[Thema] Auf nach Südkorea

Dieses Thema im Forum "PC & Konsolen Spiele" wurde erstellt von hae?!, 16. August 2007 .

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  1. #1 16. August 2007
    Auf nach Südkorea

    Hallo zusammen,

    in einer einsamen, schlaflosen Nacht surfte ich mal wieder durch die Weiten des Internets und stieß auf eine sehr interessante Unterhaltung in einem Internetforum.
    Ich zitiere wörtlich.

    Mickelpower eröffnet einen Thread mit dem Titel „Clan erstellen! Wie?“ und braucht Hilfe, weil er einen Clan erstellen will, keine Ahnung hat was das ist, das aber wohl cool findet und hofft, nette Forenmitglieder zu finden, die ihm helfen.

    Hallo ich würde gerne einen clan aufmachen ! aber ich weiß nicht wie das geht könnt ihr helfen ? mit ein paar seiten wo ich tipps und informationen herbekomme ?

    Schon fast in Lichtgeschwindigkeit antwortete ein Mitglied des eigentlich fast leeren Forums, das auf den Namen crailcorp hört, nach 15 Minuten mit den Worten:

    kp ich hätt auch gern ein clan weiss auch nicht wie das geht wüsste wohl ein bisscehn mit htlm umzugehen aber weiss auch nicht wie ich den clan dann ins i-net stelle?

    Was folgt ist eine interessante Diskussion zwischen den beiden Mitgliedern. Es werden auch einige interessante Links genannt, über die man eine Homepage erstellen kann. Dass es bei einem Clan aber um noch mehr als eine Homepage geht, wird den beiden Mitgliedern des Forums wohl nie klar geworden sein. Zumindest ist dies mein Eindruck gewesen.

    Wir sind ja eigentlich eine Gruppe von Sportlern, die von anderen nicht akzeptiert wird. Viele Menschen verstehen unter Sport 'schweißtreibende körperliche Ertüchtigung', kein Wunder, dass wir uns nicht bei den Olympischen Spielen gegenüberstehen, obwohl unseren Sport mehr Personen ausüben, als dies bei den Kollegen des Eiskunstlaufes der Fall ist.
    Computerspiele werden eben in der Öffentlichkeit einfach nicht akzeptiert. Wir stehen als Amokläufer da, ich werde von Lehrern als potentieller Amokläufer gehandelt, weil ich zugebe, „Killerspiele“ zu spielen. (In dem genannten Fall gab es aber ein Disziplinarverfahren gegen den Lehrer…)

    Ich hoffe einfach auf die Zukunft, wenn ich und meine Generation eigene Kinder (er)zeugen werden. Wir werden wohl gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Kinder eine bessere Zukunft haben werden, als wir sie jetzt in der Gegenwart haben.
    Manchmal wünsche ich mir einfach, dass ich Koreaner sei.
    Die haben es dort in ihrem Land – zumindest was den eSport betrifft – viel einfacher.

    In Südkorea wurden über 200.000 Arbeitsplätze geschaffen, die mit E-Sport in Verbindung stehen und über 10 Millionen Südkoreaner verfolgen E-Sport. Finale der größten StarCraft-Ligen ziehen in Südkorea bis zu 100.000 Zuschauer an.

    Davon können wir in Deutschland natürlich nur träumen – und auf eine bessere Zukunft für unseren eSport-Nachwuchs hoffen.

    Eigentlich weiß ich nicht, was am eSport so cool sein soll. Wir werden von allen anderen gemobbt, beleidigt und nicht akzeptiert, so wie wir sind. Wenn wir einfach statt dem Strom aus der Steckdose selbst Strom durch einen Heimtrainer, auf dem wir sitzen und Fahrradfahren, erzeugen würden, würden wir rein theoretisch eine 'schweißtreibende körperliche Ertüchtigung' durchführen. Ich schweife aber die ganze Zeit schon vom eigentlichen Thema ab.

