Wie man das Glück errechnet

Dieses Thema im Forum "Literatur & Kunst" wurde erstellt von Bruckl, 28. Januar 2017 .

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  1. #1 28. Januar 2017
    Den Glücksindex für so eine Fahrt lässt sich auch leicht errechnen man muss nur die gefahrenen km in die Zeit umrechnen die man bleibt wie man gebraucht hat um hinzufahren. Beispiel Wir fahren 400 km und sind dort 2 Stunden beschäftigt ist das viel zu wenig da man mind mit einer Durschnittsgeschwindigkeit von 100kmh ausgehen kann was somit 4 Stunden Fahrt bedeuten. So jetzt liegt das Verhältnis aber bei 1 zu 4 um es lohnenswert zu machen. Dh Wenn man 4 Stunden fährt müsste man 16 Stunden dort bleiben um das ganze Ausmaß an Glück zu erleben. Da der Tag aber nur 24 Stunden hat und man davon 8 Stunden schlafen muss. Ist Das Zeitfenster für einen Tag nur 16 Stunden. Also müsste man für eine 4 Stundenfahrt 1mal Übernachtung einplanen. Somit kann man alles gut erledigen und man hat 32 Stunden zur Verfügung. Die Ruhepausen daheim sollte man auch nicht venachlässigen. Man munkelt das es Leute geben soll die mit einem kleineren Zeitfenster auskommen. Doch für mich sind das nur Korinthenkacker die wie Funken mit dem Licht fliegen und schneller verglühen wie ein Meteorit in der Erdatmosphäre. Das Mindestmaß an Zeit das man zur Verfügung haben sollte ist 1 zu 1 dh. für 4 Stunden Fahrt 4 Stunden Vergnügung oder Pausen. So ist es auch bei einem Roadtrip. Da man ja 16 Stunden zur Verfügung hat sollte man 8 Stunden pro Tag Pause machen plus 8h Schlaf. Man sieht das Verhältnis ist jetzt 1 zu 2 was sehr ausgeglichen ist. Jedoch ist anzumerken das das Verhältnis von Pause zu Reise mit dem Älterwerden zunimmt. Dh man braucht mehr Pausen pro geleistete Fahrt. Durch äußerliche Einflüsse kann es sich aber sehr zu einem Nachteil verändern. Wenn man zb eine nervende Freundin hat sollte man sie entweder rausschmeissen oder das Verhältnis von Pause zu Reise verändern um den Glücksbarometer im Gleichgewicht zu halten. Ansonsten kann es leicht passieren das man nach 1h Fahrt so voller Hass ist weil die Freundin oder der Mitfahrer keine Karte lesen kann und das Auseinandersetzen mit dem Beifahrer die ganze Fahrt in eine Höllentour verwandelt. Genug darüber ich denke mal das dieser Tag in puncto Erholung der beste Tag sein wird, da es gestern ja viel heißer war und ich viel zu viel Fahrrad gefahren bin. Jedoch ist es besser 1 Tag zu übertreiben um die Erholung auf den nächsten Tag zu schieben, als das man sich nur die ganze Woche erholt und man meint durch die Mattigkeit des Erholens man bräuchte mehr Erholung, was aber nicht stimmt denn von was will man sich erholen wenn man schon die ganze Woche nichts gemacht hat. Ich denke so eine Art Verhältnismäßigkeit ist einfach vonnöten um glücklich zu sein. Es ist zwar nicht immer möglich eine Balance zu finden. Doch sobald man es merkt kann man die Erholung oder das Vergnügen auf einen anderen Tag verschieben um glücklich zu sein.

    Verfasser unbekannt
     

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  3. #2 29. Januar 2017
    AW: Wie man das Glück errechnet

    Und was hat das mit Glück zu tun?
     
  4. #3 29. Januar 2017
    Zuletzt bearbeitet: 29. Januar 2017
    AW: Wie man das Glück errechnet

    ich raffst auch nicht.

    so wars früher:

    Spoiler

    besser:

    Spoiler
     
  5. #4 29. Januar 2017
    AW: Wie man das Glück errechnet

    Dann gehst du ja davon aus das Glück immer gleichmäßig pro Zeit passiert?

    Ist die Glücks-Intensität nicht auch variabel? Die Fahrt könnte ja auch schon lustig sein und glücklich machen, das kann ich ja vorher nicht wissen?

