Piraterie-Studie: IPI erfindet neue Schadenssummen

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 24. August 2007 .

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  1. #1 24. August 2007
    Alarmistisch wie gewohnt kommt die 2007er-Studie zur Piraterie des IPI daher: Musik-Piraterie führt zu 12,5 Milliarden Dollar entgangener Einnahmen, exakt 71.060 Jobs gehen dadurch verloren. Wie auch die 2006er-Studie zu Verlusten durch Filmpiraterie ist auch die diesjährige Analyse ein höchst amüsant zu lesendes Schriftstück.

    2006 konstatierte das Institute for Policy Innovation bereits 20,5 Milliarden entgangene Einnahmen durch Filmpiraterie in den USA. Fünfeinhalb Milliarden Dollar weniger Löhne und Gehälter wurden ausgezahlt, 141.030 Stellen gehen verloren. Dieses Jahr widmete sich die Studie den Schäden durch Musikpiraterie und wartet wie gewohnt mit erstaunlich präzisen Zahlen auf.

    12.5 Milliarden Dollar gehen der US-Ökonomie durch Musikpiraterie verloren. 71.060 Jobs können daher nicht geschaffen werden, 2.7 Milliarden weniger Löhne und Gehälter werden ausbezahlt. Der Staat verliert darüber hinaus "mindestens" 422 Millionen Dollar an Steuereinnahmen.

    Mit so exakten Daten läßt sich natürlich trefflich gegen die bösen Mordkopierer argumentieren - mit ein wenig mathematischer Fantasie kann sich jeder Kopierer ausrechnen, wieviel Arbeitsplätze auf seiner Festplatte zerstört wurden. Oder im CD-Regal, wo gebrannte und Bootleg-CDs direkt in Steuerausfälle umgerechnet werden können. Dazu muss man jedoch einen Blick auf die Methodologie der IPI-Studie werfen.

    Dort stößt man auf erstaunliche Grundannahmen. Bei Musikdownloads wurde eine "Substitutionsrate" von 20% angenommen: wer fünf Alben weniger herunterlädt, kauft stattdessen eine CD. Klar - ein Teenie, der keinen Backkatalog mit 10 Alben zieht, hat auf einmal dreißig Euro mehr in der Tasche, mit denen er sich zwei CDs kaufen geht. Noch schräger die Berechnungen der "physikalischen" Piraterie. Hier werden Substitutionsraten "zwischen 40 und 70 Prozent" angenommen, was bedeutet, dass über die Hälfte der unlizenziert gekauften CDs ohne den Schwarzmarkt im Laden gekauft worden wäre.

    Aus der vagen Spanne der "Substitutionsrate" definiert die Studie eine gewichtete Substitutionsrate von 65,7% heraus. Eine mp3-CD einer Band, für einen Euro beim Straßenhändler gekauft und mit sechs enthaltenen Alben mutiert so zu vier nicht gekauften CDs zum Ladenpreis.

    So lassen sich natürlich beliebige "entgangene Einkünfte" generieren. Und es ist schon von rührender Naivität, wie in der Studie davon ausgegangen wird, dass die erste Aktion eines Konzerns bei steigenden Einnahmen darin besteht, Leute einzustellen, damit er die Gewinne schnellstmöglich wieder in Lohnauszahlungen transformieren kann.

    Nichts neues also von der Statistikfront - außer, dass immer noch wild Schadenssummen errechnet und Arbeitslosenzahlen durch Piraterie ermittelt werden, die sich bei näherer Betrachtung als weitgehend inhaltsleer entpuppen. Immerhin, die Studienmacher sind in Lohn und Brot. Fazit: Piraterie schafft Arbeitsplätze - beispielsweise beim IPI.


    quelle: gulli untergrund news
     

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  3. #2 24. August 2007
    AW: Piraterie-Studie: IPI erfindet neue Schadenssummen

    Ja, der Laden gehört geschlossen.
    Verarschen das "Volk" und darüber hinaus will der Pöbel gegen uns Götter damit argumentieren.

    Das die Zahlen Fake sind, weiß man ja schon lange... ich mein, es ist einfach unmöglich, zu errechnen, wie viel Raubkopie es gibt... man kanns auch nur schwer schätzen, von daher hat das Argument sowieso keinen handfesten Boden unter den Füssen.
     
  4. #3 24. August 2007
    AW: Piraterie-Studie: IPI erfindet neue Schadenssummen

    2 Mathewitze, die ich dazu passend finde:
    und
    Aber ich schätze man könnte ausrechnen wie viel Geld man im Jahr sparen könnte wenn es die IPI nicht geben würde.
     
  5. #4 24. August 2007
    AW: Piraterie-Studie: IPI erfindet neue Schadenssummen

    finde es eine art aufhetzung... so eine gequirlte scheise rauszubringen... aber wie schon gesagt... raubkopierer schaffen arbeitsplätze die sich mit sonem schrott beschäftigen xD
     
  6. #5 24. August 2007
    AW: Piraterie-Studie: IPI erfindet neue Schadenssummen

    ich denke auch dass is bloß aufhetzte... ich meine wenn man wegen raubkopie verklagt wird dann kann man richtig blechen( am liebsten würden die klagenden firmen ja alle "schäden" die se errechnet haben auf einen abwälzen) nur kein mitleid mit den( den klägern :))... die versuchen ja dann auch soviel geld auszupressen wie möglich...
    und dreist sind se auch
    hab in der zeitung gelesen dass se sogar versuchen doppelt abzurechen.... dass heist erst muss man schadensersatz zahlen und dann wird man vor gericht nochmal dazu verdonnert ne riesensumme"strafgeld" zugunsten der kläger zuzahlen......
    aba des is nich rechtsgültig weil man nur einmal für eine straftat bestraft werden darf....
    die opfer ham dagene geklagt und die firmen mussten zurückzahlen und ham selber noch ne anklage gedrückt gekriegt hehehe genauso sollte des sein :))
     
  7. #6 24. August 2007
    AW: Piraterie-Studie: IPI erfindet neue Schadenssummen

    lol

    das is jawohl sau krank....

    aber ich frage mich wie die abschätzen wollen wieviel raubkopien es gitb.

    und auserdehm würd ich mir netmal 1% der mukke kaufen die ich aufm rechner hab.

    ich lad oft sacen ums einfahc ma anzugucken/hören un meistens gefällts mir eh net. genauso wie mit games

    das einzige game wos sich lohnt zu kaufen ist cs und das hab ich auch original
     
  8. #7 24. August 2007
    AW: Piraterie-Studie: IPI erfindet neue Schadenssummen

    das ist doch selbstverständlich das man sich musik überall auf der welt unter der hand besorgt!

    Die Anbieter in den achso günstigen online-stores verlangen pro track 0,99$...

    Weiters sind solche statistiken mit viel vorsicht zu genießen - man betrachte nur die gewaltig hohen annahmen
     
  9. #8 24. August 2007
    AW: Piraterie-Studie: IPI erfindet neue Schadenssummen

    Die kommen auf diese hohen Summen doch eh nur, weil sie damit rechnen, dass jeder der Filme lädt, ins Kino gehen würde für den Film usw.

    Ich hab hier aufm PC 20 Filme grad, und wirklich, keiner davon ist so gut dass ich ins Kino gehen würde dafür. Ich hab von diesen 20 grad mal 2 geguckt bisher^^

    Alles schwachsinn, die mit ihren Theorien...sind doch nur da um die Raubkopierer beim Volk als sehr sehr böse Menschen dar zustellen obwohl JEDER mal ne gebrannte CD mit Mukke, Programmen oder Filmen hat^^
     

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