Raubkopien und Statistik: Kreise ohne Schnittmenge

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 2. August 2007 .

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  1. #1 2. August 2007
    Das Spiel "Schadenssummen erfinden" hat in gewissen Kreisen Tradition. Nach einem größeren Bust in China war einmal mehr die Rede von milliardenschweren Verlusten der Softwareindustrie. Denn zwei Milliarden klingen einfach imposanter als sieben Millionen oder, mit gutem Willen, deren 28.

    Aber zugegeben - es ist schwierig, einerseits die Piraten gewähren zu lassen, um das eigene Monopol nicht zu gefährden, und gleichzeitig den Anschein zu erwecken, man gehe gegen die Kopierer vor und feiere gar noch Erfolge. Der Bust in China wurde gefeiert, obwohl Bill Gates kurz vorher zugab, die Piraterie in China sei eine der Waffen im Konkurrenzkampf mit Linux. Software im Wert von zwei Milliarden Dollar sollen die Piraten vertickt haben.

    Beschlagnahmt wurden Softwarekopien im Wert von angeblich 500 Millionen Dollar. 290.000 Datenträger wurden bei dem Bust beschlagnahmt.

    Felix Salmon machte sich die Mühe, kurz nachzurechnen. Auf über 1.700 Dollar pro Disc kommt er, wenn die beschlagnahmten Medien tatsächlich die halbe Milliarde Wert haben sollen, die in den Berichten angegeben werden. Die teuerste Software, die mutmaßlich verbreitet wurde, wäre das aktuelle MS Office - 400 Dollar kostet die Soft bei Amazon. Symantec-Software sei ebenfalls unter den konfiszierten Medien gewesen, hier ist die verbreitetste Software eben noch 63 Dollar teuer.

    Wie es zu einem Durchschnittspreis von 1.700 Dollar pro Medium kommen kann? Genaues weiß man nicht, nur, dass der tatsächliche Wert noch weitaus niedriger wäre als die offiziellen Softwarepreise - denn eine kopierte Office-Version wird in der Regel eben nicht für 400 Dollar verkauft.

    25 Dollar pro Medium veranschlagt Salmon und wird damit viel Luft nach oben lassen - in den einschlägigen Piratenparadiesen sind die Kopien zu Preisen weit im einstelligen Dollarbereich zu kaufen. Weshalb auch Linux oft teurer ist als Windows - die großen Distributionen benötigen mehr CDs als eine Windows-Version. Auch so vorsichtig kalkuliert kommt man auf eben Kopien im Wert von 7 Millionen, die beschlagnahmt wurden.

    Halten wir fest: 500 Millionen Dollar schwere Kopien stellen sich als drastisch überbewertet heraus. Auf zwei Milliarden gar beziffere sich der bislang entstandene Schaden laut Microsoft - wenn hier auf dieselbe Weise übertrieben wurde, verkauften die Kopierer Medien für eben mal 28 Millionen Dollar.

    Zum Vergleich: Im vergangenen Geschäftsjahr 2006/2007 machte Microsoft einen Gesamtumsatz von 51,1 Milliarden Dollar. Um 28 Millionen umzusetzen, benötigte der Konzern aus Redmond eben mal vier Stunden und 48 Minuten.


    quelle: gulli untergrund news
     

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  3. #2 3. August 2007
    AW: Raubkopien und Statistik: Kreise ohne Schnittmenge

    lol!

    find ich hart! :D

    da sieht man doch ma wieder schön wie die uns alle verarschen wollen! omg!^^

    und das microsoft innerhalb von knapp 5 stunden 28 millionen umsatz macht find ich einfach unvorstellbar! wow! ein 100stel davon können sie mir ruhig ma abgeben! :)
     
  4. #3 3. August 2007
    AW: Raubkopien und Statistik: Kreise ohne Schnittmenge

    War doch klar dass immer alles übertrieben wird^^

    Die sagen ja nie WAS "gefunden" wurde und der ahnungslose Zuschauer denkt sich "Wow Raubkopien im Wert von 2,8 Mrd. Dollar, man die armen Firmen, echte Verluste für die"

    Netter Beitrag...
     
  5. #4 3. August 2007
    AW: Raubkopien und Statistik: Kreise ohne Schnittmenge


    Erinnert euch al an die zeiten wo Bill Gates, Millionen von $ stündlich verdient hat...das ist
    nicht vorstellbar...
     
  6. #5 3. August 2007
    AW: Raubkopien und Statistik: Kreise ohne Schnittmenge

    is schon ziemlich übel, aber die schätzung von 27 Millionen halte ich für zu gering.
    Außerdem : seit wann wird der Wert einer Raubkopie am Schwarzmarktpreis festgemacht ?? Der Schaden der bei Micro$oft entsteht wird nicht in Raukopien gerechnet^^ 2 milliarden halte ich wiederum zu hochgegriffen.
    Aber wir wissen ja: ein Wenig Dramatik macht das ganze doch viel interessanter
     

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