    Aus einer Wahrscheinlichkeit könntest du sicher etwas berechnen, weil die Fahrt meist langweilig ist und du das dortige Ereignis evtl auch abschätzen kannst.

    So entscheidet sich doch unser "Ratio" automatisch für die glücklichste Lösung, sofern dieser Funktioniert.

    Das ist auch der Grund warum manche Menschen "Unglück" magisch anziehen, weil das Verhalten oft entsprechend dazu beiträgt. Das kann die Person nicht immer beeinflussen, weil zB Geschicklichkeit oder die Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigt ist. Der Rest ist natürlich dann Zufall.

    Ebenfalls passend wäre wohl die Aussage, das man immer für den Moment lebt. Chemisch ist der Mensch nicht dafür ausgelegt ständig glücklich zu sein, da sonst das Belohnungssystem nicht funktional wäre. Das bedeutet, wenn eine Grundsituation schlecht ist und die Erwartungen sinken, ist die Überraschung oder die nächste Steigerung deutlich positiver empfunden und damit glücklicher.

    Umgekehrt genauso. Auf High folgt Down - will man das verlängern oder umgehen durch "Chemie", schlägt das irgend wann umso härter zurück.

    Ein pauschaler Plan über irgend welche Zeiten aufzurechnen wird nicht funktionieren, da das erstens Individuell ist und zweitens zu viele weitere Faktoren davon abhängen.

    Du kannst deinem Glück auf die Sprünge helfen in dem du Erwartungen nicht zu hoch ansetzt und dir vorher überlegst was dich dort erwarten könnte und ob sich die Fahrtstrecke lohnt oder mit wem du dort fährst. Sei nicht zu euphorisch, das erhöht die Chance auf Unglück.
     
  6. #5 29. Januar 2017
    Zuletzt bearbeitet: 3. Februar 2017
    AW: Wie man das Glück errechnet

    Ich sehe schon, da die Parameter einfach mal als gegeben gesetzt wurden konnte ich erst anfangen zu rechnen. Doch im Überblick schafft es schon eine Art Standard mit dem man etwas anfangen kann.

    Mir ist natürlich klar das es Faktoren gibt die so ein Erlebnis mehr zu der einen als der anderen Seite setzen. Das wäre zb. der Zustand des Autos, die Leute die mitfahren. Die Gesprächsthemen die in der Zeit der Fahrt angesprochen werden. Die Dinge die man mitnimmt zb ein Handy oder ein Tablet. Jedoch könnte man dann eine schlechte Nachricht bekommen die das ganze schon wieder ins minus ziehen.
    Die Entscheidungsfähigkeit zählt dazu auch eine Rolle, denn wenn man keine Lust mehr hat fährt man einfach auf die nächste Abfahrt und ruht sich eine halbe Stunde auf und man kann in Ruhe weiterfahren.
    Was ich ausserdem damit andeuten wollte ist, das Glück Zeit braucht um wachsen zu können. Ein plötzlicher Glücksfall der extrem ist zb. wenn man im Lotto gewinnt, kann sich schnell als schlecht herausstellen durch Entscheidungen die man zu treffen hat. Hier könnte man als Beispiel den Mönch in Tibet hernehmen. Er arbeitet den ganzen Tag gelassen und hält sein Glücklevel immer auf Niveau ohne irgendwelche Schwankungen, so gelebt könnte man 120 Jahre alt werden.
    Das Maß der Dinge sollte längerfristig betrachtet bei 50 Prozent liegen.
     
  7. #6 29. Januar 2017
    AW: Wie man das Glück errechnet

    Die Basis ist der Lebensausgangspunkt.

    Diesen haben wir zu verdanken den Generationen und Menschen vor uns. Diese haben hohe Standards geschaffen die uns ein Grundniveau an "Glück" bieten das wir gar nicht wahrnehmen und deshalb für ein höheres Glücksgefühl noch mehr dazu brauchen.

    Glück ist also relativ.

    Ein hier unglücklicher Mensch der plötzlich die Rolle tauscht mit einem Mensch der dritten Welt - der aus der dritten Welt wäre mit dieser Situation super Glücklich, während der Mensch aus der ersten Welt vermutlich Suizidgefährdet wäre. (Siehe Einleitung "Basis") Zumindest kurze Zeit lang, denn die Gewohnheit macht jedes Glück zu nichte, deshalb ist der Mensch auch gierig oder immer unzufrieden, weil er mehr will. Das ist ein unterbewusster Trieb. Glück durch Genügsamkeit ist daher ein extrem hohes und wertvolles Gefühl, das die wenigsten erreichen.

