Verdeckte Kommunikation auf Glasfasern

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von Melcos, 11. Oktober 2006 .

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  1. #1 11. Oktober 2006
    Verdeckte Kommunikation auf Glasfasern

    Zwei Forscher der Princeton-Universität schlagen die Umsetzung eines aus der Funktechnik bekannten Übertragungsverfahrens auf ein neues Medium vor: Optical Code Division Multiple Access, kurz OCDMA, schafft auf Glasfasern, über die WDM-Signale (Wavelength Division Multiplexing) laufen, einen verdeckten Kommunikationskanal. Dazu schicken Bernard Wu und Evgenii Narimanov das zu übertragende Signal durch eine spezielle Optik (Gitter und individuelle Phasenmaske), die das Signalspektrum ähnlich wie bei DSSS aufweitet. Statt in einem schmalbandigen Lichtpuls mit hoher Amplitude steckt die Information nun in mehreren schwachen Komponenten, die auf den gleichen Wellenlängen wie die kräftigeren WDM-Signale liegen. Ein Angreifer kann das Gemisch nicht trennen, da ihm die zum Sender komplementäre Phasenmaske fehlt.

    Damit sich die WDM-Übertragungen und das versteckte Signal nicht übermäßig stören, muss letzteres deutlich langsamer arbeiten. Wu und Narimanov stellten in Simulationen fest, dass das Bitfehlerverhältnis (BER) des WDM-Kanals zunimmt, je stärker oder schneller das überlagerte OCDMA-Signal wird: Bei einem Leistungsverhältnis von 3 (OCDMA zu WDM) und einem Geschwindigkeitsverhältnis von 1/256 lag das BER des WDM-Signals bei 10-6, während das OCDMA-Signal etwa 10-4 erreicht. Verdoppelt man nun die OCDMA-Geschwindigkeit, klettert das BER des WDM-Signals auf 10-4. OCDMA soll auch über mehrere analoge Auffrischverstärker in einer längeren Glasfaserstrecke hinweg funktionieren, doch spätestens am ersten digitalen Regenerator ist Schluss.

    Quelle: heise.de
     

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