Wie rotiert eine Kartoffel im Weltraum? Werden wir alle sterben?

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft & Forschung" wurde erstellt von Gutschy, 10. November 2019 um 01:29 Uhr .

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  1. #1 10. November 2019 um 01:29 Uhr
    Hallo Leute,

    ich beziehe mich mit meiner Sorge auf dieses Video.


    The Bizarre Behavior of Rotating Bodies, Explained

    Rotierende Koerper scheinen sich aufzuschaukeln wenn diese nicht eine perfekte Symmetrie aufweisen koennen. Laut diesem Video besteht fuer die Erde zwar keine Gefahr, aber ehrlich, ich glaube die haben keine Ahnung.:sprachlos:

    Vielleicht wuerde ein solches Verhalten Polspruenge oder Sintfluten erklaeren koennen.

    Gruselig....

    gutschy

    PS.
    Falls ich mit meiner Sorge wirklich daneben liegen sollte, egal. Ich finde die Thread Ueberschrift einfach genial.:D
     

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  3. #2 10. November 2019 um 11:28 Uhr
  4. #3 10. November 2019 um 13:35 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 10. November 2019 um 14:02 Uhr
    Danke für das Video :)

    Aber keine Angst in dem Video wurde ja auch erklärt warum zB eine Kugelform wie die Erde nicht betroffen ist. Auch die Erdpolung hat wohl nur teilweise mit diesem Phänomen zu tun. Das Erdmagnetfeld wird nach heutigem Wissen durch flüssiges im Erdkern strömendes Metallhaltiges Magma (überwiegend Eisen) erzeugt. Das der Magnetische Pol schief ist oder wandert hat wohl eher mit der veränderten Strömung im Erddynamo zu tun. Allerdings ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass diese Rotation innerhalb der Erde beeinflusst wird durch die Rotation um die Sonne oder um sich selbst. Wobei man hier nicht vergessen darf, dass auch der Mond einer erhebliche Rolle spielt was die Rotations-Stabilität angeht.

    Um diese Art der Erd-Stabilität mache ich mir also absolut keine Sorgen. Da wären eher Asteroiden eine Bedrohung oder Sonnenwinde und Erdumpolung - aber auch das relativiert sich mit der Zeit und ist daher für das kurze Zeitfenster der Menschheit nicht ganz so relevant. Das größte Problem ist der Mensch selbst, der das Leben auf der Erde nicht nur bedroht sondern aktiv und (im Zeitfenster; nachhaltig) zerstört.

    Eine Erdumpolung kann gefährlich sein, weil das Magnetfeld für tausende von Jahren instabil oder komplett aufgehoben sein kann, es gibt keine Garantie das überhaupt eine Umpolung abgeschlossen wird. Es gibt keine Statistiken oder Erfahrungen darüber wie Wahrscheinlich eine erfolgreiche Umpolung ist und wie lange diese dauert.

    Womöglich ist die Theorie des Magma-Dynamos auch nicht alles. Ich könnte mir vorstellen, dass der Grund ist, dass bei den hohen Temperaturen die Elektronen sehr "locker sitzen" und wir so quasi einen Stromfluss also Elektronenfluss haben der sich an dem rotierendem flüssig-Metall entlang hält und so das Feld ausbildet. Sobald eine gewisse Temperatur unterschritten würde, nimmt der Stromfluss stark ab und das Magnetfeld auch.
    Denn die Elektronen aus dem Erdkern sind durch die hohe Temperatur quasi alle in höhere Lagen gewandert und bilden dort einen richtig heftigen Elektronenüberschuss der den permanenten Starkstrom um den Erdkern herum gewährleistet.
    Die Temperaturdifferenz wischen Kern und äußerem "leitenden" Mantel ist also wichtig. Der kühlere Mantel ermöglicht wohl erst, dass die Elektronen halbwegs vernünftig springen können und sich an den Atomen entlang hangeln können um so einen Stromfluss zu haben.
    Weiter ist im Erdinnern eine enorme Elektromagnetisch Strahlung vorhanden durch Radioaktivität. Die starke Gammastrahlung aus dem Kern könnte auch ein Elektronen-Liberator sein. Das wir nicht elektrisch gegrillt werden, liegt an der Erdkruste die überwiegend aus nicht leitendem isolierendem Material bzw Mineralien besteht. Im Erdinneren wo die Temperaturen hoch sind, gibt es wohl keine feste chemische Verbindung zwischen den Elementen. Ich denke, dass die isolierenden Mineralien bzw chemischen Reaktionsprodukte erst durch niedrigere Temperaturen entstehen können.
     
  5. #4 10. November 2019 um 17:49 Uhr
    Na ja, die Erde ist kein mit Fluessigkeit gefuellter Zylinder, die Erde ist nur so was aehnliches. Vielleicht ist ein rumflippen der Erde unwahrscheinlich, aber ich kann mir vorstellen das es zu einem zittern in der Rotations-Achse kommt wenn sich zentrifugale Kraefte aufbauen. Und dieses Zittern kann dann zu einem rumschwappen der Ozeane fuehren. Aber gut, ich will hier nicht den Teufel an die Wand malen.
     
