Scheinexekutionen durch US-Soldaten

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von J2K, 24. Juni 2007 .

Schlagworte:
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  1. #1 24. Juni 2007
    Der Krieg in Afghanistan wird mit immer größerer Gewalttätigkeit geführt... Ein Reporter berichtetet bei einem 3 wöchigen Aufenthalt in Afghanistan von Folter und Scheinexekutionen.
    Die Einwohner Afghanistans wurden anscheinend von den US-Soldaten angeblich hingerichtet bzw. gequält indem sie den Einduck vermittelten, dass sie exekutiert würden.

    Wie kann man nur so etwas vollbringen, was denkt ihr dazu??

    Greetz
     

  2. Anzeige
    Dealz: stark reduzierte Angebote finden.
  3. #2 24. Juni 2007
    AW: Scheinexekutionen durch US-Soldaten

    Quelle?
    Ohne Quellen glaub ich erstmal gar nichts. Das jeder hier im Board immer auf den US Soldaten rumhacken muss. Die Jungs wollen wohl alle auch nur nach Hause und haben da ne schwere Zeit.
     
  4. #3 24. Juni 2007
    AW: Scheinexekutionen durch US-Soldaten

    Eben...
    es fällt sowiso immer mehr ein schlechtes bild auf die im ausland stationierte Soldaten...
    Und das nur durch ein paar brainies...und die gibts bekannlich überall..-.-

    Die jungs haben schon ne schwere Zeit dort...
    das sollte man nicht vergessen
     
  5. #4 24. Juni 2007
    AW: Scheinexekutionen durch US-Soldaten

    Quelle: Focus (Folter und Scheinexekutionen in Afghanistan)
     
  6. #5 24. Juni 2007
    AW: Scheinexekutionen durch US-Soldaten

    Das hier meinst du wohl:

    Scheinexekutionen durch US-Soldaten

    Der Krieg in Afghanistan wird mit immer größerer Härte geführt. FOCUS-Reporter berichten nach ihrem dreiwöchigen Aufenthalt bei US-Truppen von Foltermethoden und Scheinexekutionen. Sie werfen amerikanischen Soldaten vor, an ihnen mitgewirkt und sie geduldet zu haben.
    Von FOCUS-Reporter Wolfgang Bauer

    US-Soldaten drohen diesem Mann mit dem Tod
    Montag, 10. Juni, früher Vormittag, Provinz Ghazni. 27 US-Soldaten des 82. Fallschirm-Infantrie-Regiments dringen in das Dorf Niazollah ein. Spitzel des afghanischen Geheimdienstes haben ihnen gemeldet, dass hier acht führende Taliban übernachten. Das Kommando der Operation liegt in den Händen der Afghan National Army (ANA), der Regierungsarmee. Offiziell dienen die GIs nur ihrer Unterstützung. Die Dorfdurchsuchung ist eine Art Praxistraining für die afghanischen Offiziere. Karsten Schöne und ich begleiten sie dabei. „Was sollen wir tun?“, fragt Sergeant James Hill, der US-Kommandeur, stets seinen afghanischen Counterpart, ein Offizier namens Pacha Mair.
    Im ersten Anwesen, das sie am frühen Morgen durchsuchen, befragen sie den einzigen erwachsenen männlichen Bewohner. Er hat die Hände über dem Kopf verschränkt, kniet vor der Hofmauer. Der Mann im weißen Tuch, mit schwarzem Bart, hat Angst, verstrickt sich in Widersprüche. Er sei der Bruder der Frau, die hier wohne. Die Frau indes behauptet, er sei ihr Mann. Pacha Mair schreit ihn an, reißt ihm das Hemd von der Brust. „Was sollen wir tun?“, fragt Hill. So viel Englisch versteht Kommandeur Mair. „Ein Lügner“, sagt er zu Hill. „Der sagt nicht die Wahrheit.“ Vom Haus beobachtet der 12-jährige Sohn des Gefangenen, wie Mair ihm die Hände auf dem Rücken fesselt. Wie er ihn auf dem Boden zwingt, das linke Bein mit einem Spanngurt um*schlingt. „Was sagt der Mann?“, fragt Hill, der im Hintergrund mit seiner Waffe sichert. „Was sollen wir tun?“

