Statistik: Wo verliert man im Glücksspiel am wenigsten?

Artikel von Fabiane Herbst am 4. April 2018 um 23:05 Uhr im Forum Allgemeines & Sonstiges - Kategorie: Ratgeber & Wissen

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Statistik: Wo verliert man im Glücksspiel am wenigsten?

4. April 2018     Kategorie: Ratgeber & Wissen
Eines ist sicher und mathematisch bewiesen, beim Glücksspiel gibt es nur einen Gewinner, die Bank. Langfristig sind die Gewinnchancen und Quoten so berechnet, dass der Spieler verlieren muss. Das ist auch Sinn von Glücksspiel, es geht um Unterhaltung - bezahlt wird für die Leistung des Spielens - jeder der ein Casino Besucht um zu gewinnen, hat schon alles verloren. Angeboten werden unzählige Spiele, dabei unterscheiden sich diese hinsichtlich der Gewinnchancen und damit wie schnell man sein Geld verliert.

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Statistiken zeigen jedes Spiel bringt unterschiedliche Verluste. Vor allem Spielautomaten werden immer beliebter, zwar ist die Auszahlungsquote bei online Casinos deutlich höher als in einem normalen, da die Umkosten höher sind, aber die Gewinnchancen sind gleich schlecht. So werben viele Seiten mit hoher Auszahlungsquote von bis zu 97% allerdings spielt diese kaum eine Rolle, denn die Chance innerhalb einer "sinnvollen" Zeit zu gewinnen ist extrem gering.

In vielen Tests mit verschiedenen Anbietern (aus 100 Casino Bewertungen) wurden statistische Ergebnisse gesammelt und ausgewertet, so liegen die durchschnittlichen Verluste bei 15% bis 30% des Einsatzkapitals über 3000 Spielrunden gemittelt. Bei einer realistischeren viel kürzeren Spieldauer und weniger Spielrunden, sind die Verluste deutlich höher. Die Spielautomaten brachten maximal 20 positive Ergebnisse bei 100 Spielen, an allen anderen Maschinen lag die langfristige Bilanz bei durchschnittlich -25%. (Das sind optimale Normwerte [die nur langfristig mit extrem hohen Kapitaleinsatz möglich sind. Im Test 25.000€ Spielgeld], die ein normaler Spieler so nie erreicht, die maximal Verluste sind daher viel höher, in der Regel endet ein Spieltag mit dem Totalverlust )

Schon hier kann man sagen, dass Spielautomaten im Vergleich zu anderen Glücksspielen in einem absehbarem Zeitraum immer Verluste bringen. Dennoch besteht zumindest der Spaßfaktor, da die Zwischengewinne zwar viel weniger sind als in Summe die Verluste, aber ein emotionales Gefühl auslösen, welches bei längerem wiederholen süchtig machen kann. Das Suchtpotential bei Spielautomaten ist also um ein vielfaches höher als beim Lotto. Denn beim Lotto ist die Chance zu verlieren bei 99,999999% und die Gewinnchance bei 0,000001% - ein Glücksgefühl bzw Hauptgewinn kommt hier praktisch nie vor.

Bei klassischen Wetten mit Buchmachern ist eine deutlich höhere Gewinnchance gegeben, allerdings sagt diese nichts über den Gewinn aus, denn die Quoten werden so berechnet, dass der Buchmacher langfristig nie Verlust macht, also der Durchschnittsspieler langfristig verliert. Wer also immer auf die niedrigsten Quoten wettet, kann hier sehr lange Spaß haben und verliert sein Geld langfristiger, so lange die Einsätze nur einen Bruchteil des Einsatzkapitals ausmachen, andernfalls droht hier ein extrem schneller Totalverlust. Der durchschnittliche Spieler kommt hier auf eine durchschnittliche Verlustquote von 30%. Also jedes dritte Spiel gewinnt - allerdings ist die Quote (Einsatz zu Gewinn Faktor) so gering, dass dies nicht ausreicht um die zwischenzeitlichen Verluste auszugleichen.

Beim Roulett ist die Gewinnchance mit etwa 46% durchschnittlich am höchsten, doch um die zu erreichen, hält sich der Spielspaß beim fast 50:50 tippen, in grenzen - sofern nicht die Null getroffen wird und die Einsätze an die Bank gehen.