  6. #5 11. November 2019 um 12:13 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 11. November 2019 um 12:39 Uhr
    Also wenn es zu einem Flipp kommt wäre das alles sehr dynamisch und nicht zittrig, wie auch in den Videos zu sehen ist. die Rotationen als Abwicklung sind immer Kurven und nie Zacken. Die Kräfte sind ja ausgeglichen sonst würde die Erde ja aus der Umlaufbahn fliegen.
    Wir würden von einem Flipp wohl gar nicht viel merken, weil die Geschwindigkeit ja mit der Rotationsgeschwindigkeit zusammenhängt und wir merken ja auch nicht, das wir mit vielen tausend KmH drehen. Die Anziehungskraft der Erde hält uns ja fest, egal wie die Erde dreht.


    Ein Szenario mit der Sintflut ist möglich aber aus anderen Gründen. In der Tiefsee könnten sich gigantische Eruptionen ereignen oder gar ein absacken einer Unterseekontinentalplatte, was zu einer unvorstellbaren Flut führen würde. Die Kraft in Form Kinetischer Energie welche umgewandelt würde in Bewegung des Wassers wäre mit nichts zu vergleichen. Wellen mit 100-200m Höhe und nahezu Schallgeschwindigkeit (wie bei Tsunamis) sind möglich.

    Aber ebenso gefährlich wie schlummernde Magmakammern in Vulkanen wie im Yellostone-Nationalpark die seit hundert Jahren darauf warten Druck abzulassen. Und es kann morgen passieren oder erst in 1000 Jahren. Geologische Prozesse sind zu unserem Gunsten sehr langsam wie auch alle kosmischen Ereignisse. (Ausnahme Gammaray-Blitz: wir würden nichts sehen und das Leben auf der Erdoberfläche wäre sofort ausgelöscht)

    Vulkane sind deutlich gefährlicher als eine Überflutung. Die Überflutung würde zwar kurzfristig heftig sein und Millionen Leben kosten aber eine andauernde Eruption von Asche in hohe Luftschichten kann für hundert Jahre zu Eiszeit führen wo in Folge wohl hunderte Millionen Leben betroffen wären.
    Damit meine ich jetzt keine kleinen Vulkane die immer mal etwas ausspucken ähnlich wie Waldbrände einzustufen sind, sondern große Ausbrüche die in die Stratosphäre reichen und dort Staub für viele Jahre anreichern.

    Dennoch alles Szenarien die sich nicht so häufig ereignen im Gegensatz zum CO2 Ausstoß der Irreversibel ist. Das ist auch das EINZIGE gegen das wir etwas tun können als Mensch, alle anderen der genannten Katastrophen sind nicht relevant, weil wir diese nicht aufhalten können und auch den Schaden nicht mindern könnten.
    Aber wir machen uns Gedanken über Katastrophen die wir nie kontrollieren können während die selbst gemachte Katastrophe aus Bequemlichkeit einfach weiter wächst. Wir denken lieber über Dinge nach, die uns nie betreffen werden, anstelle sich mit der Realität zu befassen.

    Klar wir können natürlich auch darauf spekulieren, dass so eine Katastrophe eintreten wird in den nächsten 100 Jahren, dann wäre der Klimawandel auch zu relativieren.
     
  7. #6 12. November 2019 um 01:38 Uhr
    Also gut, wenn du kein Zittern magst, dann nenne ich es halt Kurven in engen Radien. Aber unsere Standpunkte koennen sich unmoeglich annaehern. Du sagst die Erde ist stabil, und falls nicht, dann sollte uns ein Flip und selber auch nicht aus der Ruhe bringen. Das erscheint sogar mir irgendwie logisch. Aber ich habe halt noch keine Kartoffel im Weltall rotieren sehen. Wuerde ich halt jetzt gerne mal sehen, so fuer zwei Tage oder so.
    Na gut, ist bekannt. Hatte ich glaube ich schon verlinkt. Diese Walsklette in einer bestimmten Wueste in Suedamerika, plus dem einzigem Salzsee der ueber der Meereoberflaeche liegt. (ein See mit Wasser und Fischen.) Da sollte es auch zu einer riesigen tektonischen Verschiebung gekommen sein. Ein Laien Forscher meint, wahrscheinlich so vor 10.000 Jahren, also eigentlich erst Gestern. Vielleicht war das ja unsere Sintflut.

    Und ueberfluessigerweise faellt mir jetzt ein das gerade eine grosse Masseumverteilung stattfindet. Also Wasser von den Polen richtung Aequator. Das kann auch alles moegliche Ausloesen. Ich waere wirklich ruhiger wenn ich noch in Muenchen wohnen wuerde. Ach man, Apokalypse nervt schon bevor sie eintritt.
     

  8. Videos zum Thema
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