Welche Spiegelreflex für den Einstieg?

Dieses Thema im Forum "Grafikdesign und Fotografie" wurde erstellt von Snick77, 24. Oktober 2011 .

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  1. #1 24. Oktober 2011
    Moin zusammen,

    ich war vor ein paar Wochen (ein Glück nicht gerade jetzt) im Thailand Urlaub und habe nun zu Hause festgestellt, dass ich mit den Fotos meiner Digitalkamera einfach nicht mehr zufrieden bin.

    Ich möchte jetzt lieber ein wenig Kohle investieren und mit einer Spiegelreflex rumprobieren, damit die Urlaubsbilder beim nächsten mal auch ordentlich werden.

    Ich bin allerdings absoluter Neuling auf diesem Gebiet - weshalb ich auch eine Einstiegskamera suche, die dennoch ordentliche Bilder macht und nicht nach einem Jahr schon durch eine teurere Cam abgelöst wird.

    Des Weiteren wäre ein Fisheye super, habe aber gehört, dass man da auch einen kostengünstigeren Konvertor nehmen kann!?!

    Zwei Kumepels von mir, die Ahnung von Kameras haben, empfehlen mir beide eine Nikon. Was sagt ihr dazu?

    Welche Kamera würdet ihr mir empfehlen?

    Dankesehr!
     

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  3. #2 25. Oktober 2011
    AW: Welche Spiegelreflex für den Einstieg?

    Im Prinzip solltest du, meiner Meinung nach, zwischen Nikon oder Canon entscheiden. Es gibt durchaus auch andere gute Firmen, die beiden "Großen" bieten aber mit Abstand die größte Vielfalt an Zubehör/Objektiven und im Zweifelsfall auch den besten Wiederverkaufswert.

    Persönlich bin ich Nikon Fan und Benutzer, dass macht Canon aber natürlich nicht wirklich schlechter oder weniger empfehlenswert. Bei dieser Entscheidung solltest du in erster Linie darauf achten, was sich für dich besser anfühlt und womit du schneller "warm wirst".

    Am besten in ein Foto-Geschäft gehen und mit den Geräten rumspielen. Dann sollte die Entscheidung ein ganzes Stück einfacher werden. (Außer natürlich es gibt konkrete Gründe für die eine oder andere Marke, z.B. jemanden in der Familie mit entsprechenden Objektiven etc.)

    Grundsätzlich und das ist jetzt mit Sicherheit ein bisschen vereinfacht dargestellt, kann man sagen: Canon ist bei Videos vorn, Nikon vielleicht bei normalen Bildern (Stills). (Zumindest im niederen Preissegment, wobei auch gerade dort die Unterschiede zwischen den Marken noch viel kleiner sind.) --> Bitte jetzt nicht darüber streiten, ok? ;)

    Wenn du dich dann entschieden hast, würde ich bei Nikon die D3100 (ca. 450EUR im Kit) (D5100), bei Canon die 1000D (ca. 400EUR im Kit) oder, wenn es bisschen mehr Geld sein darf, die 550D - respektive Nikon D5100 - empfehlen.

    Bezüglich Fisheye: Es gibt da billige Möglichkeiten, die werden dich aber, wenn du auf Qualität wert legst, wohl kaum befriedigen.

    Grundsatzregel: Lieber mehr Geld in Objektive als in die Kamera investieren!
     