    Nach langem überlegen und einer ganzen schlaflosen Nacht (lag aber an meiner Angst vor Gewittern), bin ich der Meinung, dass ich eine Umfrage unter eSportlern machen sollte, was sie so cool daran finden, andere „Menschen“ am Computer zu töten. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, was daran cool sein soll! Das ist doch eklig und total krank! Die Jugend von heute weiß einfach nichts mit sich anzufangen. Sie sitzen den ganzen Tag zuhause rum und werden dadurch krank, dick und hässlich. Wir haben früher wenigstens draußen noch Ball(er)spiele gespielt!
    Von den eSportlern selber erwarte ich aber keine Antworten wie: „Ich mach es, weil es eklig und total krank ist, andere am Computer zu töten“.

    Was ich dann aber erfahren habe, hat mich schon erschüttert. Ich traf auf 11 jährige - die täglich über 4 Stunden Ego-Shooter spielen - die mir sagten, dass sie Computerspiele spielen, weil sie gerne andere abballern und auf virtuelles Blut stehen. Mich macht es nachdenklich, wie solch junge Leute in unserem modernen Staat an Spiele kommen, die nicht für sie geeignet sind. Dass ein Zusammenhang zwischen Übergewicht, schlechten Schulnoten und dem Spielen von Computerspielen besteht, sehe ich auch ein.
    Solche Personen, die 2. Weltkriegsspiele spielen, um ausschließlich die Atmosphäre des Kriegs zu spüren und den Krieg nachspielen wollen, bezeichne ich selber nicht als eSportler. So etwas ist krank und eklig.

    Ich habe auch ernste eSportler getroffen, die mir einige sehr interessante Antworten gaben. Viele antworteten, dass sie das Teamplay beim eSport sehr schätzen. Man trifft viele Leute, mit denen man sich z.B. „auf Voiceservern nicht nur über eSport und Computerspiele unterhalten kann, sondern auch über Dinge, die das Reallife betreffen“.Viele interessante Diskussionen habe ich selbst in meiner Zeit als aktiver eSportler erlebt. Ein Großteil betreibt den eSport, weil „das Zocken Fun macht“. Der „eSport ist geil“ antworteten mir viele, nachdem ich ihnen einige Fragen stellte, vor allem die Frage, was sie „cool am eSport finden“. Einige Spieler sind auch heiß auf die Erfolge: „Man kann sich mit anderen Spielern messen, so z.B. in Ligen der ESL oder auf Turnieren und Lans“, hörte ich von einem Spieler. Dieser sagte mir auch, dass er zwar „eSport als richtigen Sport sieht, da es alle Facetten eines Sports hat“, aber er Deutschland als „zu träges Land“ sieht und nicht denkt, dass der „eSport in Deutschland in nächster Zeit als eigenständiger Sport gesehen und vor allem akzeptiert wird“.
    Alle befragten eSportler antworteten auf meine Frage, ob „ein Zusammenhang zwischen Amokläufen und Computerspielen bestehen könnte“ mit einem klaren und lauten „Nein“. Sie finden, dass es sehr unwahrscheinlich ist, „dass ein Computerspiel in einem Menschen soviel Gewalt auslösen kann“, dass er „zu einer unmenschlichen“ und sehr „grausamen Tat“ bewogen werden kann.

    Irgendwie finde ich den eSport nach dieser kleinen Umfrage doch nicht eklig und total krank. Endlich verstehe ich, was so viele Menschen in Deutschland, auf der ganzen Welt und in Südkorea dazu bewegt, täglich stundenlang Computerspiele zu spielen. Viele haben auch den Wunsch, irgendwann einmal „in der EPS zu spielen“ und viel „Geld und Anerkennung“ durch den eSport zu kriegen. Viel Anerkennung und Geld kriegen Top-Spieler aus Südkorea auf jeden Fall durch ihren Sport. Dort gab es auch noch nie eine Diskussion, ob Computerspiele Amokläufe verursachen können oder krank machen. Dort wird dieser Sport einfach von allen akzeptiert und Gehälter von 230.000 US$ - 600.000 US$ gezahlt, um Top-Starcraft Spieler zu bezahlen.

