Wie sind eure Erfahrungen mit Software as a Service?

Dieses Thema im Forum "Programmierung & Entwicklung" wurde erstellt von zimtschnecke, 23. März 2022 .

  1. 23. März 2022
    Das Unternehmen, in dem ich tätig bin, arbeitet zwar viel am und mit Computern, aber auf dem aktuellsten Stand sind wir absolut nicht. Und das sage ich als Person, die auch nur eine vage Vorstellung von dem hat, was überhaupt möglich ist.

    In den letzten ungefähr zwei Jahren haben wir es immerhin auf die Reihe gekriegt, dass auch Besprechungen und Kundentermine vielfach weitestgehend reibungslos digital ablaufen können, wenn alle oder viele Mitarbeiter im Homeoffice sind. Und anstatt alle Dokumente per Mail und konfuser Mailverteiler hin und her zu schicken, wird nun immerhin einiges in der Cloud archiviert. Wobei die Ordnerstruktur in der Cloud auch eher zum Davonlaufen ist.

    Deshalb wurde jetzt mal in den Raum gestellt ein Software as a Service Angebot in Anspruch zu nehmen, das alle unsere Bedürfnisse abdeckt anstatt wie bisher für auftretende oder offensichtlich werdende Probleme unterschiedliche und nicht aus einer Hand kommende Lösungen zu finden.

    Welche Erfahrungen habt ihr beruflich oder privat schon mit Software as a Service? Worauf muss man achten, wenn man gute von weniger guten Anbietern unterschieden möchte?
     
  2. 24. März 2022
    Denke Corona hat wohl einigen gezeigt, dass noch viel nötig ist in dem Bereich Digitalisierung. Plötzlich lief nicht mehr alles wie gewohnt ab und schon ist man vor Problemen gestanden. Wobei ich sage, das ist nicht mal schlecht. So sieht man aufgezeigt wo es noch hapert. Sonst hätte man es wohl nie gesehen (oder sehen wollen). Dann hätte man sich noch Jahre herumgeschleppt und nichts geändert. Wenn man dann mal etwas erneuert und wirklich voranbringt, denkt man sich, wieso haben wir solange gewartet. Weil es eben oft das Leben vereinfacht.
    Ich weiß jetzt nicht welche Bereiche das bei euch alles betrifft, würde sagen, entweder ihr schaut euch da selbst man an wo es Probleme gibt und fasst das zusammen oder ich holt gleich jemanden von außen und der soll analysieren wo Probleme bzw. Verbesserungen möglich/nötig wären.
    Ich nehme jetzt mal an das wird ja nicht nur Konferenzen und die Ordnerstruktur in der Cloud betreffen
     
  3. 4. April 2022
    Generell glaube ich schon auch, dass Krisen oft eine Chance auf Veränderung bieten. Wobei ich sagen muss, dass es natürlich noch besser wäre, wenn man Problemchen angeht, bevor sie sich zu großen Problemen und Herausforderungen auswachsen. Bei der Digitalisierung ist wohl auch teilweise ein Problem, dass die Führungskräfte öfter aus einer etwas älteren Generation stammen und sich bei vielem nicht so recht was vorstellen können. Und in dem Fall fällt es natürlich schwer bestehende Strukturen mal eben so umzukrempeln.

    Das betrifft natürlich schon auch weitere Bereiche neben der Cloud und Videokonferenzen. Dafür das selbst anzugreifen sehe ich schwarz. Da müsste es eine neu eingestellte Person geben, die das in die Hände nimmt. Aber wenn man nicht weiß, was genau in die Hände genommen werden muss, stellt man natürlich dafür auch niemanden an. Externe Unterstützung in Form eines Konsultings oder so wäre wahrscheinlich der nächste logische Schritt. Aber da gibt es auch Anlaufstellen von bis mit ganz unterschiedlicher Qualifikation und für Laien ist nicht immer ersichtlich, wer wirklich geeignet ist und was auf dem Kasten hat.
     
