Schwedische Piratenpartei startet kommerzielles Darknet

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 15. August 2006 .

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  1. #1 15. August 2006
    Einen loggingfreien Proxyservice, zu dem man sich via verschlüsseltem VPN verbinden kann, bietet die schwedische Piratenpartei für 5 Euro monatlich an.

    Der Terminus "Darknet" scheint dabei etwas unglücklich gewählt: Anmelden kann sich jeder bei dem Dienst, der loggingfreien, verschlüsselten Datentausch verspricht. Die persönliche Identifizierung der User sei unmöglich, nach außen hin treten sie mit einer schwedischen IP des Anbieters Relaks.

    Ein Darknet ist per Definition ein Netz, in dem man sich nur mit vertrauenswürdigen Usern verbindet. Der Dienst der Piratenpartei macht das Vertrauensverhältnis der User untereinander überflüssig, indem es die Datentransfers anonymisiert - vertrauen muss man nur dem Proxy, der angeboten wird.

    Es gebe "zahlreiche legitime Gründe, anonym im Netz zu sein", so Rickard Falkvinge von der schwedischen Piratenpartei. Aber auch die Entwicklung in der Copyright-Gesetzgebung mache den Dienst notwendig: die augenblickliche Rechtslage kann nur durchgesetzt werden, wenn eine Totalüberwachung aller privater Kommunikation stattfindet. Das sei mit einer freien Gesellschaft jedoch unvereinbar. Falkvinge:

    "Solange die Gesetze nicht dahingehend geändert werden, dass das Recht der Bürger zur privaten Kommunikation respektiert wird, ist es unsere moralische Pflicht, die Bürger vor der allgegegnwärtigen Überwachung zu schützen. Das hier ist unser technisches Mittel, um diesen Schutz zu schaffen."

    Ein ungutes Gefühl hinterlassen dabei jedoch die AGB von Relaks.

    For Swedish authorities to force RELAKKS to hand over “traffic data”including your RELAKKSat a specific point in time, they will haveto prove a case with the minimum sentence of two years imprisonment.

    Das nicht darauf eingegangen wird, welche und wieviel dieser "Traffic Data" gespeichert wird - und vor allem, warum - ist angesichts des rechtlichen und moralischen Anspruchs, der mit dem Angebot verknüpft wird, gelinde gesagt unglücklich.


    quelle: gulli untergrund news
     

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  3. #2 16. August 2006
    Ein Kollege von mir hat sich da mal angemeldet.
    Er hat gesagt das es ganz gut funktioniert.
    75-85% der Originalbandbreite hat er in einem Speedtest erreicht und "www.wie-ist-meine-ip.de" zeigt eine schwedische IP an.
    Obwohl die ja auf ihrer Seite schreiben, funktioniert auch bei eingeschaltetem Proxy :D
     

  4. Videos zum Thema
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