Weitere Glücksspiele wie Poker, bei denen auch die Spielererfahrung einen Einfluss hat, sind Vorhersagen schwierig, da es immer auf die Anzahl und Fähigkeit der Mitspieler ankommt. Das Verlustrisiko liegt also meist höher als nur die Anzahl der Spieler zu 1. Das zeigen auch Künstliche Intelligenzen denn sie sind mittlerweile in der Lage langfristig gegen Profis zu gewinnen, weil sie jede Wahrscheinlichkeit optimal ausspielen und ggf. das Spielverhalten des Gegners einschätzen. Diese Spiele eigenen sich als "Gesellschaftsspiel" mit Freunden, denn so kann man sicher sein, das verlorene Geld bleibt im Freundeskreis.

Das Glücksspiel ist für Betreiber eine sichere Einnahmequelle. Daher obliegt dieses Privileg ursprünglich auch dem Staat um so zusätzliche Einnahmen zu generieren. Heute gibt es großzügige Privatisierungen durch Lizenzvergaben. Grund hierfür ist, dass die staatlichen online Angebote mangelhaft sind. Um illegales Glücksspiel zu verhindern und dennoch einnahmen zu erhalten, werden die Lizenzen vergeben. Fragt sich nur, warum der Staat noch nicht auf die Idee gekommen ist, selbst online Angebote nachzulegen.

Wer Geld beim illegalem Glücksspiel verliert, kann häufig sein Geld zurück holen. Mit dem Hinweis auf illegales Glücksspiel lassen sich so Kreditkartenabbuchungen rückbuchen und Lastschriftrückbuchungen begründen. Auch bei Paypal ist das möglich, allerdings könnte danach auch das eigene Konto gesperrt werden. Rechtlich berufen sich die Zahlungsverweigerer dabei auf den Paragraf 134 des Bürgerlichen Gesetzbuches, nach dem ein Geschäft nichtig ist, wenn es gegen ein gesetzliches Verbot verstößt.

Fazit: beim Lotto verliert man zwar immer, die meisten geben hierfür aber auch nur wenig Geld aus. Am meisten verlieren Spieler an Automaten, da sie hier extrem viel Zeit verbringen und kontinuierlich verlieren. Beim Poker sind die Verluste oft sehr hoch, die Erfolgschance hängt langfristig stark vom können ab. Da statistisch etwa 20% der Spieler erfolgreicher sind als die restlichen Mitspieler, kann man als "Normalo" also zu 80% davon ausgehen, langfristig immer zu verlieren. Beim Roulett verliert man als "vorsichtiger Stratege" je Runde mit ca 54% Wahrscheinlichkeit und möglicher Gewinnverdoppelung am langsamsten.

Wie gewinnt man am besten beim Glücksspiel?
Antwort: genauso wie Menschen reich werden, vom nicht Geld ausgeben. Das am einfachsten und schnellsten verdiente Geld ist das, was du nicht ausgibst.
 

Kommentare

#2 12. April 2018
Ja, mag Poker prinzipiell auch am Liebsten, weil da zumindest nicht nur das Mitzählen, sondern auch das Bluffen sehr bedeutsam ist - über Automaten hört man ja eigentlich fast nie etwas Gutes.
 
#4 13. April 2018
Ob das so gut ist eine Statistik zu erstellen, wo man am wenigsten beim Glücksspiel gewinnt?!
Übrigens ist das Mitrechnen beim Pokern untersagt und wird schnell mal vom Eigentümer abgemahnt.
 
#5 13. April 2018
Kurze Zwischenfrage: Ist Karten zählen nicht ein fester Bestandteil von Poker? Wenn nicht, spiel ich das seit Jahren falsch.
Selbst bei Blackjack ist es nicht untersagt, niemand kann dir verbieten dein Gehirn zu benutzen.
 
#6 26. April 2018
Karten zählen gibt es beim Blackjack und nicht beim Pokern.
Beim Pokern kann man sich die Chancen ausrechnen, man rechnet sich aber nicht aus, welche Karte als nächstes kommt.
Untersagt ist es nicht und es ist auch nicht illegal Karten zu zählen, es wird nur nicht toleriert in den Casinos. Die Leute in den Casinos wissen auch was sie tun, daher werden sie ja auch einen Kartenzähler erkennen.