Suche Kriegsdienstverweigerung

Dieses Thema im Forum "Schule, Studium, Ausbildung" wurde erstellt von NEShaze, 23. Februar 2006 .

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  1. #1 23. Februar 2006
    Hallo zusammen habe leider wieder bis zu den letzten Drücker gewartet und nun muss ich recht shcnell eine KDV schreiben , deshalb würde ich mich sehr freuen wenn einer einen Lick oder ähnliches hätte .10er wäre sicher da der jenige mich retten würde.

    THX4ALL


    MFG
    NEshaze
     

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  3. #2 23. Februar 2006
    Hab dir hier mal meine reingestellt, wurde ohne Probleme anerkannt. Stimmt übrigens alles was da drin steht, nach meiner Erfahrung (Freunde) kannst denen aber alles erzählen:

    Darlegung meiner persönlichen Beweggründe zur Kriegsdienstverweigerung
    Im Grundgesetz ist in Artikel 4 Absatz 3 festgelegt: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.“
    Im Folgenden möchte ich meine persönlichen Beweggründe zur Kriegsdienstverweigerung, unter Berufung auf das oben genannte Grundrecht, darlegen.

    Schon meine Eltern erzogen mich zu Toleranz, Solidarität und Rücksicht gegenüber meinen Mitmenschen. Hierbei legten sie besonderen Wert darauf, dass Nationalität oder Glaube keinen Unterschied machen dürfen. Sie brachten mir bei, Konflikte auch ohne Gewalt zu beseitigen und im Gespräch mit Anderen, Lösungen für Konflikte zu finden.
    Sehr früh lernte ich, dass das Leben (insbesondere Menschenleben) ein unbezahlbares Gut ist, und dass niemand das Recht hat, über Menschenleben zu bestimmen. Mit dem Dienst an der Waffe wird jedoch die Verletzung von Menschenleben vorbereitet, was weder mit meinem Gewissen noch mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Im Grundgesetz steht nämlich als erstes Grundrecht im Artikel 1 Absatz 1: „ Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“. Da ich mich zu solchen Menschenrechten bekenne wird es mir nie möglich sein, einen Menschen zu töten, weshalb mir die Pflicht, einen Wehrdienst abzuleisten sehr große Sorgen bereitet.
    Von der ersten bis zur vierten Klasse besuchte ich die xxx Schule in xxxx. In dieser Schule wird sehr viel Wert auf den christlichen Glauben gelegt, weshalb diese Zeit auch ganz besonders mein Gefühl für Nächstenliebe geprägt hat. Gewalt war in dieser Schule absolut Tabu, Konflikte mussten immer im direkten Gespräch miteinander, unter Umständen auch unter Einwirken eines Mediators geregelt werden. Sehr wichtig hierbei war es nach Beilegen des Streites aufeinander zuzugehen und sich die Hand als Zeichen der Versöhnung zu geben.
    Diese Methode lässt es mir nun fraglich erscheinen, ob es denn für politische Konflikte nicht auch immer eine „zweite Möglichkeit“ gibt, vor allem damit nicht Dritte, die mit dem Konflikt eigentlich gar nichts zu tun haben, nicht auch zu Schaden kommen. Ich denke es gibt immer auch Möglichkeiten einen Streit beizulegen ohne dass jemand zu Schaden kommt oder sogar Unbeteiligte darunter leiden.
    Durch mein langjähriges Engagement beim CVJM xxx sowie beim xxx Jugendwerk machte ich diesbezüglich Erfahrungen, welche mich in meinem Denken noch bestärkten. Vor allem durch die Arbeit mit Kindern lernte ich, dass es nicht möglich ist, einen Konflikt mit Gewalt beizulegen. Der Stärkere mag zwar den Gegner durch Gewalt schlagen, hiermit ist der Konflikt jedoch nicht gelöst. Die Aggressionen des Besiegten stauen sich und entladen sich mit blinden und selbstlosen Frusthandlungen mit erneuter Gewalt. Anderenfalls projiziert der vermeintlich schwächere seine Aggression auf eine noch schwächere Person, womit wieder Dritte geschädigt würden.
    Diese praktischen Erfahrungen haben mir deutlich gemacht, dass ein Konflikt nie durch Gewalt gelöst werden kann, es würde ein Teufelskreis entstehen, der immer neue Schäden hervorbringt.
    Ein dauerhafter Frieden kann meiner Auffassung nach nur dann erreicht werden, wenn in einem sachlichen Dialog alle Konfliktparteien im Dialog versuchen, den Streit beizulegen.
    Durch mein kirchliches Engagement sind mir auch die zehn Gebote sehr nahe, von denen das Sechste lautet „du sollst nicht töten“. Außerdem gilt es unter Christen als sehr hohes Gebot, seinen Nächsten zu lieben. Diese Grundsätze sind zwar vor langer Zeit festgeschrieben worden, jedoch haben sie in der heutigen Zeit durchaus noch ihre Gültigkeit, und haben meiner Meinung nach nichts von ihrer Bedeutsamkeit für das Zusammenleben aller Menschen eingebüßt. Aufgrund dieser Lebensregeln ist es mir unvorstellbar, einem Menschen absichtlich Schmerzen zuzufügen oder mir gar das Recht zu nehmen, über sein Leben zu entscheiden. Durch meine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, sowohl im CVJM als auch als Trainer im Volleyball beim VfL xxx, sehe ich mich auch als Erziehungsperson und habe gewiss auch eine Vorbildfunktion für diese Heranwachsenden. Darum sehe ich es als meine Pflicht an, diese christlichen Grundsätze in keinem Falle zu verletzen, und auch diese Kinder zu einer friedlichen Gemeinschaft zu erziehen. Hierfür wäre es undenkbar, den Dienst an der Waffe abzuleisten.

