Warum verlagert Russland Kriegsgerät an die Grenze zu Nordkorea?

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von in.spider, 21. April 2017 .

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  1. #1 21. April 2017
    Russland verlegt Berichten zufolge Kriegsgerät in den Osten, möglicherweise an die Grenze zu Nordkorea. Kremlsprecher Dmitri Peskow wollte dies am Freitag in Moskau weder bestätigen noch klar dementieren. Die Frage von Truppenverschiebungen innerhalb Russlands werde nicht öffentlich diskutiert, sagte er russischen Agenturen zufolge.

    Medien in Russlands hatten mögliche Truppenverlegungen in den äußersten Südosten des Riesenreichs mit dem schwelenden Konflikt zwischen Nordkorea und den USA um neue Raketentests in Verbindung gebracht. Russland trennt eine 20 Kilometer lange Grenze zu Nordkorea.

    Zug transportiert Panzer nach Osten:


    Wie Russland zum Diktator Kim steht ist nicht klar, und auch nicht an wen sie damit ein Statement abgeben wollen. An die USA das man Nordkorea unterstützen würde? Oder an Kim, der seine Drohungen mit weiteren Raketentests sein lassen soll, weil Trump kein passiver Stratege ist sondern gerne schnell Handelt und ein Konflikt auch für Russland ungünstig wäre, da im Osten die großen Ölproduktionen sind, welche das ganze Land finanzieren müssen, durch den Verkauf von Öl und Gas nach China.

    Oder Trump und Putin haben nur eine Show gegeben für Kim und arbeiten eigentlich zusammen, und wollen die immer gefährlichere Diktatur dort beenden.

    Viel Platz für Spekulationen.
     

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  3. #2 22. April 2017
    Wenn ich mir die russischen Medien so anschaue, dann befürchten die einen Präventivschlag gegen Nordkorea.

    Warum? Ganz einfach, weil der Westen dann eine direkte Verbindung an russisches Festland im Osten hat und das ein geopolitsch interessanter Ort ist.

    So heißt es: "Das würde zu einer wahren humanitären Katastrophe führen, bei der zahllose Zivilisten den Tod finden würden."
    Allerdings ist Nordkoreas Raketentechnik nicht sehr gut und die Abwehrsysteme des Westens extrem gut. Das Risiko für Japan ist sehr gering, die Entfernung ist groß und ein Abfangen von Raketen damit einfacher.

    Südkorea würde immer Schaden nehmen, da die Länder und deren Armee unmittelbar aufeinander Treffen. Sicher ist es dem Diktator zu zutrauen das er Atombomben auf die "Brüder" werfen würde. Immerhin foltert er sein eigenes Volk und ist in keiner weiße auch nur irgend wie daran interessiert sich zu öffnen oder einen neuen Weg zu gehen.

    Ich kenne die desolaten Zustände in Osteuropa und Russland und die sind schon erschreckend, wenn man die Menschen (Gesichter) auf der Straße sieht und das Leben dort, es wirkt trist und traurig aber immer noch 1000 mal besser als das was Millionen Nordkoreaner Tag täglich erleben müssen. Sie hungern für den Diktator und ihr Stolz basiert auf einer Lüge, das es dem Westen angeblich viel schlechter gehe.

    Soll die USA und der Westen warten bis Nordkorea zu einer ernsten Bedrohung wird?
    Als Europäer könnte uns das egal sein, denn Nordkorea hat eigentlich keinen direkten Konflikt mit "Uns" zudem sind wir weit weg. Ein Konflikt hätte für Europa also nicht unbedingt einen Vorteil und birgt immerhin auch Risiken.

    Südkorea dürfte sicherlich auch nicht erfreut sein. Sieht aber auch die wachsende Gefahr in der Zukunft.
     
  4. #3 22. April 2017
    Aus meiner Sicht versucht Russland sich vor einer Invasion zu schützen. Nordkorea hat nicht viel entgegenzusetzen und ist ein leichter Gegner für die Westmacht USA. Der USA gehen langsam die Lichter aus und jetzt heisst es: alles oder nichts. Hätte Europa ein wenig Selbstbewusstsein hätten wir vieles verhindern hätten können. Jetzt gilt es bald ob Europa, also wir, endlich die Faxen dicke haben und etwas gegen die Kriegstreiberei tun und uns wehren!.
     
  5. #4 22. April 2017
    Zuletzt bearbeitet: 22. April 2017
    Der USA geht es momentan recht (zu) gut hab ich das Gefühl. Die Rohstoffversorgung bzw Öl ist gesichert und die Preisgebung liegt ebenfalls in deren Hand. (Wovon Europa auch profitiert) Lediglich das Problem der Produktionsverlagerung nach Fernost und das damit entstehende Handelsdefizit sind ein Problem (zumindest glaubt Trump das, in Wahrheit sichert deren billige Arbeit den Zuckerbrot Konsum - er hat nicht verstanden das solche Arbeitsplätze in entwickelten Ländern nicht mehr funktionieren bzw nicht zahlbar sind vom Endkunden. Trump will nicht wahr haben, das ein Systemwandel nötig wird. Er lebt in der Vergangenheit mit Öl und Kohle und meint man könnte ewig an die blühenden Zeiten anknüpfen wenn man nur alles zurückdreht... ). (Betrifft aber auch alle anderen Länder) Russland ist also keine Konkurrenz weder bei Arbeitsplätzen noch wirtschaftlich. Deutschland und USA stehen da viel stärker im Konkurrenzkampf, wenn nicht sogar am stärksten von allen Ländern.

    Eine Invasion in Russland ist völlig ausgeschlossen. Es besteht nach wie vor kein Flächendeckender Abwehrschirm, das wäre einfach nur Unsinn und es würde keinen Nutzen bringen wenn alles zerstört ist. Ein Krieg macht nur dann "Sinn" wenn der Angreifer überlegen ist und damit die eigenen Schäden deutlich geringer ausfallen, so dass sich hinterher noch ein Vorteil ergibt.

    Ich bezweifle auch das Russland sich Einmischen würde, meines Wissens bestehen keine offiziellen Bündnisse. Ich denke eher das Russland zeigt wir sind auch noch da. Und das ist auch gut so. Denn das ist ebenfalls ein Wink an Kim... das er seine Drohungen rückschrauben soll.

    Zumal ist jedem Land klar, wenn ein Krieg ausbricht sind zwar alle Verlierer aber besonders alle die, die nicht USA+Japan+NATO heißen. Deshalb dürfte wohl weiterhin klar sein wer das sagen auf der Welt hat. Und Trump wird im Gegensatz zu seinen Vorgängern nicht zögern das jedem noch mal klar zu machen.

    Europa drängt deshalb glücklicherweise auf diplomatische Lösungen. Nur leider sind diese manchmal langwierig und anstrengend und führen nicht immer zum Ergebnis.
     
  6. #5 30. April 2017
    Vergiss nicht die Grenze zu China, zwei Fliegen mit einer Klappe wären es dann.

    Nordkorea hat eine der größten Armeen der Welt. Auch wenn diese technisch nicht auf den neuesten Stand ist, wäre ein Krieg mit hohen Verlusten verbunden.

    Wie gut, dass die US Regierung derzeit kein Interesse an (offiziellen) Gesprächen hat.
     

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