  4. 13. April 2022
    Du hast schon recht. Nur bringe mal gewissen Personen bei, sie müssen etwas verändern obwohl alles super läuft. Da fehlt vielen ja der Weitblick. Ich muss mich eben immer weiterentwickeln und darf nicht verharren. Sonst ist man eben irgendwann im Hintertreffen. Das verstehen viele nicht, die glauben dann die guten Zeiten gehen ewig so weiter. Und dann wundert man sich wieso plötzlich Aufträge wegbrechen, keiner mehr bei einem arbeiten möchte, man schlechte Bewertungen bekommt,...
    Das mag schon stimmen. Neue Unternehmen (auch Star-Ups) sind da sicherlich offener und implementieren das von Anfang an. Aber es macht auch einen Unterschied ob ein unternehmen 2 Jahre alt ist oder es die Firma schon seit Generationen gibt.

    Eine einzelne Person würde ich dafür nicht einstellen. Dafür sind Consulting Firmen sicherlich besser. Firmen wie susietec können da individuelle Lösungen anbieten und schauen sich mit mehreren Fachkräften alle Bereiche eines Unternehmens an. Denke auch, mehrere Menschen können viel mehr machen bzw. den Ablauf beschleunigen. Bei einer einzelnen Person würde es wohl etwas länger dauern.
    Man braucht aber bestimmt jemanden, der diese ganzen Veränderungen dann allen erklärt bzw. die Vorteile aufzeigt. Man muss die ganze Belegschaft dann auch mitnehmen. man muss ihnen die Vorteile zeigen und erklären wieso es wichtig ist.
     
  5. 23. April 2022
    Dass man sich immer nur weiterentwickeln muss, sehe ich nicht so. Wird zwar oft so getan, als ob nur Fortschritt das Wahre wäre. Aber ich glaube, dass es eigentlich auf eine gelungene Mischung aus Weiterentwicklung und bereits erarbeite Erfolge ankommt. Durch Digitalisierung und Modernisierung können Produkte besser werden. Oder halt bei ausgereiften Produkten auch die Effizienz bei der Planung und Produktion gesteigert werden, was in Summe für das Unternehmen ja auch positiv ist!

    Ich denke auch, dass Digitalisierung ein Schlagwort ist, dem zig verschiedene Gebiete zuzurechnen sind. Dass da niemand auf alles spezialisiert sein kann, ist klar. Bei uns würde es, wie gesagt, darum gehen eine für uns funktionierendes Software as a Service Angebot zu finden. susietec scheint irgendwie mit Kontron zusammenzuhängen, oder? Denke, es würde nicht schaden mal unverbindlich nachzufragen, ob die für ein Consulting bei uns zur Verfügung stehen würden.

    Ja, auf jeden Fall. Nur wenn man sich mit Neuerungen wohl fühlt, werden diese auch gut angenommen. Und Digitalisierung ist ja kein Ersatz der menschlichen Mitarbeiter, sondern dient dazu zusätzliches Potential entfalten zu können.
     
  6. 5. Mai 2022
    Sagt ja niemand, dass man die gesamte Identität aufgeben muss. Aber wenn man nicht mit der Zeit geht, ist man bald Geschichte. Schau dir nur mal viele Einzelhändler an. Viele haben da Probleme, gerade kleinere Geschäfte weil sie viel zu spät (wenn überhaupt) in das Onlinegeschäft eingestiegen sind. Sicherlich ist das schwer sich darauf anzupassen, aber da haben viel einfach nur zugeschaut. Das darf man eben nicht machen. Da war wohl die Hoffnung, wird nur eine kurze Phase sein.
    Digitalisierung heißt ja auch nicht, man löscht bis dorthin alles aus und erfindet sich neu. Man muss eben seinen Weg finden um in dieser Zeit bestehen zu können und schon jetzt für die Zukunft die Weichen zu stellen. Wenn das nicht Schritt für Schritt passiert - im Idealfall bekommt man das ja nicht einmal mit - dann steht man irgendwann vor größeren Problemen und Hürden. Dann wird es sehr schwer wenn es da einen Stau gibt und plötzlich bricht alles über eine Firma herein.

