Spam-Explosion durch aggressive Trojaner-Aktivitäten

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von xxxkiller, 4. November 2006 .

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  1. #1 4. November 2006
    Anteil verseuchter Mails steigt auf 73 Prozent

    Eine regelrechte Explosion an Spam-Mails im vergangenen Monat Oktober haben die Sicherheitsanalysten von MessageLabs Symantec.cloud | Email Security, Web Security, Endpoint Protection, Archiving, Continuity, Instant Messaging Security ausgemacht. Laut neuesten Zahlen des monatlich veröffentlichten Intelligence Report handelt es sich mittlerweile bei fast drei von vier E-Mails um Spam-Nachrichten. Der 8,5-prozentige Anstieg der Spam-Quote gegenüber dem Vormonat auf 73 Prozent entspricht dem stärksten Wachstum seit Jahresbeginn 2006. Verantwortlich für die neue Welle sind verfeinerte Techniken

    der Spammer-Gemeinde sowie das aggressive Auftreten der Trojaner SpamThru und Warezov, die Computer ahnungsloser Anwender kapern und zu fremdgesteuerten Spam-Botnetzen umfunktionieren.

    "In den vergangenen Monaten lag der Schwerpunkt vor allem auf gezielten Virenangriffen, Spam-Aktivitäten wurden demgegenüber eher vernachlässigt. Das Auftreten von SpamThru und Warezov hat nun aber eine neue Spamwelle eingeläutet", erläutert Paul Wood, Senior Analyst von MessageLabs, im Gespräch mit pressetext. Während SpamThru ein Art Spam-Vorlage in seinem Code mitliefert, die von einem befallenen Rechner aus für die millionenfache Produktion unterschiedlicher Bilder-Spam-Mails herangezogen werden kann, fällt Warezov vor allem durch aggressive Ablegermutationen auf. Auf dem Höhepunkt der letzten Angriffswelle am 26. Oktober konnten die MessageLabs-Experten innerhalb von 24 Stunden 900.000 Exemplare abfangen - und ein Ende scheint nicht in Sicht.

    "Durch das Auftreten von Spam wird E-Mail als mittlerweile wichtigstes Kommunikations-Tool natürlich entwertet", meint Wood. Angesichts der ständigen Rallye zwischen Cyberkriminellen und Sicherheits-Entwickler seien nun auch verstärkt Internet Service Provider in die Pflicht zu nehmen: "Derzeit zeigen sich die Service Provider nicht für den von ihnen überblickten Traffic verantwortlich. Dabei könnten sie durch eine entsprechende Steuerung der Bandbreite und das Einschränken von Spam-verdächtigen IP-Adressen entscheidend zur Linderung des Problems beitragen. Wood hofft, dass gerade Unternehmen zukünftig noch mehr Druck ausüben, um ISPs zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit ihrem Traffic zu bewegen.

    Aufgrund der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren rechnet MessageLabs auch in diesem Jahr mit einem weiteren Anstieg der Spam-Quote in den nächsten Wochen, da die Spammer in der Vorweihnachtszeit ihre Aktivitäten normalerweise intensivieren.

    Quelle: yahoo.de
     

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