Piratenpartei: Verhindern von Kinderporno statt Internetsperren

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 17. Dezember 2008 .

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  1. #1 17. Dezember 2008
    Piratenpartei: Verhindern von Kinderporno statt Internetsperren

    Am Montag forderte der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann, dass Internetprovider Zugänge nur noch mit Zwangsfilterprogrammen bereitstellen sollen. Weil eine solche Regelung verfassungsrechtlich möglicherweise nur schwer durchsetzbar sein könnte, will er den Wettbewerb so weit einschränken, dass es keine Angebote mehr ohne solche Filter gibt. Als Grund für sein Vorhaben nannte Schünemann die Sperrung von Kinderpornographie, allerdings wären mit der von ihm geforderten Technik je nach Ausgestaltung auch beliebige andere Inhalte zensierbar.

    Die niedersächsische Piratenpartei zerpflückt nun dieses Argument und wirft Schünemann vor, mit seiner Äußerung, es sei zu mühsam, Hersteller aufzuspüren und Verstöße einzeln zu verfolgen, eine Bankrotterklärung im Kampf gegen den Kindsmissbrauch und die Fertigung von Kinderpornographie abgegeben zu haben. Nach Ansicht der außerparlamentarischen Oppositionspartei reicht nicht aus, "Zugang und Zugriff auf solche Inhalte zu erschweren." Stattdessen solle "von vornherein verhindert werden, dass solche Inhalte überhaupt erstellt und dann auch noch veröffentlicht oder weitergegeben werden."

    Die Äußerung des Ministers sei deshalb "in etwa so, als würde man sagen, dass lediglich noch die Hehlerei verfolgt werden soll, weil die Verfolgung von Diebstählen zu mühsam ist." Statt im Internet lediglich ein "Tatwerkzeug" zu sehen, solle sich Schünemann lieber darüber informieren, welche Möglichkeiten es bietet "um an die Hintermänner heranzukommen" und so Herstellung und Missbrauch zu bestrafen und zu verhindern. Eine Möglichkeit dazu sei beispielsweise die Verfolgung eventuell vorhandener Zahlungsströme. Dass diese Fahndungsmethode jedoch unter anderem aufgrund des Massenphänomens gestohlener Kreditkartennummern alles andere als unproblematisch ist, bewies im letzten Jahr die "Operation Himmel".

    Siehe dazu auch:

    "Wir verbannen Kinderpornografie wieder unter den Ladentisch"
    Niedersachsens Innenminister fordert Filterprogramme gegen Kinderpornos
    Webseiten-Sperrungen weiter in der Diskussion
    Familienministerin will Kinderporno-Sperren bald umsetzen
    Forderung nach Webseiten-Sperrungen entzweit die große Koalition
    Bundesfamilienministerin fordert Netzsperren gegen Kinderpornographie


    quelle: heise online
     

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  3. #2 17. Dezember 2008
    AW: Piratenpartei: Verhindern von Kinderporno statt Internetsperren

    Meine :sprachlos: !

    Klar sind Kinderpornos schlimm und :poop:,trotzdem wieder JEDEM nen Filter anzudrehen ist echt ne geile Idee.*Ironie aus*


    Das mit den Kinderpornos ist wie mitm leechen.- die Bullen werden es nie ganz verhindern können ,man kann nur versuchen es einzudämmen- und so nen SpackoFilter ist genau der falsche Weg.
     
  4. #3 17. Dezember 2008
    AW: Piratenpartei: Verhindern von Kinderporno statt Internetsperren

    Einen Filter für Kinderpornos finde ich gut. Rechtsradikale Internetseiten, Gewalt verherrlichende Spiele und islamistische Terrorseiten sollte man direkt mit filtern und verbieten. Dann hätten wir endlich den Grundstein gelegt, um in ein paar Jahren Google einzuschränken und Wikipedia abzuschalten. Zumindest die Artikel über Demokratie und Meinungsfreiheit, also all den Scheiß, den keiner braucht.
    Ich würde mich viel besser fühlen, wenn ich nicht mehr selber nachdenken müsste, sondern der Staat das für mich übernehmen würde.
    Ihr wisst doch, die Politiker wollen nur unser Bestes. ;)
    Und Wohnraumüberwachung für jedermann find ich auch toll, dann sehe ich vielleicht endlich mal den Weihnachtsmann. =)
     
  5. #4 17. Dezember 2008
    AW: Piratenpartei: Verhindern von Kinderporno statt Internetsperren

    Haben die Politiker eigentlich immer die selben Lösungen?
    "Killerspiele" -> Verbieten
    "Drogen" -> Verbieten
    "Waffengesetz" -> könnte man mal verschärfen.

    Aber wirklich mal an das Problem ran gehen. NEEEEEIN! Wieso auch? Wäre ja viel zu anstrengend. Also hauen wir einfach einen ordentlichen Filter davor. Der Schutzhelm des Internets für total inkontinente Internetuser und dann hat sich das Problem ja selbst aus der Welt geschafft.

    Das aber unterhalb des Filters der Kessel weiter brodelt wie Sau, das liegt dann nicht mehr im Interessenfeld eines Politikers. Er hat ja seine Notlösung durchgesetzt und kann sich den Wahlstimmen für kommendes Jahr sicher sein. Und wenn irgendwann alles in die Luft fliegt, kann man ja der anderen Partei den schwarzen Peter unterschieben und sich genüsslich von den abgezwackten Steuergeldern in der Karibik absetzen lassen.

