Schweizer Kontendaten geklaut

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von Al.Pacino, 9. Dezember 2009 .

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  1. #1 9. Dezember 2009
    HSBC-Angestellter untergetaucht


    Ein Angestellter der HSBC Private Bank in Genf soll Konten von tausenden Kunden geknackt und die Daten den französischen Steuerfahndern übergeben haben. Der "Antoine" genannte Franko-Italiener lebe heute unter falscher Identität an der Côte d'Azur, berichtet die Zeitung "Le Parisien".


    Auf der Kontoliste sollen ein Humorist und mehrere Politiker sowie Kolumbianer, chinesische Behörden und Codes stehen, hinter denen Geheimdienste vermutet werden. "Antoine" fürchte nun die Wut mancher Kontoinhaber. "Gewisse Kunden können ein gefährliches Profil haben", sagte ein Ermittler dem Blatt unter Anspielung auf die Mafia.

    Der französische Haushaltsminister Eric Woerth hatte im Sommer mit der Erklärung für Furore gesorgt, er besitze eine Liste von 3000 Franzosen, die drei Milliarden Euro auf Nummernkonten in der Schweiz deponiert hätten. Woerth gab den Steuersündern die Chance, bis zum Jahresende ihre Lage zu legalisieren.
    Frankreich und die Schweiz im Clinch

    Sein Vorstoß führte zu heftiger Verstimmung mit der Schweiz, die vermutete, Paris habe die Kontodaten illegal erlangt. Der Minister erklärte daraufhin, die Daten seien nach Steuerkontrollen in Frankreich von Schweizer Banken freiwillig und ohne Gegenleistungen übermittelt worden. Der "Parisien" zieht diese Aussage nun in Zweifel. Die Daten dürften von "Antoine" kommen. Die HSBC Private Bank habe den Datendiebstahl bestätigt, aber in kleinerem Umfange, schreibt das Blatt.

    Der Fall erinnert an Deutschlands Steuerstreit mit Liechtenstein. Ein Archivar der fürstlichen Liechtensteiner Bank LGT hatte dem Bundesnachrichtendienst für 4,5 Millionen Euro Kontodaten verkauft. Dies hatte 2008 zu spektakulären Ermittlungen gegen etwa 700 deutsche Steuersünder geführt. Der LGT-Mitarbeiter wird zwar wegen einer Klage Liechtensteins international gesucht, soll aber unter dem Schutz der deutschen Behörden leben. "Die Geheimdienste haben ihm ein neues Gesicht, neue Papiere und eine neue Zukunft bezahlt", erklärte ein Ermittler dem "Parisien".
    Auslieferung verlangt

    Der 38-jährige "Antoine" hatte die Bankcomputer dem Bericht zufolge mit einem selbst ersonnenen System ausgespäht. Anfang 2009 sei er nach Frankreich gekommen und habe sofort Kontakt mit den höchsten Steuerbehörden gesucht. Die Schweiz habe seine Auslieferung verlangt. Die französischen Behörden hätten das aber verweigert und den Schweizern nur ein Vernehmungsprotokoll übermittelt. Ihr Informant habe eine neue Identität bekommen und werde geschützt.

    "Antoine" machte sich für die Ausbeutung der Kontodaten unverzichtbar, indem er die Kontodaten verschlüsselte. "Er hat Codes erarbeitet, und er kennt als einziger die Schlüssel", sagte ein Ermittler dem Blatt. Von seinem Anwalt Patrick Rizzo wird "Antoine" als Idealist beschrieben. Dem Staatsanwaltschaft soll er erklärt haben: "Der wahre Dieb ist die Bank."

    dpa

    heise.de


    Darüber kann man sicher diskutieren, was im Kopf so eines Typen vorgeht. Ob er noch glücklich wird?
     

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  3. #2 9. Dezember 2009
    AW: Schweizer Kontendaten geklaut

    Zwiespältige Geschichte. Einerseits ist es ja sicher lobenswert, dass Antione die kriminellen Machenschaften mancher Menschen / Firmen aufdecken möchte, aber andererseits dafür sein Leben wegzuwerfen.. Naja, ich wollte das nicht machen. Unter falscher Identität rund um die Uhr bewacht leben zu müssen, stelle ich mir nicht sehr spaßig vor. Und wenn wirklich irgendwo Mafias oder ähnliche Verbrecherorganisationen drin verstrickt sind, werden die sicher alles daran setzen den Typen unter die Erde zu bringen..
     
  4. #3 9. Dezember 2009
    AW: Schweizer Kontendaten geklaut

    stimme meinem vorredner zu, versteh aber nicht ganz was er damit bezweckt das er unverzichtbar für die Franzosen ist, lieber hätte ers wie der deutsche gemacht.......
    wenns jetzt nen Auftragsmord gibt, dann machen die Mafiosis einfach so weiter wie bisher^^
     

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