Sweeney und Carmack: Zukunft ohne oder mit Grafikkarten?

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 13. März 2008 .

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  1. #1 13. März 2008
    Sweeney: "Unreal-Engine 4 erscheint zuerst für die Über-Next-Gen-Konsolen."
    Tim Sweeney von Epic Games ist das Mastermind hinter der Unreal-Engine, John Carmack der Boss von id Software und Vater der Quake-Engine. Beide sprechen in aktuellen Interviews über 3D-Grafik und über die kommende Spielegeneration – und beide haben ganz unterschiedliche Meinungen über die Zukunft von 3D-Grafikkarten.


    Im Gespräch mit TG Daily gab Tim Sweeney einen Einblick in den Stand der Entwicklung der nächsten Version der Unreal-Engine: "Mit Version 4 haben wir exklusiv die nächste Konsolengeneration im Visier, also den Nachfolger für die Xbox 360 und Sonys Nachfolger für die PlayStation 3 - und wenn Nintendo eine Maschine mit ähnlicher Leistungfähigkeit baut, dann auch dafür. PCs folgen erst danach". Bereits seit einigen Jahren beschäftigt sich Sweeney als Einzelkämpfer mit der kommenden Technik und deren Konzept, gegen Ende 2008 will er drei bis vier Programmierer dafür ansetzen. In der Zwischenzeit arbeitet sein Team bei Epic Games daran, die Unreal Engine 3 weiter zu optimieren und beispielsweise physikalisch korrekt deformierbare Körperformen und zerstörbare Umgebungen einzubauen.

    Tim Sweeney äußert sich auch generell über Entwicklungen im Spielegrafikbereich. Er sieht die Zukunft darin, die insgesamt benötigte Rechenpower immer geschickter auf die – absehbar - steigende Zahl von Prozessorkernen auszulagern. Er sagt voraus, dass sich die Zeit der spezialisierten Grafikkarten, wie sie ATI und Nvidia anbieten, ihrem Ende zuneigt. "Es wird PCs geben, die über einen brauchbaren Level an Grafikfunktionalität verfügen, ohne dass Grafikhardware im System steckt. Die Grafikhardware wird ein VGA- und HDMI-Anschluss nach draußen sein, und das ist es dann". Sweeney glaubt, dass die Entwicklung im 3D-Bereich ähnlich verlaufen könnte wie bei den spezialisierten Soundkarten, deren Aufgaben inzwischen dank geschickter Ansteuerung durch die Software von der CPU übernommen werden. Diese Art von Ansatz hält Sweeney für flexibler.

    Das sieht id Softwares John Carmack - der derzeit am Endzeit-Actionspiel Rage und dessen id Tech 5 getaufter Engine arbeitet - ganz anders. Im Interview bei PC Perspective ist er froh über GeForce und Konsorten. "Ob diese tausend Dollar teuren Grafikkarten sinnvoll sind fürs Spielen, darüber kann man streiten. Aber sie sind wirklich gut für Entwickler: So haben die ein High-End-Ziel vor Augen, das drei Jahre später erhältlich ist", sagt er. Generell hält Carmack viel von der aktuellen, auf spezialisierten Grafikkarten basierenden Systemarchitektur und glaubt an deren Zukunft: "Ich halte es absolut für möglich, dass die nächste Generation an Highend-Grafik auf der gleichen Methode des Rasterizings basiert, wie wir sie heute verwenden, mit etwas mehr Flexibilität und zehnmal mehr Geschwindigkeit". Allerdings hält es auch Carmack - der lange Jahre Fan der offenen PC-Architektur war - für eine unbequeme Wahrheit, dass die Entscheidungen bei der Entwicklung von Computerspielen heutzutage auf Basis der Fähigkeiten der Konsolen getroffen werden.


    quelle: Golem.de
     

  2. Anzeige
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  3. #2 14. März 2008
    AW: Sweeney und Carmack: Zukunft ohne oder mit Grafikkarten?

    Interessant, interessant.

    Hoffe, dass sie recht behalten und die Grafikkarten aussterben.

    Denn dann wär es nur noch CPU, RAM, Mainboard, HDD.

    Dann gibt es auch nicht mehr das, "Zocker"-PC oder "Videobearbeitungs/Rendering"-PC.
    Weil dann kann man einfach auf Geballte Leistung der anderen Komponenten setzen, weil
    dann ohnehin keine "Dual/Quad-Core" kämpfe mehr zwischen Game- und "Videobearbeitungs/Rendering"-PC entscheidend sind, da bis dahin ohnehin jedes Spiel auf mindestens oder gar eine unbegrenzte Zahl an Cores optimiert werden kann, je nach Einstellung.

    Natürlich würden die CPU-Preise steigen. Doch durch das wegfallen der GPU würde man wieder mehrere hundert Euro sparen.

    Dann müsste man allerdings sehen, was mit den Arbeitsplätzen bei ATI und Nvidia passiert.
    Die werden aber sicherlich von AMD und Intel abgefangen, da diese dann in der Entwickelung noch schneller voran gehen werden, was wiederum sowohl Fluch als auch Segen ist.

    Segen:
    Schnellere PC´s.
    Schickere Spiele und bessere Anwendungen.

    Fluch:
    Kaufste heute eine CPU kommt 3 Monate später eine Version mit der doppelten Leistung heraus. (naja, ein wenig Übertrieben, doch ich denke, ihr wisst wo rauf ich hinaus will)
    Dazu werden die Systemanforderungen der Spiele verdammt schnell wachsen, wodurch Hardware noch schneller veraltet... naja...

    Ich erinnere mich immer gerne an die C64-Zeiten, als ein PC 10 Jahre lang aktuell war ;)

    Ich seh es schon kommen "Wir schreiben das Jahr 2020, Der erste "Einweg-PC" kommt auf den Markt" ;)

    Der GHZ-Wahn wird sicherlich niemals zum Stehen kommen.
    Selbst wenn wir vor einem 20.000 Core System Hocken und fotorealistische Animationen unsere Augen beglücken und das Komplette Universum physikalisch korrekt unsere Gehirnrezeptoren penetriert, werden wir dennoch irgendeinen Grund haben nach mehr Leistung zu Stöhnen ;)

    Naja, ich schweife doch arg ab ^^

    zurück zum Thema...

    Neben der "CPU/GPU"-Fusion wird es sicherlich irgendwann auch eine "HDD/RAM"-Fusion geben.
    Doch bis diese von Statten geht, wird die Erde noch so manche Runde um die Sonne drehen ;)

    naja...

    so weit so gut, soll die Zukunft nur kommen... ;)

    Peace
     

  4. Videos zum Thema
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