Website für Regimegegner sieht sich vom BND verfolgt

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 23. Dezember 2008 .

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  1. #1 23. Dezember 2008
    Website für Regimegegner sieht sich vom BND verfolgt

    In einer Mitteilung auf seiner Website erklärt die anonyme Plattform für regierungskritische Veröffentlichungen, Wikileaks, der Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes Ernst Uhrlau habe mit unmittelbaren rechtlichen Schritten gedroht, wenn die Website nicht ihre Artikel über den BND entferne. Uhrlau habe bereits die Rechtsabteilung des BND auf die Sache angesetzt.

    Wikileaks hatte zuletzt einen Artikel des Journalisten Tom Burghardt veröffentlicht, in dem dieser behauptet, die drei im Kosovo im Zusammenhang mit einem Bomben-Attentat festgenommen BND-Mitarbeiter hätten ein Laptop bei sich gehabt, durch dessen Beschlagnahmung die Namen ihrer Informanten in die Hände des als korrupt geltenden Kosovo-Regimes gelangt seien. Außerdem gehe es um Artikel über den Schäfer-Bericht und Manipulationen seitens des Geheimdienstes im Internet.

    Wikileaks ist eine Website, auf der im Prinzip jeder ungeprüft und anonym Beiträge einstellen kann. Sie orientiert sich an Wikipedia, wobei man sich dort von den Whistleblowern abgrenzt: "Wikileaks führt keinerlei Prüfung der auf ihrer Homepage veröffentlichten Dokumente durch, womit deren Echtheit nicht gesichert ist."

    Im Frühjahr 2008 wurde Wikileaks wegen Veröffentlichung interner Bankdaten von der Schweizer Bankengruppe Julius Bär verklagt, die die Klage aber kurz darauf wieder zurückzog.


    quelle: heise online
     

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