  4. #3 25. Oktober 2011
    AW: Welche Spiegelreflex für den Einstieg?

    ich würde dir auch nikon empfehlen hab eine d60
    und bin immernoch zufrieden damit...
    nachteil von nikon sind die teuren objektive (gibt aber auch ganz gute zweit-firmen)
    nachteil von canon meinermeinung nach nich so tolle quali wie nikon

    wenn du nur urlaubsbilder machen wilst solltest du dir überlegen obs nich ne normale diggicam auch tut oder n hybrid ;)
    is handlicher und wenn du keine ahnung hast kannst du es am anfang mit ner dslr auch jud verkacken :D

    mein fav is die d700 bzw d3 :thumbsup:

    PS: ich nehm falls ich mal ein fisheye-effeckt brauche photoshop cs5 ^^-
    würde dir erstmal ein 18-200mm objektiv empfehlen
    ne sonnenblende
    nen uv-filter
    n stativ
    und nen reflektor
    wenn du dann noch zuviel geld hat ein makro-objektiv + fisheye
     
  5. #4 25. Oktober 2011
    AW: Welche Spiegelreflex für den Einstieg?

    Vielen Dank erst mal an euch beide!

    Nikon war sowieso mein Favorit, da ich die Videofunktion höchstens zum ausprobieren nutzen werde.

    Das mit den Objektiven habe ich auch schon öfter gehört, leider kenne ich mich damit so gar nicht aus (weiß z.B. nichtmal was die Brennweite macht:lol: )
    Kennt ihr da zufällig eine Seite, wo das alles leicht verständlich erklärt ist?

    Werde dann demnächst mal in ein Fotogeschäft gehen und mich beraten lassen...
     
  6. #5 25. Oktober 2011
    AW: Welche Spiegelreflex für den Einstieg?

    http://www.fotolehrgang.de/


    ich rate zudem von einem megazoom objektiv (18-200mm) ab. kauf dir lieber 18-55 und dann 55-200/250
     
  7. #6 25. Oktober 2011
    AW: Welche Spiegelreflex für den Einstieg?

    Alternativer Plan, was du anschaffen könntest. (Nikon, da ich hier entsprechende Erfahrung habe)

    Nikon D3100 Body - 350EUR
    Nikon 35mm 1.8 DX - 200EUR ; Super Festbrennweite für den Preis!
    Sigma 18-200mm - 180-200EUR ; Nicht wirklich toll, aber für den Anfang ok und später gut ersetzbar

    Alternativ natürlich das normale Kit aus D3100+17-55mm+50-200mm oder vielleicht auch das D3100+18-105mm Kit. (550EUR)

    Wenn du des Englischen mächtig bist:
    Beginners | Fro Knows Photo
    Tolle Tipps und kleine Tutorials!
     
  8. #7 25. Oktober 2011
    AW: Welche Spiegelreflex für den Einstieg?

    Also die beiden Seiten werde ich mir auf jeden Fall mal angucken, danke dafür.

    Danke auch für die ganzen Typs, zu den Objektiven, nur leider hab ich keine Ahnung was mir die Zahlen sagen wollen :lol:
     
  9. #8 25. Oktober 2011
    AW: Welche Spiegelreflex für den Einstieg?

    bei dslr gibts eigentlich einen grundsatz:
    Kauf den body der dir gefällt... die fotos macht das objektiv...
    der body muss deinen anforderungen gerecht werden... bedienung, handling , extras der ganze schnickschnack halt...

    naja und bei den objektiven kommts halt drauf für was du sie hauptsächlich benutzt...

    DSLR-Forum

    hier gehts weiter
     
  10. #9 25. Oktober 2011
    AW: Welche Spiegelreflex für den Einstieg?

    Nikon baut tolle Kameras aber eine Canon würde ich mir wirklich nicht kaufen. Canon Kameras in meiner Preiskategorie sind einfach zu schlecht verarbeitet. Ich bin Pentaxianer und recht zufrieden. Schaue dir vllt mal die K-x an. Mit internem Bildstabilisator und noch ein paar anderen finessen, die keiner der großen Hersteller bietet.

    Ein weiter Kaufgrund für Pentax sind die guten und im Wert konstanten Objektive.

    MfG
    TF
     
  11. #10 25. Oktober 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. April 2017
    AW: Welche Spiegelreflex für den Einstieg?

    Ganz kurze und minimale Erklärung:
    Jedes Objektiv hat zwei Kerneigenschaften, die Brennweite und die Blende.

