Was kommt nach Vista: Microsoft patentiert Bezahlung per OS-Modul

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von xxxkiller, 2. Februar 2007 .

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  1. #1 2. Februar 2007
    Die Verwirrung, welche Windows-Variante a) was kann und b) wieviel kostet, könnte bei kommenden Versionen einen Tick einfacher (und gegebenenfalls teurer) werden. Ein entsprechendes Patent hat Microsoft eingereicht: ein OS, zu dem man - DRM-kontrolliert - einzelne Module bis hin zur Unterstützung eines weiteren RAM-Riegels - einzeln kaufen darf bzw. muss. WGA, the next Generation?

    Patentiert hat Microsoft unter der Nummer 20060282899 ein

    "Betriebssystem und eine Methode, ein Modul für Kernfunktionalität sowie ein oder mehrere Add-On-Module zu integrieren, wodurch die Anpassung des Betriebssystems ermöglicht wird. Add-On-Module können Unterstützung oder erweiterte Funktionalitäten des Rechners anbieten, mit inbegriffen Hardware, Anwendungen, Peripherie und Support. Eine digitale Signatur zur Bestätigung der Integrität der Module kann vor der Installation überprüft werden. Eine Zertifizierung kann zur Prüfung dienen, op die Installation des Add-On-Moduls erlaubt ist. ... Digitales Rechtemanagement kann dazu verwendet werden, die Einhaltung der Lizenzbestimmungen von Add-On-Modulen zu gewährleisten."

    Modular lizenziert werden kann anschliessend laut Patent-Text Netzwerkunterstützung, Internetzugang, USB (jeweils einzelne Geräte) bis hin zur Speichererweiterung - patentiert wird auch

    "...Das OS aus Punkt 1, wobei das OS weiterhin ein Speicheraktivierungsmodul beinhaltet, wobei mindestens ein Add-On-Modul mit dem Speicheraktivierungsmodul kooperiert, um den Gebrauch zusätzlichen Speichers zu erlauben."


    Deutet sich hier an, dass kommende OS-Varianten aus dem Hause Microsoft je nach gewünschter/verwendeter Hardwareausstattung modular gekauft und bezahlt werden soll?

    Ähnliche Regelungen gelten für manche Großrechnersysteme: Lizenzen, die beispielsweise pro verwendetem Prozessor erworben werden. Insofern mag die eingereichte Patentschrift auch nur der Absicherung Microsofts gegen Wettbewerber und möglichen Patentklagen dienen und ansonsten im Giftschrank bleiben. Experten prognostizierten hingegen schon mehrfach, dass Vista das letzte OS seiner Art aus dem Haus Microsoft werden dürfte und die Zukunft hingegen in immer stärker webbasierten Diensten läge. Diese Diskussion ist vermutlich so alt wie die Thin vs. Thick Client-Debatte - mit dem eingereichten Patent scheint Microsoft jedoch für alle Möglichkeiten der Zukunft gerüstet.

    Quelle: gulli.com


    Technik hinter "Windows Anytime Upgrade" zum Patent angemeldet

    Microsoft hat in den USA die Technik hinter seinem "Windows Anytime Upgrade" zum Patent angemeldet. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, Betriebssystemerweiterungen als Module nachzureichen. Integriert ist dieses Verfahren mit einem System zur digitalen Rechteverwaltung (DRM), um so nicht autorisierte Module zu verhindern.


    Mit dem "Windows Anytime Upgrade" hat Microsoft eine Technik in sein neues Betriebssystem Windows Vista integriert, mit der Anwender den Funktionsumfang modular erweitern können. So ist darüber beispielsweise der Wechsel von Vista Home Premium zu Windows Vista Ultimate möglich. Aber auch andere, kleinere Funktionserweiterungen sind über Anytime Upgrade möglich und damit aus Microsofts Sicht ein wichtiger Teil des Betriebssystems. Denn schließlich lassen sich so Erweiterungen hinzufügen, ohne eine neue Betriebssystem-Version zu veröffentlichen.

