Überschuldung vermeiden - auf diese Dinge sollten sie achten

Artikel von Carla Columna am 19. Januar 2022 um 14:33 Uhr im Forum Finanzen & Versicherung

Überschuldung vermeiden - auf diese Dinge sollten sie achten

19. Januar 2022    
Nicht wenigen Menschen fällt es schwer, den Überblick über ihre Finanzen zu behalten. Oft sind es auf vermeintliche Kleinigkeiten, die sich zu einem Kostenfresser oder sogar zu einer Schuldenfalle entwickeln können.

Beispiel: Für eine vergessene Rechnung müssen zuerst nur Mahngebühren und Zinsen bezahlt werden. Sollte die Rechnung dann jedoch immer noch nicht gezahlt werden, flattert irgendwann ein teurer Mahnbescheid ins Haus. Oft gehen solche Rechnungen auch zu Inkassobüros, die noch einmal unverschämt hohe Gebühren obendrauf schlagen. Eine Rechnung von ursprünglich vielleicht 20 Euro kann so schnell mehrere hundert Euro teuer werden.

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Hier ein paar Tipps wie man stets den Überblick über die eigenen Finanzen behält und nicht in die Schuldenfalle abgeleitet.



Kreditkarte und Dispo nur nutzen, wenn es nicht anders geht

Die Kreditkartenrechnung und der Dispositionskredit sind oft die Hauptgründe dafür, dass Menschen ihre Schulden nicht loswerden. Dabei sollten beide nur im Ausnahmefall genutzt werden. Wer ständig seine Einkäufe mit der Kreditkarte bezahlt, verliert leicht den Überblick.
Bei erfahrungenscout.de gibt es einen Überblick über die günstigsten Kreditkartenanbieter. Fakt ist: Die Kreditkartenrechnung kommt in jedem Fall. Nicht selten wird durch die Begleichung der Kreditkartenrechnung auch der Dispositionskredit in Anspruch genommen. Dann wird es teuer.



Die normalen Zinsen für einen Dispositionskredit liegen in der Regel deutlich über 10 % p.a. und für einen überzogenen Dispositionskredit sind 17 bis 18 % p.a. keine Seltenheit. Da die Zinsen jeden Monat auf den Schuldsaldo dazukommen, fällt es vielen schwer, wieder aus dem Dispositionskredit herauszukommen, weil die monatlichen Kosten schließlich weiterlaufen und oft die nächste Kreditkartenrechnung schon wieder ansteht. Mit Privatdarlehen in Deutschland zu vergleichsweise günstigen Zinsen kann der teure Dispokredit ausgeglichen werden und die finanzielle Situation entspannt werden. Von rollierenden Krediten, wie sie manche Kreditkartenanbieter offerieren, sollte man wegen der extrem hohen Zinsen übrigens ganz die Finger lassen.



Haushaltsbuch führen

Das beste Mittel sich einen Überblick über die eigenen Finanzen zu verschaffen geraten, ist ein Haushaltsbuch zu führen. In diesem werden auf der einen Seite alle monatlichen Einnahmen und auf der anderen Seite alle monatlichen Ausgaben eingetragen. Diese werden dann gegenübergestellt, um zu sehen, wie viel am Monatsende tatsächlich übrig bleibt. Wichtig bei den Ausgaben ist, dass auch wirklich alle Kosten eingetragen werden, also auch der Snack zwischendurch oder der morgendliche Kaffee auf dem Weg zur Arbeit. Es können auch unnötige Kostentreiber erkannt werden. Etwas Disziplin und ein kleiner täglicher Zeitaufwand sind also erforderlich, um das Haushaltsbuch sorgfältig zu führen. Nicht ist der Schreck nach dem ersten Monat des Führens eines Haushaltsbuches groß, nämlich dann schwarz auf weiß nachvollzogen werden kann, dass am Monatsende kein Geld übrig bleibt oder die Ausgaben sogar die Einnahmen übertreffen.



Auf unnötige Dinge verzichten und Sparen

Keine Schulden zu machen und zu sparen ist der Königsweg Überschuldung zu vermeiden. Die Frage, ob man auf den neuen Fernseher nicht noch ein paar Monate warten kann oder ob er wirklich mit der Kreditkarte oder mit dem Dispositionskredit bezahlt werden muss, muss erlaubt sein. Wer sich mit seinem Haushaltsbuch einen Überblick über seine finanzielle Situation verschafft hat, wird mindestens fünf bis sieben Posten finden, die eigentlich unnötig oder viel zu teuer sind. In Untersuchungen wurde festgestellt, dass jeder Haushalt in Deutschland rund 3.000 € im Jahr sparen kann, wenn eigentlich kaum genutzte Abos oder das Mittagessen im Restaurant weggelassen werden oder günstigere Versorger- oder Versicherungsverträge abgeschlossen werden. Das eingesparte Geld kann dann zum Beispiel in einen ETF angelegt werden und eine zusätzliche Rendite einbringen.
 

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