    Die Brennweite gibt, einfach gesagt, an, wie nah oder fern das Bild ist. Die Brennweite wird in Millimetern angegeben. Je kleiner die Brennweite, desto stärker ist der Weitwinkel, je größer, desto größer ist der Zoom. Es wird unterschieden zwischen Festbrennweiten und Zoom-Objektiven. Eine Festbrennweite besitzt eine bestimmte, nicht zu ändernde, Brennweite. (z.B. 35mm) bei einem Zoom-Objektiv lässt sich die Brennweite ändern. (z.B. 18mm - 55mm)

    Die Blende wird meist als Dezimalzahl angeben. (z.B. f/1.8) Die Zahl gibt an, wie weit das Objektiv geöffnet werden kann. Stell dir einen Kreis mit einer Öffnung vor, die größer und kleiner werden kann. Je größer die Blendenzahl (z.B. f/9), desto kleiner die Öffnung im Kreis, desto weniger Licht fällt auf den Sensor. Je kleiner die Blendenzahl (z.B. f/1.8), desto größer ist die Öffnung, desto mehr Licht fällt auf den Sensor.

    blende.jpg
    {img-src: //www.michaelbrauer.de/wp-content/uploads/2011/06/blende.jpg}

    (MichaelBrauer Photography)

    (Der Spaß mit der Blende wird dann interessant, wenn es um Schärfe/Unschärfe in Bildern geht bzw. um Helligkeit) - Grundsatz: Objektive mit kleinen Blendenzahlen sind besser und teurer

    So ließt sich die Bezeichnung eines Objektives:

    AF-S NIKKOR 24-70 mm 1:2,8G ED

    AF-S
    steht für den Typ des Objektives, in diesem Fall ein modernes Autofokus-Objektiv (Bezeichnung von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich)
    NIKKOR ist die Herstellerbezeichnung, in diesem Fall eben Nikon
    24-70 mm ist die Brennweite, in diesem Fall also zwischen 24mm und 70mm
    1:2,8G gibt die Blendenzahl an, in diesem Fall liegt eine durchgehende Blende von f/2.8 vor. Oft stehen hier zwei Zahlen, das heißt, die maximale/minimale Blende ändert sich je nach Brennweite
    ED Herstellerabhängige Bezeichnung, in diesem Fall "Extra-low Dispersion"

    Anderes Beispiel, diesmal Canon:

    Canon EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM

    Canon, 15mm - 85mm Brennweite, bei 15mm ist die maximale Blende f/3.5 - bei 85mm ist die maximale Blende f/5.6, das Objektiv besitzt einen Bildstabilisator (IS) und einen Ultraschallmotor (USM).


    Ps.
    Die Pentax K-x hatte ich auch schon in der Hand, schöne Kamera, wenn man damit leben kann, bei einem der "kleineren" Hersteller zu sein.
     
  12. #11 26. Oktober 2011
    AW: Welche Spiegelreflex für den Einstieg?

    wow, super Erklärung. Vielen Dank!

    Welches sind denn so die Durschnittlichen Werte für Brennweite und Blende bzw welche sind für einen Anfänger ausreichend?
     
  13. #12 27. Oktober 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. April 2017
    AW: Welche Spiegelreflex für den Einstieg?

    Das ist eine wirklich schwere Frage.

    Eine kurze technische Anmerkung: Es gibt DSLRs mit Crop-Faktor. Das heißt, dass sich aufgrund der Sensorgröße die Brennweite ändert. (Bei Nikon nennt sich der Spaß DX für Crop, FX für Vollformat) -> Die günstigen Kameras sind meist DX (Crop)

    Wichtig wird das, wenn man Brennweiten vergleicht, eine Nikon DX Kamera führt nämlich dazu, dass die Brennweite mit ca. 1.5 multipliziert wird.