    Die Technik dahinter hat Microsoft im Juni 2005 als Patent angemeldet, das nun auf seine Annahme wartet. Unter der Überschrift "System and method for delivery of a modular operating system" beschreibt Microsoft darin den Aufbau eines modularen Betriebssystems mit der Integration von digitalem Rechtemanagement.

    Module können laut Microsofts Patentschrift Erweiterungen wie Hardware-Unterstützung, aber auch Applikationen sein. Dabei kann eine digitale Signatur genutzt werden, um die Berechtigung des Moduls zu prüfen, d.h. Microsoft hat die Möglichkeit, Erweiterungen von Drittanbietern via DRM im Windows-Kernel zu verhindern. Ein nicht von Microsoft autorisierter Hardware- oder Peripherie-Treiber ließe sich so unter Umständen nicht installieren. Aber auch die Möglichkeit, Geld für solche Erweiterungen zu nehmen, ergibt sich aus der Verbindung mit einem DRM-System.

    Allerdings ist fraglich, ob das Patent zugelassen wird, gilt doch das Prinzip "Prior Art". Eine bereits vor der Patentanwendung vorhandene Technik lässt sich also nicht mehr patentieren und die Idee, ein Betriebssystem über Module zu erweitern, ist bei weitem nicht neu. Auch unter Linux beispielsweise lassen sich Hardware-Treiber in Form von Kernel-Modulen nachträglich hinzufügen, ohne dass der komplette Betriebssystemkern erneuert werden muss. Hier wird jedoch auf eine Lizenzüberprüfung mittels DRM verzichtet, was natürlich einen Unterschied darstellt. Andererseits hat sich in der Vergangenheit auch schon gezeigt, dass das US-Patentamt Anträge zugelassen hat, bei denen Prior Art hätte greifen müssen.

    Quelle: golem.de
     

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  3. #2 2. Februar 2007
    AW: Was kommt nach Vista: Microsoft patentiert Bezahlung per OS-Modul

    Heisst das, das ich ein Betriebssystem in der Zukunft zugeschnitten auf die Hardware kaufe und dann, wenn ich meine Hardware aufmotze, drauf zahlen muss?!

    Wenn Microsoft das wirklich durchzieht, werd ich mich nach nem anderen Betriebssystem umsehen... MacOS zb... -_-
     
  4. #3 2. Februar 2007
    AW: Was kommt nach Vista: Microsoft patentiert Bezahlung per OS-Modul

    Die werden auch immer dreister! DRM für Hardware? Wenn das tatsächlich der Fall ist werden Alternative Betriebssysteme wohl total aufblühen. Ich zumindest wäre nicht bereit für Hardware, die einem sowieso nicht gerade billig angeboten wird, nach dem Einbau nochmals zu bezahlen. Wenn das MS tatsächlich sowas in der Art plant würde ich gerne mal den Sinn des ganzen verstehen. Geld hat Gates doch so oder so schon in Massen und nen benutzerfreundlichen Kopierschutz würde ich das auch nicht gerade nennen. MS = Sinnfrei.... :rolleyes:
     
  5. #4 2. Februar 2007
    AW: Was kommt nach Vista: Microsoft patentiert Bezahlung per OS-Modul

    Von mir aus können die machen was sie wollen, man muss es ja nicht benutzen. Gegen diese ganzen Kontrollsachen bin ich aber dagegen.

    Aber sicherlich kommt das nicht so schnell, denn bis das Bugfrei läuft...
     
  6. #5 2. Februar 2007
    AW: Was kommt nach Vista: Microsoft patentiert Bezahlung per OS-Modul


    Blöd, das Gates damit nichts mehr zu tun hat. Er trägt nur noch die Rächte von MS. Die Spitze hat er schon längst jemand anderem übertragen.
     
  7. #6 3. Februar 2007
    AW: Was kommt nach Vista: Microsoft patentiert Bezahlung per OS-Modul

    Also ich kenn das von verschiedenen Software das die auf bestimmte Hardware laufen oder auch nur mit einem USB Dongle lauffähig sind. Aber das man es gleich mit einem Betriebssystem vorhat. Finde ich echt eine Frechheit!!! Wo kommen wir denn hin, wenn es so weiter geht in der IT Branche.
     

  8. Videos zum Thema
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