Spam-Blockade gegen Filesharing: keiner glaubt Viralg

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 20. April 2005 .

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  1. #1 20. April 2005
    Technik zum Tauschbörsenspamming trage alle Anzeichen eines Hoax

    Nachdem die finnische Viralg angekündigt hatte, mittels gefakeder Hashwerte Tauschbörsen großflächig mit Datenmüll verseuchen zu können, breitete sich allenthalben Skepsis aus - fehlende technische Details, überzogene Versprechungen und wenig aussagekräftige Referenzen wiesen auf einen Hoax hin.

    Ed Felten konstatierte entsprechend, die einzige relevante Information, die sich finden lasse, bestünde in einem Verfahren zum Verbreiten von Spam und Fake - Dateien im FastTrack-Netzwerk (KaZaA und Ableger), diese seien jedoch schon lange bekannt. KaZaA legt seine Hashes nur zur Identifikation der Dateien an und nicht zur Prüfung ihrer kompletten Gültigkeit - weshalb nur die ersten 300 kB eines Files gehashed werden. Die restlichen Dateiteile können dagegen beliebig gefälscht werden - dies ist aber absolut nichts neues und Grund für die schon lange abnehmende Populatität KaZaAs, aber kein Proof of Concept für beliebige Angriffe auf sichere Hash - Algorithmen anderer Netzwerke. Die Tauschbörsenvermüllung dürfte damit auch weiterhin ein Problem von FastTrack alleine bleiben.

    Ansonsten seien keine gültigen Referenzen, kein ordentliches Impressum, keine Beschreibung der Technik zu erkennen - was bei einer Ankündigung wie der 99%-Verseuchung von beliebigen p2p - Netzen wenig zur Glaubwürdigkeit beitrage.

    Im finnischen Firmenregister findet sich immerhin ein Eintrag über Viralg - zumindest die Firma scheint zu existieren. Die technische Realisierbarkeit ihrer Versprechungen scheint dagegen offensichtlich Hoax oder Vaporware zu sein.

    Der Administrator von findhash.com, einem Movieportal mit Filesharing-Informationen, drückt sich entsprechend auch etwas drastischer aus. Auch das Verifizierverfahren von findhash solle zwar von Viralg laut ihrer Presserklärung ausgehebelt werden. Dies sei mathematisch jedoch einerseits unmöglich, darüberhinaus werden üblicherweise Dateiteile mit zwei Hashwerten abgeglichen und korrumpierte Daten mit unpassendem Hashwert automatisch korrigiert nachgeladen, so der findhash-Admin.
    Und wenn sich die Meldung doch als begründet herausstelle, würde er persönlich seine Server in Stücke schlagen.


    quelle: gulli untergrund news
     

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