäftigt den Magen aber eine Weile.

Besonders peinlich - Blähungen
Kaum etwas ist so peinlich wie ein plötzlich entweichender Wind. Blähungen sind nicht nur schmerzhaft, sie können die Betroffenen auch in Situationen bringen, in denen sie buchstäblich im Boden versinken möchten. Wenn der Pups nicht übermäßig laut ist und keinen besonders üblen Geruch verbreitet, werden die Mitmenschen davon nichts mitbekommen. Leider ist dies nicht immer der Fall. Um kein unnötiges Risiko einzugehen, kann ein einfaches Hausmittel helfen: Kümmel. Die Samen dieses Gewürzes sind ein wunderbares und bewährtes Mittel für die Verdauung.

Kümmel ist Geschmackssache und wer keinen mag, sollte es mit Anis, Gänsekraut, Schöllkraut oder Fenchel in Form von Tee versuchen. Wer Angst hat, dass die Blähungen in der Öffentlichkeit auftreten, sollte die Samen vorbeugend kauen, da die Blähungen, wie das Aufstoßen auch, durch zu viel Gase im Körper entstehen. Um die Gasbläschen oder die Gasschäume zu verhindern, gibt es rezeptfreie Kautabletten in der Apotheke, die vor den Mahlzeiten eingenommen werden sollten.

Lautes Aufstoßen ist megapeinlich
Martin Luthers Frage:“ Warum rülpset und furzet ihr nicht? Hat es euch nicht geschmacket?“ passt nicht mehr so richtig in die heutige Zeit. Rülpsen in der Öffentlichkeit ist 500 Jahre nach Luther ein Zeichen für schlechtes Benehmen, dabei kann der Magen überhaupt nichts dafür. Er möchte einfach nur die überschüssige Luft wieder loswerden. Wird die Nahrung nicht ausreichend zerkaut und zudem noch zu schnell geschluckt, dann kommt immer viel Luft mit in den Magen. So etwas passiert übrigens auch, wenn mit vollem Mund gesprochen wird.

Alle, die häufig Probleme mit Rülpsern haben, sollten zu alkoholfreien Getränken ohne Kohlensäure greifen und nur leichte Mahlzeiten zu sich nehmen. Hülsenfrüchte und Zwiebeln, Sahne, Vollkornbrot und Kaffee sind tabu, denn sie provozieren die Rülpser noch mehr.

Was tun bei Schluckauf?
Jeder kennt wahrscheinlich diese Situation: Man sitzt mit Freunden in einem guten Restaurant und plötzlich ist er da: Der Schluckauf, der nicht mehr aufhören will. Eine Unterhaltung ist durch den ständigen „Hicks“ nicht mehr möglich und es wird dringend ein effektives Mittel dagegen gesucht. Langsam einige Schlucke stilles Wasser trinken kann hilfreich sein. Alternativ kann die Tischrunde es auch mit Erschrecken versuchen. Allen, die den Mut aufbringen, soll angeblich auch dieses Mittel helfen: Ein Stück Würfelzucker in Essig tränken und im Mund zergehen lassen.

Viele schwören darauf, die Luft anzuhalten, da dies die Atmung automatisch entspannt und das Zwerchfell beruhigt. Leider lassen sich alle Therapien gegen den Schluckauf wissenschaftlich nicht belegen. Sollte der Schluckauf einfach nicht weggehen, dann muss ein Arzt aufgesucht werden. Ein Abszess im Bauchraum oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse können die medizinischen Ursachen für den Schluckauf sein.

Wenn es in der Nase kribbelt
Das Gefühl, wenn sich ein Niesen ankündigt, kennt jeder. In der Nase kribbelt und zieht es, leider meist in Situationen, in denen es peinlich ist. Noch schlimmer ist es aber, wenn das Niesen einfach nicht aufhören will, beispielsweise bei allen, die im Chor singen oder gerade einen Vortrag halten müssen. Das Niesen zu unterdrücken, hat keinen Sinn, denn es bahnt sich seinen Weg. Daher lieber in die Armbeuge niesen und anschließend um Entschuldigung bitten.

Wie Husten, so ist auch Niesen eine Schutzreaktion des Körpers. Diese hilft dabei, Allergene oder Fremdkörper aus dem Weg zu räumen, welche die Atemwege reizen. Wird das Niesen unterdrückt, dann können im schlimmsten Fall kleine Blutgefäße reißen. Also besser niesen und immer ein Taschentuch griffbereit haben.

Weinen ist menschlich
Manche Menschen haben besonders nah am „Wasser gebaut“, was heißt, sie brechen schnell in Tränen aus. Dies ist in vielen alltäglichen Situationen allerdings peinlich, besonders den Herren der Schöpfung. Wer feuchte Augen hat, aber nicht möchte, dass es jemand bemerkt, kann sich mit einer einfachen Atemtechnik über den peinlichen Moment retten. Zunächst tief einatmen, die Luft kurz anhalten und dann langsam wieder ausatmen, um den Tränenstrom zu stoppen.

Die eigenen Emotionen auf Dauer zu unterdrücken, ist aber keine so gute Idee, denn auf lange Sicht gesehen, kann die Psyche dabei Schaden nehmen. Weinen war, ist und bleibt immer eine zutiefst menschliche Reaktion. Männer weinen im Schnitt sechs bis 17 Mal in einem Jahr, Frauen hingegen 30 bis 64 Mal. Dies liegt nicht daran, dass Frauen gefühlsbetonter sein müssen, sie lassen ihren Emotionen eher freien Lauf.

Das Mauerblümchen auf der Party
Auf einer Party keinen Anschluss zu finden, kann sehr peinlich sein. Natürlich möchte niemand als Mauerblümchen in der Ecke stehen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, gibt es einen einfachen Weg. Der beste Weg ist, jemanden anzusprechen und sich dabei selbst zurückzunehmen. Stattdessen ist es wichtig, viele Fragen zu stellen und es sollten stets offene Fragen sein. Diese Fragen lassen sich nicht so einfach mit einem Ja oder mit einem Nein beantworten. Sie deuten jedoch immer darauf hin, dass der Fragesteller an der Antwort des Gefragten sehr interessiert ist. Auf diese Weise kann eine wunderbare Unterhaltung geführt werden.

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