" SPD unterstützt Männerfeindlichkeit "

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von maxi122, 29. Januar 2008 .

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  1. #1 29. Januar 2008
    Männerfeindlich
    "Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden."
    Mit nur zwei Gegenstimmen hat die SPD in Hamburg jüngst das makabre Diktum verabschiedet: Dass nur der die menschliche Gesellschaft bewirken könne, der die männliche Gesellschaft überwinden will. In den realitätsfernen Höhen der aus Ruinen auferstandenen Utopie vom demokratischen Sozialismus ist das ein Aufruf zum Kampf gegen die Männer, nachdem der Parteitag sie in den Status der Unmenschlichkeit gerückt hat. Früher waren es die Kapitalisten. Der Parteitagsbeschluss der SPD will, dass es zukünftig generell Männer sein sollen, weil sie das "unmenschliche" Gesellschaftssystem personifizieren. Die Rede ist nicht mehr von einem System, sondern nur noch von den Männern, die das System sind. Solch dumpfe Personifikationen gesellschaftlicher Verhältnisse sollen wohl wieder die Massen zum Handeln bewegen. Die begriffslose Wut auf komplexer und schwieriger werdende Lebensverhältnisse hat die Partei der kleinen Leute damit auf Männer als deren Schuldige verschoben.
    Hinter der Verteuflung der Männer verbirgt sich auch die Illusion einer alten Grande Dame der Frauenbewegung: Nach deren Ansicht sei die Zukunft der Gesellschaft weiblich, andernfalls es keine Zukunft für die Menschheit gäbe. Und es scheint genug sozialdemokratische Frauen zu geben, die aus dem Feindbild Mann ihre Motivation zum Handeln beziehen. Der stete Tropfen wird den Stein höhlen. Innerparteilich ein Erfolg, gesellschaftspolitisch ein Weg ins Treibhaus des Ressentiments und massenpsychologisch gefährlicher Strömungen.
    Und weil zu jeder Verteuflung eine Heilsversprechung gehört, wird auf dem nächsten SPD-Parteitag es wohl heißen: Die Frauen sind unsere Rettung!
    Machen wir uns nichts vor. Die Verteuflung geht heute wie ein böser Geist schon um. Wenn Männer entgegen aller Erkenntnis der Wissenschaft als alleinige Gewalttätige in der Partnerschaft etikettiert werden, obwohl Frauen nicht weniger gewalttätig sind und auch ihre Kinder nicht weniger schlagen als Männer, dann sind das beunruhigende Zeichen einer um sich greifenden Misandrie, eben Chiffren wuchernder Männerfeindlichkeit. Das SPD-Programm geht nicht nur zurück zur Utopie des demokratischen Sozialismus, sondern es gräbt petrifizierte Reste einer äußerst feindseligen Feminismusvariante aus, die längst passé ist.
    Eines ist wirklich schwer zu verstehen: Wie kann man als Mann Mitglied einer Partei der erklärten Männerabwertung sein? Selbstzerfleischung oder doch nur programmatische Willfährigkeit gegenüber "Weibergedöns"?


    Quelle: Männerfeindlich - Nachrichten Welt Print - DIE WELT


    echt interessant, was haltet ihr davon? Ich stell es mal zur Diskussion. Es darf gerne auch ein wenig politisch Ausarten ...
     

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  3. #2 29. Januar 2008
    AW: " SPD unterstützt Männerfeindlichkeit "

    Hm, vielleicht wollen sie die neue Partei der Frauen werden und hoffen damit ihr eigenes politisches Überleben zu sichern?

    Insgesamt schockt mich die Nachricht nicht wirklich... es paßt ja auch irgendwie zur SPD.

    Persönlich bin ich eh konservativ.. *welch Überraschung* und würde mir echte Förderung der Familie wünschen, wo wirklich die Ehefrau zuhause bleiben könnte, weil der Mann genug Geld für die Familie verdient... oder halt für einen längeren Zeitraum mehr Zuschüsse gewährt werden.

    Geht nicht.. ab einem gewissen Punkt, muß in der heutigen Zeit die Frau arbeiten gehen und die Kinder werden Erziehern im Kindergarten, sogar Kleinstkindergärten gibbet mittlerweile, überlassen. Im Einzelfall gut, in der Masse bedenklich.

    Spätestens nach 2-3 Jahren gehts wieder zurück an die Arbeit.

    Von mir aus können die Frauen ja arbeiten gehen. Ich fände es aber gut wenn Alternativen bestehen würden, damit ein vernünftiges Kümmern der Mutter / Eltern möglich würde. Durch Vorschläge wie diese wird aber Teufel komm rauß der Familienverbund zerschlagen werden.

