US-Teenager: Fernsehen schlägt Web

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 6. Juli 2009 .

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  1. #1 6. Juli 2009
    US-Teenager: Fernsehen schlägt Web
    Teenager in den USA sehen mehr fern und surfen weniger lange im Web als der Bevölkerungsdurchschnitt. Sie sehen sich auch weniger Web-Videos an als ältere Nutzergruppen. Das Mobiltelefon gewann auch für den Medienkonsum in den Vereinigten Staaten rapide an Bedeutung.


    Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen, in der Ergebnisse aus mehreren aktuellen Umfragen zum Medienkonsum zusammengefasst sind, erfreuen sich die klassischen Mediensysteme Fernsehen, Radio und Kino nach wie vor großer Beliebtheit bei US-Teenagern. Die Internet-Nutzung vom stationären Rechner aus ist dagegen unterdurchschnittlich ausgeprägt, dafür wird der Netzzugang via Mobiltelefon zunehmend wichtiger.

    Entgegen gängiger Vorstellungen, nach denen die junge Zielgruppe der 13- bis 19-Jährigen die Fernsehschirme verlassen und sich ins Internet abgesetzt habe, sei der Fernsehkonsum der US-Teenager im Laufe der vergangenen fünf Jahre sogar noch gestiegen - um sechs Prozent auf insgesamt drei Stunden und 20 Minuten täglich. Zum Vergleich: Die Internet-Nutzung am PC beläuft sich laut den Nielsen-Zahlen vom 1. Quartal 2009 auf lediglich 23 Minuten pro Tag. Die monatliche Verweildauer im Internet belaufe sich in der Gruppe der 12- bis 17-Jährigen auf elfeinhalb Stunden, bei den 35- bis 44-Jährigen dagegen auf 42 Stunden und 35 Minuten.

    Wiederholungen im Web anschauen

    Im Mai 2009 nutzten die 12- bis 17-Jährigen im Durchschnitt insgesamt rund drei Stunden lang Online-Videos, bei den 18- bis 24-Jährigen waren es fünfeinhalb Stunden. Generell, so Nielsen, sei der vergleichsweise geringe Internet-Konsum der Teenager auf deren dicht gedrängten Zeitplan zurückzuführen. Anders als die jungen Erwachsenen würden sie auch noch nicht im Büro vor dem Rechner sitzen und dort neben der Arbeit auch Online-Inhalte konsumieren. Interessant sei auch das Ergebnis, dass die Hälfte der 1,2 Millionen Unique Visitors aus der Teenager-Altersstufe, die Videowebsites von TV-Sendern wie beispielsweise Hulu nutzen, diese lediglich dazu in Anspruch nähmen, um Sendungen nochmals anzusehen, die sie bereits kennen würden.

    Wichtig werde die mobile Nutzung von Videoinhalten. Teenager machten im ersten Quartal 2009 bereits 20 Prozent des gesamten Publikums für Online-Videoinhalte bei den Mobilfunkern aus, dabei bestehe der beliebteste Content aus Musikvideos. User Generated Content folge nach Comedyclips erst auf Platz drei. In den USA besitzen 77 Prozent der Teenager ein eigenes Mobiltelefon. Im ersten Quartal 2009 nutzten 83 Prozent der befragten 13- bis 17-Jährigen SMS, 56 Prozent MMS und 43 Prozent vorinstallierte Spiele. Mobiles Internet verwenden in den USA 37 Prozent der jungen Nutzer. Insgesamt liegen die USA im Nielsen-Ranking bei der Marktdurchdringung mobiler Internet-Nutzungsmöglichkeiten bei den 13- bis 17-Jährigen mit 37 Prozent hinter China (50 Prozent) auf Platz zwei - Österreich ist in der Studie nicht erfasst, Deutschland kommt auf sechs Prozent.

    Kino weiterhin beliebt

    Laut Nielsen gehen die US-Teenager häufiger ins Kino als alle anderen Altersgruppen. 32 Prozent der 12- bis 17-Jährigen sagten 2008, sie bevorzugten das Kinoerlebnis gegenüber dem Ansehen von DVDs und Online-Videos. Der durchschnittliche US-Teenager sah 2008 im Durchschnitt 10,8 Filme. Auch die Zeitung erfreut sich bei jungen Erwachsenen in den USA großer Beliebtheit, wie Nielsen unter Berufung auf Zahlen von Scarborough Research aus dem Jahr 2008 mitteilt: Immerhin 29 Prozent der 18- bis 20-Jährigen lesen täglich Zeitung. Auch das Radio sei für die Jugendlichen noch wichtig. 16 Prozent der Teenager weltweit hätten in einer Nielsen-Umfrage von 2008 das Radio als wichtigste Quelle für ihren Musikkonsum angegeben. Wichtigstes Gerät für den Musikkonsum ist allerdings der MP3-Player (39 Prozent), gefolgt vom heimischen PC (33 Prozent).

    Das Fazit der Nielsen-Marktforscher: "Teenager sind 'normal'." Das gewohnte Medienuniversum habe sich allerdings um die Sozialen Netzwerke ausgedehnt. Rund die Hälfte der US-Teenager bewege sich bereits auf Facebook. Allerdings würden sich diese "Eingeborenen" der digitalen Welt in ihrem Nutzungsverhalten insgesamt nicht allzu stark von Erwachsenen unterscheiden.


    quelle: futureZone
     

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