    In der Praxis bedeutet das: Ein 35mm Objektiv hat an einer FX Kamera 35mm, an einer DX Kamera hingegen 52mm. (Abgesehen von speziellen DX Objektiven, die den Faktor schon verrechnet haben)

    Die sogenannte Standardbrennweite liegt bei ungefähr 50mm und entspricht in etwa dem Bild deines Auges. (Also weder zoom noch Weitwinkel)

    Für den Anfang sind die Brennweiten der Kit-Objektive ganz gut. Meistens ist das ein 18-55mm, also leichter Weitwinkel bis hin zu leichtem Zoom. (Die Blende liegt hier meist irgendwo zwischen f/3 und f/6)

    Du musst aber bedenken, dass du mit einem solchen Objektiv niemals in die Zoom-Regionen kommst, die eine kleine Kompakte macht. Dafür brauchst du dann ein anderes Objektiv. Persönlich denke ich, dass 200mm an einer Crop-Kamera für so ziemlich alles reichen, was dir im Alltag begegnet. Daher wäre eine sinnige Ergänzung also ein 55-200mm Objektiv - so um f/4 - f/6. (meist auch als Kit erhältlich)

    Es gibt sogenannte Reiseobjektive oder auch Superzooms, die den kompletten Bereich von 18-200mm abdecken - diese sind aber meist in ihrer Leistung relativ begrenzt.

    Als "Dream-Team" verstehen viele Fotografen (die auch das entsprechende Geld haben) folgende Kombination an Objektiven.

    14-24 2.8
    24-70mm 2.8
    70-200 2.8

    Insbesondere die 70-200 Objektive sind äußerst beliebt und begehrt.

    sigma_canon_tamron_70-200hood-large.jpg
    {img-src: //www.juzaphoto.com/shared_files/articles/70-200_2-8/sigma_canon_tamron_70-200hood-large.jpg}


    Beispiele für 70-200 (juzaphoto.com)
     
  14. #13 16. November 2011
    AW: Welche Spiegelreflex für den Einstieg?


    Dem kann ich nur zustimmen, Canon wird zwar immer viel gekauft bzw ist ein selbstläufer allerdings lohnt sich solch eine erst ab 1000€ aufwärts, da diese wie angesprochen besser verarbeitet sind. Meine Freundin hat sich vor kurzem die Pentax K-r gekauft und ist sehr zufrieden. Vorallem die Verarbeitung des Bodys ist sehr gut.
     
  15. #14 19. November 2011
    AW: Welche Spiegelreflex für den Einstieg?

    Crop hast du bei der Canon genau so, allerdings ist da der Crop-Faktor um die 1.6 - wirst du in dem Preissegment aber nichts anderes finden.

    Ich hatte am Anfang einen guten Videolehrgang gesehen (Video2Brain), in dem wurde Einsteigern von der Benutzung der Kit-Objektive abgeraten. Dem stimme ich mittlerweile auch zu.

    Am Anfang sollte dir das 50mm f/1.8 (kostet so 100EUR) genügen. Damit hast du im Endeffekt wesentlich bessere Bilder. Und was auch wichtig ist, du als Anfänger _musst_ dich bewegen und dir überlegen, was wo wie platziert sein soll im Bild. Wenn du direkt mit dem 18-55 (was eine wesentlich schlechtere Blende hat als das 50mm, nämlich bei 50mm ~f/5.6 im Vgl. zu f/1.8) anfängst, kannst du immer zoomen, d.h. du stehst an einer Stelle und machst 50 Fotos mit unterschiedlicher Brennweite. Ich kann das vlt. nicht so gut erklären wie ein Profi, aber wenn du wirklich gute Fotos machen willst (und nicht 0-8-15), dann musst du dir Gedanken bei einem Bild machen, du musst mit Sachen wie der Blende (Stichwort Tiefenunschärfe, Bokeh) spielen können.

    just my 2 cents ;)
     

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