Überwachungskameras in Großbritannien: Nutzlos, die zweite

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 20. Januar 2008 .

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  1. #1 20. Januar 2008
    Dass die massive Videoüberwachung in Großbritannien praktisch keine positiven Folgen hat, wurde schon belegt - der "gefühlten" Sicherheit steht kein tatsächlicher Rückgang von Kriminalität gegenüber. Insofern überrascht es nicht im Geringsten, dass auch "asoziales Verhalten" durch die CCTVs nicht beeinflusst wird.

    Und das Statement kommt nicht etwa von Kritikern der Videoüberwachung, sondern aus kreisen, die dem Schönreden von Überwachungstechnik wenig verdächtig sind: Graeme Gerrard ist Chef der Videoüberwachungs-Abteilung bei der Association of Chief Police Officers ACPO. Und seiner Meinung nach bewirken die Kameras allenfalls an Orten etwas, wo potentielle Verbrecher mit ihrem Vorhandensein rechnen und ihre Aktivitäten entsprechend planen. Beides gilt jedoch nicht bei den Haupttätern, was Vandalismus angeht: denn diese sind in der Regel betrunken.


    Autodiebstähle auf videoüberwachten Parkplätzen würden laut Gerrard durch Kameraüberwachung zurückgehen (womit er vermutlich "sich an andere Orte verlagern" meint), im Fall von Vandalismus und asozialem Verhalten sei der Effekt jedoch gleich null.

    "Bevor Videoüberwachung Täter abschreckt, müssen sie wissen, dass die Kameras da sind. Und darüber nachdenken, dass ihr Tun möglicherweise Konsequenzen hat."

    Und Besoffene sind nun für alles mögliche bekannt, aber nicht für ihre herausragende Fähigkeit, sich rational zu verhalten. Weswegen sie sich auch wenig um Kameras kümmern.

    Entsprechend drastisch ist das Zeugnis, das Gerrard der Videoüberwachung ausstellt. In der Regel von den Kommunen gewünscht, werden CCTV-Anlagen installiert und enttäuschen dann regelmäßig die Erwartungen der Bevölkerung, die sich ruhigere und sicherere Straßen erhofft. Der Effekt auf Vandalismus und Trunkenheit in der Öffentlichkeit ist jedoch nicht vorhanden. "Sie (die Kameras) verhindern die meisten Straftaten nicht. Ich denke, sie (die Bürger) sind häufig fehlgeleitet in Bezug auf die tatsächliche Menge an Straftaten, die durch CCTV verhindert werden..."

    Woran Gerrards Organisation jedoch nicht ganz unbeteiligt ist: auch die ACPO hat in Stellungnahmen zur Videoüberwachung versprochen, eine "signifikante Verbesserung" der Beweislage bei Straftaten zu erzeugen.

    Die Wirklichkeit sieht einmal mehr anders aus. Das wird natürlich die einschlägigen Hardliner nicht daran hindern, weiter das Blaue vom Himmel zu versprechen, wenn Videoüberwachung erst flächendeckend im Einsatz ist. Wie gehabt: geht es um Überwachungstechnik, dann sind Fakten in der öffentlichen Debatte allenfalls störendes Beiwerk.


    quelle: gulli untergrund news
     

  2. Anzeige
    Dealz: stark reduzierte Angebote finden.
  3. #2 20. Januar 2008
    AW: Überwachungskameras in Großbritannien: Nutzlos, die zweite

    war ja nicht anderst zu erwarten
    dieser Überwachungswahn in letzter Zeit auf der Welt geht mir Tirisch auf den Senkel
    immer mehr wird überwacht und bringen tuts meist nich viel bzw nichts
    Ich find das man sich die Kameras sparen könnte und das Geld sinnvoller einsetzen könnte die ganze Technick wird bestimmt nicht zu wenig kosten
     

  4. Videos zum Thema
Die Seite wird geladen...
  • Annonce

  • Annonce