    Ich hoffe, ich habe meinen Standpunkt verständlich klargemacht und bitte darum, meinen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung laut Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes anzuerkennen.
     
  4. #3 23. Februar 2006
    Danke für die Antowrt aber gibt es auch noch andere kürzere^^ Beispiele weil ich finde die sind immer bissl dick aufgetragen, und tausend Sahcen rauspicken i9s auch nervig. Wenns nix besseres gibt muss ich es wohl tun aber wäre sehr dankbar für weitere News.


    MFG
    NEshaze
     
  5. #4 23. Februar 2006
    Sers, normalerweise musst du zwei A4 Seiten voll schreiben, sonst kann es passieren das du als Kriegsdienstverweigerer nicht anerkannt wirst also halt ihn nicht zu knapp.
    Kleiner Tipp: bau mit ein das deine Großeltern im Krieg gedient haben und du durch ihre Erzählungen niemals in so eine Situation geraten willst.
    Klapp gut, darauf war meiner aufgebaut.
     
  6. #5 23. Februar 2006
    google doch einfaach mal dort findest auf jeden fall was oder geh zur kriegsdienstverweigerungsstelle
    die werde dir eine verweigerung kostenlos anbieten so hab ich das auch gemacht und es hat geklappt
     
  7. #6 24. Februar 2006
    lass dich doch ausmustern
    schau mal bei http://www.aganauten.de rein die haben
    tipps wie man sich ausmustern lassen kann ;)
     
  8. #7 24. Februar 2006
    ich war vor 3 Wochen bei der Musterung. Wollte auch Wejrdienst verweigern. !! Kam am anfang bei soner Ollen rein die dich nen bissl ausgequetscht hat., Ich sagte gleich das ich Nicht zum Bund will etc. !! Kam dann nach 3 stunden zum arzt und der war so geil drauf und gab mir auf Wunsch T5!! Also ich hab da viel glück gehabt. :)... Viell. solltest du es auch so versuchen , weil was wollen die mit leuten die kein bock drauf haben? damit machen die sich nur selber ärger ;) ... Und wenn nicht --> google.de
     
  9. #8 24. Februar 2006
    Also, das Ding, das du schreiben sollst, heißt offiziell "Darlegung der Beweggründe" und ist ein ziemlicher Seelenstriptease.

    Die Begründung soll zeigen, wie du dazu kommst, daß dir dein Gewissen den Kriegsdienst verbietet. Es geht also um eine *Entwicklung*. Da darfst du alles auffahren, was als Begründung glaubhaft ist: Vielleicht die Erklärung der Eltern, warum du nicht mit Spielzeugpistolen spielen durftest. Erzählungen der Großeltern aus dem 2.Weltkrieg. Kriege und Konflikte, die du am Fernseher miterlebt hast (Irakkrieg, Afghanistan, Tschetschenien, die Liste ist ja leider lang genug). Auseinandersetzung mit entsprechenden Texten und Themen in der Schule. Christliche Erziehung.

    Wenn sich dir bestimmte Gefühle tief eingeprägt haben, solltest du das zum Ausdruck bringen. Vergiß nicht: Das Gewissen folgt *nicht* logischen Argumentationen!

    Was du klarmachen mußt ist: Mein Gewissen verbietet mir den Waffendienst. Kategorisch. Wenn ich gegen mein Gewissen handele, gehe ich daran kaputt.

    Überlege dir die Folgen des absoluten Tötungsverbotes deines Gewissens anhand folgender Situation: Es ist Krieg, du bist an der Front. Ein bewaffneter gegnerischer Soldat läuft auf dich zu/an dir vorbei. Tötest du ihn - gegen dein Gewissen? Oder läßt du ihn laufen? Und wenn er dann weiterläuft, um andere Soldaten zu töten, hättest du es nicht verhindern können, indem du geschossen hättest? Hast du dann nicht gewissermaßen die Schuld am Tode der anderen Soldaten, weil du den einen Soldaten nicht getötet hast?

    - Nur für den Fall, daß das bei dir zutrifft: Wenn du Mitglied in einem Schützen- oder Kampfsportverein bist oder falls du wegen einer Gewalttat vorbestraft bist, mußt du darauf eingehen. Und erklären, warum dein Gewissen dir jetzt trotzdem... und so weiter.

    Im Prinzip reitest du seitenweise auf demselben Thema herum. Es ist ein ziemlicher Krampf, das zu schreiben. Aber da mußt du durch.
    Viel Erfolg!

    Grüße
    wNb0o
     
  10. #9 24. Februar 2006
    Wie ist das eigentlich?

    Kann man zwischen Wehrdienst und Zivildienst wählen?

    Wenn man ausgemustert wird muss man kein Zivildienst machen oder muss man das trotzdem machen?
     
  11. #10 24. Februar 2006
    Nö, wenn man ausgemustert ist braucht man das auch nicht mehr machen!
     
  12. #11 24. Februar 2006
    Erst einmal ein großes DANKE SCHÖN an euch allen , waren einige gute Tips und Erläuterungen dabei , habe deshalb den meisten erstmal eine 10er gegeben.

    Meines erachtens könnte der Thread dann geclosed werden, habe meine benötigten Infos bekommen.




    MFG
    NEshaze
     

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