    Applaus!
     
  6. #5 17. Dezember 2008
    AW: Piratenpartei: Verhindern von Kinderporno statt Internetsperren

    Symptome bekämpfen, ihr habts drauf.
    Ursache? Was ist eine Ursache?

    Wenn sich jemand sowas anguckt, find ich :poop: und nicht OK, aber man sollte lieber daran denken, die Produktionen von den p0rns und die Vergewaltigungen von Kindern zu unterbinden.

    Und wenn man sich sowas kostenlos im Internet besorgt, dann fördert das nichtmal die Produktion solcher Videos, also ist der Filter der falsche Weg zur bekämpfung, es schadet nichtmal den Machern.
    Vielleicht fördert es sie sogar, wenn sich dann Menschen die p0rns außerhalb des Internets kaufen, Nachfrage wird größer, Angebot wird größer.

    Natürlich verherrliche ich nicht das Angucken, mir ist auch klar, dass das Verlangen nach Taten durch das gucken der p0rns erhöht wird, aber ich bin für das Bekämpfen der Ursachen, nicht der Symptome.
     
  7. #6 17. Dezember 2008
    AW: Piratenpartei: Verhindern von Kinderporno statt Internetsperren

    Wenn so ein Filter erstmal steht, dann ist Art. 5 GG erstmal teilweise ausser Kraft gesetzt:

    Wers glaubt, dass man dann "nur" Kinderporno Seiten sperrt. Dann werden alle Seiten, die die Regierung kritisieren oder auch schlimme "Warez"-Seiten gesperrt. Dann sind wir in China angekommen - dessen Zustände von der deutschen Regierung ja "kritisiert" werden.

    Welch eine Ironie!
     
  8. #7 17. Dezember 2008
    AW: Piratenpartei: Verhindern von Kinderporno statt Internetsperren

    genau !
    und dann machen wir das natuerlich auch wie in China das bei uns bestimmte Youtube.com Clips einfach mal geblockt bzw. gesperrt werden. (wie die Birma YT-videos)

    so ein quatsch.
    ich glaube bzw. hoffe stark das sich sowas nicht durchsetzten kann.

    be pure and enjoy it ! A[-ke-]RR
     
  9. #8 17. Dezember 2008
    AW: Piratenpartei: Verhindern von Kinderporno statt Internetsperren


    (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

    das is der kanackpunkt durch den die das durchsetzen
     
  10. #9 17. Dezember 2008
    AW: Piratenpartei: Verhindern von Kinderporno statt Internetsperren

    Wie können eigentlich Politiker in hohen Ämter so einen Mist fordern? Ich habe langsam echt das Gefühl die meisten leiden an so einem extreme Realitätsverlust und Engstirnigkeit², das ist echt nicht mehr schön.

    Klar gegen Kinderpornografie muss man was tun, und auch die Verbrecher/Nutzer (wenn man sie denn belangen kann) hart bestrafen. Aber so ein "Filter"... Der ist prädestiniert um ausgenutzt zu werden und keiner würde es wirklich merken.

    Wieder ne typisch populistische Entscheidung... Die dummen Eltern die Zuhause ihren Kinder nicht mal bei Matheaufgaben mit nem Dreisatz helfen können, denken sich "Oooh gute Politiker endlich tut jemand was". Immer das Problem verstecken. Genau der gleiche undurchdachte Scheiß wie verbieten von Killerspielen usw. Die Wurzel bleibt weiterhin bestehen, wird aber einfach eingebuddelt und wir sehen die "angemalte Frucht", das dumme dabei ist ja: Es reicht den Meisten.
     
  11. #10 17. Dezember 2008
    AW: Piratenpartei: Verhindern von Kinderporno statt Internetsperren

    Den Kindern hilft das auch sooooo wahnsinnig wenn durch Filter (die man mit Sicherheit umgehen kann) das Video mit ihnen gesperrt ist...

    Wenn man weiter denkt könnte man auch noch mehr sagen wir mal "unliebsamme" Inhalte sperren (links-, rechtsextreme Seiten, islamistische Seiten, regierungskritische Seiten).

    Durch solche Filter werden zudem auch unbedenkliche Inhalte gesperrt (Beispiel: man tut das Wort "Nationalsozialismus" in den Filter und schon kann man sich nichtmehr über das 3. Reich informieren)

    Schön das man mal wieder vorspielt das man das Problem so lösen könnte
     
  12. #11 17. Dezember 2008
    AW: Piratenpartei: Verhindern von Kinderporno statt Internetsperren

    Ich glaub in den Filter kommen nicht nur Seiten wo das Wort vorkommt sonderen Seiten die extra ausfinndig gemacht werden und dann hallt geblockt. Aber das wird den Mädchen und Jungs auch nicht helfen -.- statt einfach mal ein paar razias gegen solche Leute zu machen, wollen die lieber ihren scheiss Filter einbauen. ODer lieber auf Raubkopierer jagd gehen. Typisch Politiker, alles alter Knaker die noch nicht einmal im Internet waren. Anstatt das Problem an der Wurzel anzufassen, zerstören sie nur ein Mittelsman. Denke auch wenn es so weit kommen wird. Wird das nur noch schlimmer, denn dann wird die Nachfrage viel höher sein, denn dann müssen sich soviele, die sachen anderes besorgen und dann würde man greade den Leuten das Geld in die Taschen spielen die diese Filme erst Produzieren. Scheiss Politik
     

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