    Welche Tochterfirmen dazugehören oder mit welchen anderen Firmen die zusammenarbeiten weiß ich nicht. Schaden würde es bestimmt nicht sich mal alles anzuhören und zu schauen ob die eine Lösung für euch anbieten. Ist ja auch immer ziemlich individuell was man da zusammenstellen muss. Die eine Firma braucht das, die andere Firma braucht eher jenes.

    Das musst du aber auch so allen Mitarbeitern klar machen. Da gibt es wohl im Vorhinein viele Bedenken. Da muss man dann klar machen, dass es eigentlich dazu dient, die ganzen einfachen Arbeiten so gut es geht dem Menschen abzunehmen damit der bei den wichtigen Arbeiten, die eben nur der Mensch machen kann, seinen Fokus darauf legen kann und mehr Zeit dafür hat. Oft ist es ja gerade umgekehrt. Dann sitzt man am Schreibtisch und muss zig Sachen ausfüllen und hat im Grunde nur wenig zeit für die "echte" Arbeit.
     
  7. 5. Mai 2022
    Es ist halt auch schwer abzusehen, was die Zukunft bringen könnte. Ich glaube, selbst Bill Gates hat dem Internet Ende der 90er Jahre keine lange Lebensdauer bescheinigt. Angeblich hat er gesagt "Das Internet ist nur ein Hype."

    Ich denke, man muss die digitale Transformation tatsächlich als Weg betrachten und nicht als Aufgabe, die man einmal erledigt und dann hat es sich.

    Wir haben inzwischen mal bei susietec bezüglich eines Consultings angefragt. Laut Homepage haben sie sich darauf spezialisiert ganzheitliche Digitalisierungslösungen für unterschiedliche Kunden anzubieten. Es läuft wohl so ab, dass nach einer gründlichen Bestandaufnahme gemeinsam eine maßgeschneiderte Lösung erarbeitet wird und auch eine langfristige Betreuung möglich ist.

    Genau. Zum Beispiel eine lückenlose Aufzeichnung von Betriebszuständen von Geräten kriegt man manuell vielleicht noch hin, aber wenn es echt große Datenmengen sind, kann man das nicht mehr sinnvoll händisch auswerten.
     
  8. 13. Mai 2022
    Ja, nur erklär das mal einem Firmenchef im fortgeschrittenen Alter oder sogar einen relativ jungen Firmeninhaber mit vielen älteren Mitarbeitern. Da gibt es dann auch Angst, ob man das bewältigen kann bzw. ob es die Mitarbeiter schaffen dem nachzukommen. Fachkräfte gibt es ja auch nicht an jeder Ecke. Also einige Bedenken kann ich da schon verstehen wobei es halt ohne Digitalisierung auch wieder nicht sonderlich lange funktionieren wird.

    Denke da gibt es auch keine 08/15 Lösung sondern da muss immer alles individuell ablaufen. Man wird sich da immer das Unternehmen im Vorfeld ganz genau ansehen müssen und dann auch wissen, wo es hingehen soll, was man sich vorstellt und auch mal zeigt, was alles möglich wäre.
     
  9. 28. Mai 2022
    Nein, Fachkräfte gibt es weiß Gott nicht an jeder Ecke. Das war und ist auf jeden Fall ein ernstzunehmendes Problem. Ich denke, für manche Sachen muss man dann einfach externe Anbieter beauftragen. Und Digitalisierung kann ja auch bezüglich Fachkräften insofern eine Lösung sein, als dass die zuständige Fachkraft nicht zwingend vor Ort sein muss, um bestimmte Probleme lösen zu können.

