Tunnel-Katastrophe fordert neuntes Opfer

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von z3Ro-sHu, 18. September 2006 .

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  1. #1 18. September 2006
    Das Inferno vom Samstag im Viamala-Tunnel hat mehr Opfer gefordert, als bisher bekannt war. Am Montag erlag ein Mann seinen Verletzungen. Und in einem vollständig ausgebrannten Wrack sassen vier Personen - nicht, wie bisher angenommen, nur zwei.

    Der schwer verletzte Mann, der nach dem Unfall vom Samstag im Viamala-Tunnel kurz vor dem Südportal von den Rettungskräften geborgen und per Helikopter ins Spital nach Zürich gebracht worden war, ist am Montag seinen Verletzungen erlegen. Die Identität des Mannes ist noch nicht geklärt. Der schwere Unfall auf der San-Bernardino-Route hat damit neun Todesopfer gefordert.

    Mit dem grausigen Fund vom Morgen - in einem Wrack befanden sich 4, nicht wie angenommen zwei Passagiere - hat sich die Zahl der Todesopfer von sechs auf neun erhöht. Dass die beiden Leichen in dem vollständig ausgebrannten Wrack erst jetzt entdeckt wurden, ist durch die ungeheure Brandhitze und das fast vollständige Verbrennen der Leichname zu erklären.

    Eine schwerverletzte Person befindet sich weiterhin in einem kritischen Zustand, wie die Kantonspolizei Graubünden heute mitteilte.

    Kurz nach 13.00 Uhr am Samstag kam es in dem 742 Meter langen einröhrigen Tunnel bei Zillis zur fatalen Kollision. Ein Reisebus mit einer Eishockey-Mannschaft aus Bellinzona, der in Richtung Norden zu einem Spiel in die Ostschweiz unterwegs war, stiess vermutlich nacheinander frontal mit zwei entgegenkommenden Personenwagen zusammen. Ein Augenzeuge im Bus hält es für möglich, dass einer der beiden Personenwagen ein Rad verloren hatte.

    Sicher ist, dass die Unfallfahrzeuge rasch in Flammen aufgingen und dass es zu Explosionen kam. Den mehr als 70 Feuerwehrleuten, die von beiden Seiten mit Atemschutz zum Brandherd vordrangen, bot sich ein Bild der Verwüstung. Drei verkohlte Leichen lagen auf der Fahrbahn. Zwei Tote wurden bald in einem der Unfallfahrzeuge gefunden. Zwei weitere sind offenbar erst heute entdeckt worden.

    Quelle:20min.ch
     

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