Russland ändert Kryptowährungs-Gesetz zum Thema Mining

Artikel von Jonas Hubertus am 11. April 2022 um 16:55 Uhr im Forum Finanzen & Versicherung

Russland ändert Kryptowährungs-Gesetz zum Thema Mining

11. April 2022    
Das Finanzministerium der Russischen Föderation hat einen Gesetzentwurf zur Regulierung des Kryptoraums des Landes überarbeitet und Bestimmungen für das Schürfen von Kryptowährungen eingeführt. Der Gesetzentwurf wurde der Regierung erneut vorgelegt und könnte während der Frühjahrssitzung des Parlaments verabschiedet werden.

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Das russische Finanzministerium hat einen Gesetzentwurf geändert, der umfassende Regeln für den russischen Kryptowährungssektor umsetzen soll. Die neueste Version berücksichtigt nun die von anderen Regierungsinstitutionen zu diesem Thema angekündigten Positionen, teilte das Ministerium am Freitag mit.

Der fertige Gesetzentwurf „Über die digitale Währung“ wurde an das Ministerkabinett in Moskau zurückgegeben. Das Gesetz, das im Februar zunächst der Bundesregierung vorgelegt wurde, zielt darauf ab, Krypto-Transaktionen in Russland sowie die Aktivitäten von Krypto-Marktteilnehmern zu regulieren. Sie war bereit, die nach der Verabschiedung des Gesetzes „Über digitale Finanzanlagen“ entstandenen Regulierungslücken zu schließen.

Einige Bestimmungen des Gesetzentwurfs seien präzisiert worden, sagte das Finanzministerium, darunter auch solche im Zusammenhang mit der Regulierung des Krypto-Mining. Während die Verwendung von Bitcoin im Zahlungsverkehr auf Widerstand gestoßen ist, vor allem von der russischen Zentralbank und zuletzt von Premierminister Mikhail Mishustin, haben viele russische Beamte die Idee unterstützt, das Mining als wirtschaftliche Aktivität anzuerkennen.
Das Trading mit hohem Risiko bei dubiosen Seiten wie Bitcoin code pro ist weiter reguliert.

Im Januar drängte die Bank of Russia auf ein pauschales Verbot einer Reihe von kryptobezogenen Aktivitäten, einschließlich des Minings, aber die russische Regierung hat sich auf die Seite von Minfin gestellt, dass die Branche eher reguliert als eingeschränkt werden muss. Präsident Wladimir Putin forderte sie auf, ihre Differenzen beizulegen, und betonte das Potenzial Russlands als Minig-Standort.

Im Februar schlug das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung vor, die Gewinnung digitaler Währungen in Regionen mit Stromüberschuss zu genehmigen und Minern akzeptable Stromtarife anzubieten. Ende März forderte das Energieministerium die dringende Legalisierung des Crypto-Minings und die Einführung regionaler Energiequoten für Bitcoin-Farmen.

Aufgrund es von Russland geführten Angriffskriegs auf die Ukraine, ist das Land auf neue Geldquellen angewiesen. So änderte sich die Einstellung doch sehr schnell und man versucht nun ähnlich wie das ebenfalls isolierte Nordkorea, per Kryptowährungen an dringend nötige Devisen zu kommen.

Russland kam aufgrund der Sanktionen des Westens immer mehr in Schieflage und es droht der Zahlungsausfall. Da der Rubel kaum gehandelt wird, legt die Zentralbank den Preis mehr oder weniger selbst fest, daher stehen den offiziellen Wechselkursen keine reale Preisbildung entgegen. Der Währungstausch ist stark eingeschränkt. Der Rubelkurs ist also nicht realistisch, am freien Markt bietet keiner so viel, der Rubelhandel hat ein extrem niedriges Volumen.
 

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