    Also: Auf nach Südkorea!

    Hier ist dann noch einmal ein Artikel von mir. Viel Spaß damit! Es wird wieder um Rege DIskusion gebeten.
     

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  3. #2 16. August 2007
    AW: Auf nach Südkorea

    wow respekt.. ^^ naja sagen wirs so... ich sag es mal so bei esport kann sich halt mal jeder dazu erwähnen mitzumachen... in anderen sportarten muss man sich erst regional und so durchspielen und das dauert etlich lang zeit un in dem sinne ist es halt einfach ein wenig an status zu gewinnen von daheim aus... hab zwar noch nie selbst bei esports mitgemacht aber lan-partys sind immer gut und für mich ist das nicht sich das messen mit anderen spielern so toll sondern das miteinander mit kumpels zusammen eine schöne partie cs mal daddeln das is für mich einfach geil.. ^^
    mfg
    bw haste
     
  4. #3 16. August 2007
    AW: Auf nach Südkorea


    seh ich auch so
    bei online shootern wie ut oder rfom spiele ich auch lieber assault oder capture the flag etc..
    das teamplay is mir sehr wichtig...hab zwar bei rfom damit wenig erfolg, weil jeder nur an sich denkt, um an die flagge zu kommen etc aber egal

    ab und zu mal n deathmatch, um zu zeige, ja ich hab skill etc
    oder wie bei rfom die ranglisten spiele, um höhere ränge und auszeichnungen zu erhalten

    ausserdem ist sowas doch nicht verkehrt...fördert reaktion und die augen ;)
     
  5. #4 16. August 2007
    AW: Auf nach Südkorea

    http://www.youtube.com/v/IU-TDR316E4
    Der Typ wird gefeiter wie ein National-Held. Er ist auch "nur" ein Gamer wie wir eben. Aber die Frauen springen ihm hinterher wie als wäre er Leonardo DiCaprio. Hier wird man nicht so gefeiert, die geben Counterstrike die Schuld an zahlreichen Amokläufen, aber das will ich jetzt nicht groß an die Glocke hängen.
     
  6. #5 18. August 2007
    AW: Auf nach Südkorea

    Ich danke euch für eure netten Antworten ;) !!!
     
  7. #6 18. August 2007
    AW: Auf nach Südkorea

    Ich hab mal irgendwo gehört,dass die Starcraft Spiele bekannter sein sollen,als der President oder was die da haben.Die sind da die Stars schlechthin.
    Lasst uns alle zusammen nach Korea und da einfach Geld durch Computer spielen verdienen ;)
    MFG
    Tooom
     
  8. #7 18. August 2007
    AW: Auf nach Südkorea

    Schöner (und vor Allem selbstgeschriebener) Artikel =)
    Ich finde es gut, dass du auf Rechtschreibung achtest und anscheinend auch etwas recherchiert hast. Ein leichter Humor gibt dem Ganzen deine eigene Note.

    Weiter so!
     
  9. #8 18. August 2007
    AW: Auf nach Südkorea

     
  10. #9 10. September 2007
    AW: Auf nach Südkorea

    *time to Push*
     
  11. #10 10. September 2007
    AW: Auf nach Südkorea

    In Korea haben die einfach das Glück, dass da der e-Sport ganz anders gesehen wird und somit alles viel besser verbreitet und unterstützt wird. Die ganzen matches werden live im Fernseher übertragen, das ist genial!

    Dort bist du ein Held, wenn du gut bist, hier bist du einfach irgendein zocker, der halt ein spiel ziemlich gut spielen kann.
     
  12. #11 10. September 2007
    AW: Auf nach Südkorea

    super artikel!^^

    das mit den beiden die einen clan gründen wollen hat mir am besten gefallen^^

    also ich hab mein ticket schon gebucht =)


    MfG
    who
     

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