    Glück haben und Glücksgefühle sind dabei nicht identisch.

    Glück bedeutet also ein positives Erlebnis, dies definiert sich grundlegend als persönlicher Vorteil. Der ist nicht immer direkt und leicht zu erkennen, aber generell ist Glück stark mit dem Überlebenstrieb der Spezies verbunden.

    Glücksgefühle stellen sich also dann ein, wenn ich durch mein handeln (oder anderer) etwas positives für mich erreiche/erlebe. Das soll sich mein Gehirn einprägen und versuchen möglichst oft glücklich zu sein, es macht praktisch süchtig. So sucht man die Nähe zu Menschen die "glücklich" machen.

    Das Gehirn lernt also, wenn ich bestimmte Entscheidungen treffe bzw Handlung ausführe (oder nicht ausführe) erreiche ich mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer ähnlichen Situation ein für mein Leben vorteilhaftes Erlebnis, dies versuche ich also wieder zu erreichen.

    Glücksgefühle können aber auch auf anderem Wege herbeigeführt werden, zB Spirituell oder durch Drogen. Der Mensch hat also einen Weg gefunden auch neutrale oder negative Gefühlszustände durch Hilfsmittel emotional zu Manipulieren, ohne das diese eine evolutionäre Belohnung wert wären.


    Warum sollte das Maß der Dinge 50% sein? Wenn man der Philosophie folgt, den Moment zu leben, dann ist das wohl die Entscheidung auch negative Erfahrungen in kauf zu nehmen um dafür eine kurze Zeit im "Glücksrausch" zu sein. Verschiedene Emotionszustände ermöglichen auch ganz verschiedene Gedankengänge, so kommt man auf Ideen/Lösungen die bei dauerhaften "50%" nicht auftreten würden.

    Erstrebenswert ist sicherlich eine leicht glückliche Grundstimmung. Wie man diese erreicht, ist individuell und bedarf entweder psychologischer Hilfe oder mentalem Training, wenn man es nicht alleine durch die Umgebung bzw Natürlichkeit erreicht.

    Glück ist also schon mal nicht von materiellem Reichtum abhängig - eher vom Empfinden, wie gut man in seiner direkten Umgebung "da steht". Deshalb ist Glück und Neid oder andere Gefühle eng miteinander verwoben.

    Glück ist die Summe verschiedener Umgebungsfaktoren und Befindlichkeiten.

    Nahrungsaufnahme oder soziale Kontakte sind überlebenswichtig für die Spezies, deshalb schütten diese auch viele Glückshormone aus. Fehlt das, kann es durch andere Dinge kompensiert werden aber eben immer zeitlich begrenzt, da das Gehirn sehr schnell schönes als Routine abwertet.

    Eine räumliche bzw örtliche Veränderung kann dem Glück manchmal auf die Sprünge helfen. Veränderung und Spontanität fördern bei ausreichender Rationalität Glück. (Ansonsten geht man ein hohes Risiko ein in Fettnäpfchen zu treten) Deshalb ist das Risiko für Unglück bei bodenständigen Menschen geringer. Es kann aber monoton sein und auch kontraproduktiv beim Glückserlebnis.
     
    sp!xX gefällt das.
  8. #7 30. Januar 2017
    AW: Wie man das Glück errechnet

    Alles Richtige Paradigmen, ich möchte noch den Zufall mit ins Boot werfen mit dem (Vorsicht langem) Artikel:

    Unberechenbarkeit: Alles Zufall? | ZEIT ONLINE

    Also ist Glück=Zufall? Oder doch was komplett anderes?!
     
  9. #8 30. Januar 2017
    AW: Wie man das Glück errechnet

    Glück ist ein positiver Zufall. Pech ein negativer Zufall. Der (irdische)Zufall ist aber nur ein Teil vom Glück, denn durch sein Verhalten und seine Entscheidungen kann der Mensch ins Glück eingreifen.

    Das oben erwähnte Umfeld spielt also eine extrem wichtige Rolle. Weil ich kann als Person alleine in einer größeren Gruppe nicht so umfangreich Einfluss nehmen. Wenn ich aber die Gruppe wechsle sind ganz andere Faktoren und andere Entscheider im Umfeld und die beeinflussen das Glück erheblich (entweder positiv oder negativ).

    Der Mensch ist also schon zum Teil seines Glückes Schmied. Deshalb Flüchten ja auch Menschen in andere Umgebungen um dort ihr Glück zu finden.