    Das hat insofern was mit dem Thema zu tun, als das durch die geschilderten Vorstellungen die Frau auf jeden Fall im Beruf verankert werden soll. Dieses Ideal wird da ja hochgelobt und angestrebt.

    Ja, natürlich sollte die Frau auch einen Beruf erlernen und ausüben, wenn sie es will.. Heute muß sie es aber oder wird mitsamt der Familie in Sozialhilfeniveau gedrückt. Der Wert der Hausfrau und Mutter als bedeutender und wichtiger Faktor in den Familienstrukturen wird nicht anerkannt.

    Und nein, das Elterngeld sehe ich nicht als ausreichend an. Dieses müsste mindestens bis zum 6. Lebensjahr des Kindes gezahlt werden.

    So.. kann sein, dass die SPD auch die Elterngeldfrage im Programm hat.. gut möglich.

    Insgesamt aber schwer zu beurteilen, was die damit langfristig bezwecken wollen, oder ob überhaupt was damit bezweckt ist ausser kurzfristigen Stimmenzuwachs bei den Wahlen.
     
  4. #3 29. Januar 2008
    AW: " SPD unterstützt Männerfeindlichkeit "

    typisch welt: konservativer mist ohne sinn und verstand.
    der satz "Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden." gründet sich aus dem bewusstsein des kapitalismus als patriarchales gesellschaftssystem. und die abschaffung der verhältnisse kann sich auch nur im blick auf den menschen verwirklichen. insofern ist das auch richtig. falsch ist es dagegen, diesen satz und spd zusammenzubringen und darin keinen widerspruch zu sehen, denn die spd tut vieles, den status quo zu erhalten und nichts, die verhältnisse zu überwinden, auf das kein wesen mehr geknechtet sei (marx).
    wenn konservative von männerfeindlichkeit sprechen, ist das nur die verkappte verteidigung ihrer privilegien.
     
  5. #4 30. Januar 2008
    AW: " SPD unterstützt Männerfeindlichkeit "

    Kann es sein, das euch alle Quellen solange nicht passen, bis sie genau das schreiben was ihr hören wollt ?
    Denke es gibt kaum bessere Quellen als die Welt ...
     
  6. #5 30. Januar 2008
    AW: " SPD unterstützt Männerfeindlichkeit "

    Darüber kann man streiten.. aber eigentlich war mir die Quelle ziemlich egal und da hab ich mich überhaupt nicht zu ausgelassen.

    ?(
     
  7. #6 30. Januar 2008
    AW: " SPD unterstützt Männerfeindlichkeit "

    Also "Die Welt" ist bei mir auch nicht so weit oben in der Quellenrangliste; dann doch eher "Die Zeit" oder FAZ. Aber das ist ja nicht das Thema.
    Ich denke viel mehr, dass in diesen Satz mal wieder zu viel hineininterpretiert wurde. Wo bitteschön ist in diesem Artikel denn wirklich Inhalt, sieht man vom Anfang ab? Es wird einfach nur der eine Satz genommen und wild drauflos spekuliert und phantasiert. Die gesamte Argumentationskette ist meines Erachtens nach an den Haaren herbeigezogen. Wie es acces denied schon demonstriert hat, ist es wichtig, die Aussage im Kontext zu sehen, da es sehr viele Auslegungsvarianten gibt. Dieser wird von dem Verfasser des Artikels nicht dargestellt, sondern auf simple Männerfeindlichkeit reduziert.
    Ebenso schwachsinnig ist es, die allgemeine Ansicht, dass Männer in Partnerschaften mehr Gewalt (oder alleine die Gewalt) ausüben, auf einen schleichenden und männerfeindlichen Wandel in der Gesellschaft zurückzuführen. Es handelt sich schlicht um Vorurteile, die genauso einzustufen sind wie "Killerspielspieler sind Amokläufer".
     
  8. #7 30. Januar 2008
    AW: " SPD unterstützt Männerfeindlichkeit "

    SIcher irgendwas falsch verstanden, dann falsch gedeutet, noch 3 mal falsch interpretiert und zack hatte der Redakteur einen Nachricht die die Leute lesen wollen.
     
  9. #8 30. Januar 2008
    AW: " SPD unterstützt Männerfeindlichkeit "

    da fiele mir schon die ein oder andere ein.
    abgesehen davon ändert das nichts an dem inhalt, der eben nur pomo-scheiss ist
     

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