S.A.D. kämpft gegen Hacker und Journalisten

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 13. April 2005 .

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  1. #1 13. April 2005
    "Ausgetickter Jugendlicher" schwadroniere über Moral und Justiz

    Zum vergangenen Hackangriff auf die Webseite der Softwarehersteller S.A.D. nimmt heute der Unternehmenssprecher Robert Knapp auf netzwelt.de Stellung - und spart nicht mit deutlichen Worten in Richtung Winfuture, die mit ihrem Interview mit punkt1, Ex-Bockwurstadmin keine journalistische Meisterleistung abgeliefert hätten.

    So seien die Behauptungen von punkt1, S.A.D. habe nichts gegen die Verbreitung ihrer Soft via Bockwurst gehabt, schlichtweg gelogen, Serials seien zu keinem Zeitpunkt an Bockwurst gegangen, so Knapp. Generell seien die Äußerungen von punkt1 weltfremd - Knapp sehr deutlich: "So eine Behauptung kommt aus dem Nichts halt zustande, wenn die ganze Berichterstattung Banane ist. Oben lässt man einen völlig ausgetickten Jugendlichen, der eine illegale Internetseite betrieben hat, über Moral, das Schulsystem und die Justiz schwadronieren und wundert sich dann, wenn unten in den Kommentaren die restlichen User einfach mal mitorakeln. Handwerklich miserabel gemacht das Ganze."

    Auch an Winfuture wurden wenige gute Haare gelassen - zum einen sei die schnelle Berichterstattung verwunderlich und liesse Knapp zufolge auf gute Kontakte der Redaktion zur Warezszene schliessen. Die Redaktion habe weiter mit dem Bericht über den Hack der Seite nichts getan als einen Scriptkiddiestreich hochzukochen - denn nichts anderes sei das Defacement gewesen - was S.A.D. aber nicht daran hindert, die Sache weiterzuverfolgen und vom Täter bei seiner Ergreifung zivilrechtlich die Umsatzausfälle von zwei Tagen Downtime rückzufordern.

    Man mag zu den Aussagen von punkt1 stehen wie man will, und Kritik mag völlig angebracht sein. Ein unkommentiertes Interview als handwerklich miserabel zu geißeln ist ebenso berechtigt wie das Vorgehen von Winfuture, den Betreiber einer Downloadseite zu interviewen. Der Rundumschlag scheint in seiner Form jedoch übertrieben - das Netz hat in bisher ungekannter Form die Möglichkeit geschaffen, alle Seiten eines Konflikts zu Wort kommen zu lassen. Das Erscheinen eines Interviews zu beklagen, wenn man sich ohnehin im Besitz der besseren Argumente sieht und ausreichend Möglichkeiten hat, seine eigenen Standpunkte im Netz zu vertreten, steht niemandem gut zu Gesicht. Vor allem im Bereich von Urheberrechtsverletzungen, in denen die öffentliche Debatte und die Mainstreammedien massiv von den Thesen der Verwerterindustrie dominiert sind, sollte es kein Problem darstellen, wenn auch andere Stimmen zu Wort kommen. Sollten diese begründbare Einwände und Positionen vertreten, kann und muss man sich mit diesen auseinandersetzen. Und sollten die Positionen falsch sein, stellt dies vor allem eine Möglichkeit dar, die eigenen Thesen zu stärken. Aber eine Debatte, in der nur eine Seite zu Wort kommt, ist per se sinnlos.


    quelle: gulli untergrund news
     

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