Uni Wien: Intensive Benutzung von Mobiltelefonen verdoppelt Tinnitusriskio

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 4. März 2008 .

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  1. #1 4. März 2008
    Die Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten in Wien untersucht seit 2003 die Auswirkungen intensiver Handynutzung auf den menschlichen Körper. Insbesondere soll geklärt werden, welchen Einfluss elektromagnetische Felder von Handys auf den Menschen haben. In Österreich leiden alleine 800.000 Menschen unter diesen Symptomen. Sie nehmen ständig ein Rauschen, Zischen oder Brummen wahr, leiden unter Schlafstörungen und Depressionen. Im ORF-Servicemagazin Konkret wurden kürzlich erste Ergebnisse vorgestellt: Bei Quasselstrippen ist das Risiko nach Aussage der Forscher doppelt so hoch an Tinnitus zu erkranken.

    Das Forschungsvorhaben wird als Eigenprojekt ohne jede Förderung von Handyanbietern durchgeführt, die an der Veröffentlichung solcher Ergebnisse natürlich kein Interesse haben können. Die Studie indes ist fertig und wird demnächst publiziert. Der Leiter des Institutes für Umwelthygiene der Uni Wien, Michael Kundi sagte gegenüber dem TV-Magazin Konkret:

    "Wir sind überrascht, unsere Ergebnisse zeigen, dass langjährige, intensive Handynutzung das Risiko verdoppelt, einen Tinnitus zu entwickeln. Es gibt für uns Zusammenhänge zwischen dem Tinnitus-Leiden und Anzahl und Dauer von Handy-Gesprächen".

    Er rät zu einem sorgsameren Umgang mit dem Handy. Vieltelefonierer sollten die Freisprecheinrichtungen stärker als bisher nutzen und wenn möglich auf das Festnetz zurückgreifen. Die Mobilfunkbranche reagierte auf die Studie verhalten. Alexander Maier, Geschäftsführer des Forum Mobilkommunikation sagte gegenüber dem ORF: "Eine Studie ist noch nicht der Weisheit letzter Schluß, es müßte weitere Untersuchungen geben".

    Die Wissenschaftler des Institutes für Umwelthygiene der Uni Wien sind davon überzeugt, dass andere Wissenschafter Folgestudien zur Wiener Studie erstellen werden. Das Gefährliche an der Krankheit ist, dass die Störgeräusche, die zunächst im Ohr entstehen später im chronischen Verlauf vom Gehirn selber produziert werden. Die psychologischen Folgeerscheinungen, die diese Krankheit nach sich ziehen können sind: Arbeitsunfähigkeit, Angstzustände, Schlafstörungen und Depressionen. Im Anfangsstadium kann versucht werden, der Krankheit mit einer Infusionstherapie mit unterschiedlichen Präparaten zu begegnen. Dessen Wirksamkeit ist aber in Fachkreisen stark umstritten.


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