Rekordbeitragssatz für Millionen Kassenpatienten ab 2009

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von xxxkiller, 7. Januar 2008 .

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  1. #1 7. Januar 2008
    Berlin (AP) Millionen Versicherte müssen sich darauf gefasst machen, ab 2009 mehr für die Krankenkasse zu zahlen. Hintergrund ist die Einführung des Gesundheitsfonds und eines Einheitsbeitrags. Nach einer am Montag veröffentlichten Studie könnten sogar bis zu 44 Millionen Menschen betroffen sein. Das Gesundheitsministerium wies diese Prognose aber scharf zurück. Auch der SPD-Experte Karl Lauterbach, ein Gegner des Fonds, widersprach.

    Der Fonds soll am 1. Januar 2009 starten. Zuvor wird die Bundesregierung am 1. November einen bundesweit einheitlichen Beitragssatz festlegen, der den Finanzbedarf aller Krankenkassen insgesamt deckt. Selbst wenn der heutige Durchschnittssatz von etwa 14,8 Prozent erhalten bliebe, würden also Mitglieder von derzeit sehr günstigen Kassen mehr zahlen.

    Lauterbach sagte, betroffen wären vor allem viele der 14 Millionen Versicherten in Betriebskrankenkassen. Diese verlangen heute im Durchschnitt nur 14,45 Prozent. Der billigste Satz lag zuletzt bei nur 12,2 Prozent inklusive der 0,9 Prozent Sonderbeitrag, die Arbeitnehmer alleine zahlen müssen. Wer derzeit mehr als den Durchschnitt zahlt, würde hingegen entlastet. Dies sind laut Lauterbach vor allem viele AOK-Mitglieder.

    Eine Studie des Münchner Instituts für Gesundheitsökonomik im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft prognostiziert jedoch, dass bis zu 90 Prozent der Beitragszahler belastet und nur wenige entlastet würden. Denn sie erwartet, dass der künftige Beitragssatz weit höher liegt als der bisherige Durchschnitt, nämlich bei 15,5 Prozent. Damit stiege die Zahl derer, die mehr zahlen als bisher, dramatisch an. Im Extremfall kämen bis zu 700 Euro Mehrkosten pro Jahr auf Versicherte zu. Die FDP forderte deshalb einen Verzicht auf den Fonds. Auch die Linke kritisierte die Mehrkosten.

    Gesundheitsökonom Lauterbach und andere Experten zweifelten die Prognose allerdings an. Die Zahl von bis zu 44 Millionen Betroffenen «halte ich für abwegig», sagte Lauterbach. Er gehe auf Grund der guten Konjunktur inzwischen von einem Beitragssatz von 15,0 Prozent aus, höchstens aber von 15,4 Prozent.

    Quelle: yahoo.de
     

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