    Dass sich ältere Menschen generell bezüglich Digitalisierung sperren, kann ich aus meinen Erfahrungen nicht bestätigen. Das mag auf Viele zutreffen, aber ich glaube, in der Regel ist vor allem ein Gefühl von Überforderung da. Bei mir haben sich zum Beispiel nicht nur mein technisch einigermaßen versierter Opa, sondern vor allem meine Oma noch sehr, sehr für ihr Tablet und Whatsapp erwärmen können. Bei manchen Anliegen war Hilfestellung nötig, aber nach einer Art "Einschulung" und wiederholten Erklärungen ohne ihnen das Gefühl zu geben dämlich zu sein, haben sie das, was für sie wichtig war, nutzen können und wollen. Und ich denke, das gilt auch für den Arbeitsplatz.

    Man muss den Mitarbeitern halt das Gefühl geben, dass sie zum einen nicht ersetzt werden sollen und zum anderen, dass sie die Hilfestellungen bekommen, die sie brauchen, um mit den Neuerungen (und in der Regel Verbesserungen!) auch zurecht kommen zu können.

    Nein, wenn nicht gerade hunderte gleiche Filialen oder so gebaut werden sollen, sondern bestehende unternehmen digitalisiert werden sollen, braucht es immer maßgeschneiderte Lösungen. Wir fühlen uns mit unserer Entscheidung für susietec bislang sehr wohl. Direkt geändert wurde noch nicht wirklich was, sondern eben erst mal der Ist-Zustand aufgenommen, ein Soll-Zustand definiert und alles weitere wird dann demnächst auf Schiene gebracht.
     
  10. 8. Juni 2022
    Man muss eben alle Menschen mitnehmen und sie nicht mit ihren Bedenken alleine lassen. Lasse ich da einige Mitarbeiter alleine, wächst auch die Unzufriedenheit und im schlimmsten Fall, stehe ich dann mit weniger Mitarbeitern da. Das muss ja nichts ein. Da muss gezeigt werden, wieso man sich entwickeln muss und wo da die konkreten Vorteile für jeden sind. Sonst ärgert man sich ja auch über Arbeiten, die locker auch jemand anderer machen könnte. Selbst will man sich auf die wichtigen Bereiche fokussieren, geht nur leider nicht weil man auch viele Routinearbeiten erledigen muss. Wenn einem da etwas abgenommen werden kann, hilft das ja ungemein.
    Denke das wird dann Schritt für Schritt gehen. Da werden dann immer mehr Neuerungen eingeführt. So sollte es dann auch leichter fallen, damit zurechtzukommen. Habt ihr ein Ziel, bis wann da gewisse dinge umgesetzt werden sollen oder lasst ihr das auf euch zukommen und wenn es passiert, passiert es eben?
     
  11. 13. Juni 2022
    Wir sind auf diesem Gebiet ja nicht die Profis, deshalb können wir auch nicht den Zeitplan vorgeben. Die Digitalisierung wurde bei uns zugegebenermaßen etwas verschlafen und wenn es um vielversprechende Neuerungen geht, hätten wir die natürlich am liebsten gestern statt morgen umgesetzt. Aber in der Realität gibt es halt doch auch Rahmenbedingungen, an denen man sich orientieren muss. Wir fühlen uns in guten Händen und denken, dass die digitale Transformation so gut und schnell es geht vorangetrieben werden wird. Und ans Ende wird man eh nicht so bald gelangen. Ich wette, dass sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch unfassbar viel tun und weiterentwickeln wird. Wenn man sich mal die Welt vor 30 Jahren anschaut und das mit jetzt vergleicht... und sich dann überlegt, wie die (Arbeits-) Welt in der Zukunft aussehen könnte, stößt man an die Grenzen seiner Vorstellungskraft. Ich denke, wenn man nicht abgehängt werden will, kann man eigentlich um jede Unterstützung, die man bekommen kann, froh sein.
     

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