    Todesdrohung bei laufendem Motor

    Pacha Mair bindet den Familienvater mit seiner Fußfessel an die Rückseite seines Militärjeeps. Wenn er jetzt nicht die Wahrheit sage, werde man losfahren. Eine Todesdrohung. Nach nur wenigen Metern würde diese Prozedur den Mann das Leben kosten. Der afghanische Kommandant bedeutet Hill, sich ans Steuer zu setzen, den Motor zu starten. Hill zögert kurz, der Kommandant wiederholt seinen Wunsch, Hill setzt sich auf den Fahrersitz, zögert wieder und dreht schließlich den Schlüssel im Zündschloss um. Endlose zwei Minuten lässt er den Motor laufen.

    Es kann schnell gehen im Krieg. Dass sich Gut und Böse verkehren. James Hill, eben noch durch alle internationale Konventionen gedeckt, Kämpfer gegen den Terrorismus, ist plötzlich nach internationalem Recht ein Straftäter. Er hat eine Scheinexekution vorgenommen. Er foltert. Ausdrücklich auch durch die US-Regierung verboten. „Es klappt manchmal“, rechtfertigt er anschließend das Vorgehen. Ser*geant Hill ist ganz unbekümmert, als gehöre die Jeep-Folter bei Verhören zum normalen Repertoire. So normal scheint sie ihm zu sein, dass er den Fotografen Karsten Schöne den Vorgang lückenlos dokumentieren lässt. „Es funktioniert. Ich weiß von einem 13-jährigen Jungen, den hat man neulich zu erschießen gedroht. Und plötzlich hat er viel Nützliches erzählt.“ Ständig wird uns auf der dreiwöchigen Reise durch den Krieg diese Frage aufgezwungen: Was wird in Afghanistan verteidigt? Die Werte des Westens? Freiheit und Menschenrechte? Immer wieder mussten wir sehen, wie diejenigen, die sie verteidigen sollen, sie zerstören.

    Quelle

    So muss das hier aussehen!:p

    - - - - - -

    Meine Meinung: Ist doch klar dass die sowas machen. Die drehen da unten langsam durch glaub ich. Ist doch im Irak auch so. da gabs mal ne Reportage im TV. Und es ist dort halt so dass wenn man in der Gruppe ist und auch noch bewaffnet ist, Uniform Trägt, den Schwächeren als Opfer sieht. Ist doch alles nicht mehr ganz normal da unten...
     
  7. #6 24. Juni 2007
    AW: Scheinexekutionen durch US-Soldaten

    Natürlich möchten die amerikanischen Soldaten nach Hause. Niemand ist gerne im Krieg. Aber sag das mal der amerikanischen Regierung. Zum Glück sind in 16 oder 17 Monaten Wahlen...
    Aber Geständnisse unter Folter zu erzwingen ist nunmal nicht legitim. Egal ob die Folter physisch oder psychisch ist. Und was in dem Artikel steht "Ich weiß von einem 13-jährigen Jungen, den hat man neulich zu erschießen gedroht". Unter Folter sagen Menschen viel...
    Das der US Kommandeur den den Offizier, indem er den Wagen anlässt, find ich nicht in Ordnung.
     
  8. #7 24. Juni 2007
    AW: Scheinexekutionen durch US-Soldaten

    In meinen Augen Verbrecher, die vor ein Gericht gestellt gehören.

    Die Ausrede nur auf einen Befehl gehandelt zu haben zählt nicht. Ein Soldat hat eben nicht jeden Befehl auszuführen. Soldaten sollen mitdenken und Unrecht verhindern.
     

  9. Videos zum Thema
Die Seite wird geladen...