Premiere-Hack: Polizei geht gegen Smartcard-Vertreiber vor

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 8. Dezember 2005 .

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  1. #1 8. Dezember 2005
    Am vergangenen Dienstag wurden bei Hausdurchsuchungen im gesamten Bundesgebiet Cerebro-Karten, Programmiersoftware und Kundenlisten im Zusammenhang mit dem Hack der Premiere-Verschlüsselung sichergestellt. Dies teilte die Münchener Polizei nun mit.

    Das vom Münchener Pay-TV-Sender Premiere seit Ende Oktober 2003 genutzte Nagravision zur Verschlüsselung des ausgestrahlten TV-Programms war nach diversen Berichten ausgehebelt worden. Zum Einsatz kam dabei eine so genannte Blanko-Karte mit RSA-Chip vom Typ "Cerebro" für rund 100 Euro. Laut Polizeibericht werden diese Karten vom Hersteller eigentlich nur nach Abschluss bestimmter Vereinbarungen und Sicherheitsregelungen an gewerbliche Endkunden vertrieben. Ein Vertrieb an Endbenutzer erfolge gewöhnlich nicht.

    Ab dem 26.11.2005 sei nun im Internet eine Software angeboten worden, mit welcher die Cerebro-Karten programmiert werden konnten, um das Angebot des Pay-TV Senders zu entschlüsseln. Da solche Karten in dieser Form ausschließlich zur Umgehung der Verschlüsselung dienen, stellt laut Staatsanwaltschaft München die Herstellung und der Vertrieb dieser Karten ein Vergehen nach dem Zugangsdienste-Schutzgesetz (ZKDSG) dar. Nachdem Premiere am 30.11.2005 Strafanzeige gegen zahlreiche Betreiber von Satellitenshops gestellt hatte, die als Vertreiber dieser Karten in Frage kamen, nahm die Staatsanwaltschaft München I die Ermittlungen auf und beantragte schließlich für insgesamt 20 Objekte im gesamten Bundesgebiet Durchsuchungsbeschlüsse.

    Diese wurden nun am 6.12.2005 unter Koordination des Polizeipräsidiums München, Kommissariat 241 (AG IuK-Kriminalität), durchgeführt. Dabei konnten nach Angaben der Polizei an allen Objekten entsprechende Beweismittel sichergestellt werden. Einen endgültigen Überblick über Hersteller und Vertriebswege gibt es laut Polizeibericht erst nach Auswertung sämtlicher Unterlagen. Eindeutig ließe sich jedoch bereits jetzt feststellen, dass die Nachfrage nach diesen Karten seit dem Bekanntwerden der Möglichkeit des kostenlosen Empfangs explosionsartig angestiegen sei. Eine Aussage über die Anzahl der bisher verkauften Karten könne noch nicht getroffen werden.

    "Durch die schnelle und konsequente Aktion der Staatsanwaltschaft München I und der AG IuK des Polizeipräsidiums München dürften die einschlägigen Händler in der nächsten Zeit vor einem weiteren Vertrieb zurückschrecken", meinte die Polizei. Staatsanwaltschaft und Polizei wiesen zudem darauf hin, dass der Gebrauch der Cerebro-Karten durch die Endnutzer ein Vergehen des Computerbetrugs darstelle und somit strafbar sei.


    quelle: heise online
     

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