    Der Anteil am Zufall ist dabei kein Fixwert sondern stark variabel. Je kleiner das Umfeld an stark dynamischen Faktoren (zb Menschen) desto größer ist der persönliche Einfluss durch Entscheidungen, auf das Glück und gleichermaßen auch auf das Glück anderer im Umfeld.

    Weniger dynamische bzw langsamere Faktoren wären zB das Wetter oder Naturkatastrophen oder sehr Unwahrscheinliche Faktoren.


    In einer Existenz, mit unendlich mal unendlich Faktoren stellt sich die Frage ob nicht 1 raus kommt - bisher ist es leider nicht gelungen zu Prüfen ob es wirklich Zufälle gibt oder nicht. (Universell)

    Da es aber aufgrund der unendlichen Existenz keinen Zeitpunkt gibt mit bestimmtem Ausgangs-Zustand, ist letztendlich alles ein einmaliger Zustand. Universell gäbe es daher ausschließlich Zufälle, da die Energiemenge, aufgrund der nicht möglichen Zustandsprognose, unendlich sein muss.

    Eine Vorhersage ist also nur begrenzt möglich innerhalb unserer Welt. Damit reduzieren sich für unsere Welt scheinbar die Zufälle. Wir erkennen also eine gewisse Ordnung deren Auswirkungen (mit geringer Unschärfe) berechenbar sind und wir diese nicht mehr als Zufall einstufen.

    Man könnte es sich wie einen Kreis vorstellen, es gibt keinen Anfang und kein Ende, bei unendlicher Auflösung gibt es immer kleinere Unschärfen. Praktisch findest du also auch innerhalb eines Kreises eine komplett gerade Strecke. (Ähnlich wie jede Zahl, egal wie groß sie ist, in den Nachkommastellen von PI vorkommen könnten)

    Wir befinden uns auf dieser scheinbar Geraden, wir können gut damit rechnen aber wenn wir Skalieren und in gröbere oder feinere Auflösungen vordringen, verändert sich die Unschärfe und diese wird dann auch eine Berechenbarkeit verhindern.
     
  10. #9 2. Februar 2017
    AW: Wie man das Glück errechnet

    "Es ist das Glück ein flüchtig Ding." - Geibel

    Und ich denke, je mehr man das Glück zerdenkt und überlegt, warum das nun Glück, das Unglkück sein mag, desto weniger Glück wird am Ende auf dich warten. Zumal Glück eben nur einige kurze Augenblicke andauern kann. Wirklich glücklich ist, wer dauerhaft zufrieden ist ;)
     
  11. #10 2. Mai 2017
    Interessantes Thema, welches immer mehr oder weniger aktuell bleibt.

    Der seit Jahren zu beobachtende Trend zu "Glücksratgebern" im "Lifestyle und Alltags"-Bereich der Buchläden spricht eine klare Sprache.
    Es scheint so als ob es einen Zusammenhang gibt, zwischen der subjektiv als immer komplizierter werdenden, erfahrbaren Wirklichkeit und dem Bedürfnis nach Antworten bzw. Handlungsanweisungen die es dem Einzelnen ermöglichen leichter durch erstere zu navigieren.

    Es scheint ein wachsendes Bedürfnis vieler Menschen zu sein, sich mit der Theorie des Glücks zu beschäftigen, da sie die materiellen oder sozialen Faktoren nicht(mehr) zufrieden stellen. Raid hat eigentlich schon fast alles erläutert, danke für die beiden ausführlichen Posts, da habe ich wenig hinzuzufügen.

    Ich habe mal irgendwo gelesen, dass sich beim Vorgang des Konsums - also wenn ich mir z.B. ein neues Handy kaufe - ähnliche Prozesse abspielen wie wenn man Liebe erfährt, nur dass die Befriedigung einen Bruchteil der Zeit anhält. Deswegen muss man sich immer wieder etwas neues kaufen. Je weniger man also soziale Bestätigung erfährt, desto wahrscheinlicher ist es, dass man sich den "Kick" auf materieller Ebene holt.

    Wie schon Raid festgestellt hat ist das meinem Alltag und meiner Wahrnehmung zu Grunde liegende Bewusstsein hauptsächlich für mein Glücksempfinden verantwortlich.

    Zum Schluss noch ein schönes Zitat:

    The Kingdom of Heaven is not a Place but a State of Mind"
     
    raid-rush gefällt das.

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