Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von bushido, 17. August 2011 .

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  1. #1 17. August 2011
    "Wo Hitler versagte..." Britische Zeitung zieht über Merkel her

    Die Boulevardzeitungen in Großbritannien sind für ihre Attacken gegen Deutschland berüchtigt. Nazi-Vergleiche sind keine Seltenheit. Doch der Kommentar nach dem Krisengipfel in Paris ist selbst für britische Verhältnisse hart.

    Die britische Boulevardzeitung ,,Daily Mail" hat Deutschland wegen seiner Euro-Krisenstrategie mit drastischen Worten kritisiert. Deutschland sei dabei, Europa mit wirtschaftlichen und finanziellen Mitteln zu erobern: ,,Wo Hitler mit seinen militärischen Mitteln versagte, sind die modernen Deutschen erfolgreich, durch Handel und Finanzdisziplin. Willkommen im Vierten Reich", heißt es zum Schluss einer Kolumne des Autoren Simon Heffer.

    Zuvor im Text war der Autor zu dem Schluss gekommen, dass den Staaten der Eurozone nichts anderes übrig bleibe, als sich am deutschen Vorbild zu orientieren. Euro-Staaten wie Irland oder Griechenland bleibe kaum etwas anderes übrig, als die finanziellen Hilfen und damit die ,,praktische Kolonialisierung" durch Deutschland hinzunehmen.

    "Damit keine Zweifel aufkommen, was eine Finanzunion bedeuten würde: Eine Wirtschaftspolitik, ein Steuersystem, ein System der sozialen Sicherheit, eine Verschuldung, eine Volkswirtschaft, ein Finanzminister. Und alles ist deutsch."

    QUELLE: FOCUS



    ------------------------------------------------------------------------------------



    Hier der Artikel dazu in der Daily Mail.

    Rise of the Fourth Reich, how Germany is using the financial crisis to conquer Europe

    http://www.dailymail.co.uk/news/art...ny-using-financial-crisis-conquer-Europe.html



    Die Stimmung in Europa ist angespannt:

    Merkel und Sarkotzi wollen eine europäische Wirtschaftsregierung (deren Kopf ist ebenso wenig demokratisch legitimiert wie der Rest dieses Verbrecherpacks)


    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,780625,00.html

    Die Polen möchten den Euro nicht mehr

    http://de.ibtimes.com/articles/24497/20110815/in-polen-kippt-stimmung-gegen-euro-einf-hrung.htm

    Italien und Spanien betteln um Eurobonds (interessanterweise auch Spanien, denen es angeblich doch gut geht.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article13550664/Krisenlaender-meutern-gegen-Nein-zu-Euro-Bonds.html

    Infos zur Euro Diktatur

    http://eurodemostuttgart.wordpress.com/2011/08/16/die-euro-diktatur-praktisch-erklart

    Und ein Kommentar des Soziologen Zieglers

    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/interviewziegler100.html



    In diesem Sinne:

    Kampf der faschistischen "New World Order"! Vernichtet die Banken!
     

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  3. #2 17. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Was aber damals wie heute ein ziemliches Wagnis darstellt. Die Unterwerfung Europas. Selbst wenn wir politisch eine Zeit lang auch in Griechenland, Italien, Spanien etc. ziemlich was zu sagen hätten.... Ist es doch eine Frage der Zeit, bis das zusammenklappt weil wir Normalos (Deutsche, Franzen) es bezahlen müssten und irgendwann auch unsere Mittel ausgehen. Siehe Griechenland, Spanien.. Proteste ohne Ende.

    Das müsste dann schon eine echte Kolonialisierung sein, die ohne echte Gegenwehr akzeptiert wird und auf Dauer dicke Kohle zu uns rüberspült.

    Vielleicht klappt es ja und die neue Franz/Deutsche-Euro-Diktatur funktioniert eine Weile. Langfristig glaub ich nicht dran.

    Die Nazis hatten die Juden. Wer ist der neue Feind dem wir die Kohle entziehen um unsere RaubzügeAber auf Dauerzu finanzieren? Moslems, Banken??

    Ich bin gespannt und bewältige nebenbei meine eigenen Normalo-Probleme.
     
  4. #3 17. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    :lol: Deutschland die Wirtschaftliche "Nazi" Weltmacht, na bin ja mal gespannt was noch kommt...
     
  5. #4 17. August 2011
  6. #5 17. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Jaja die briten , die sollten sich mal um ihren eigenen Mist kümmern und mir ihren tollen premier , da haben sie genug zu tun .
    Mal schauen was noch kommt.
     
  7. #6 18. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Was für ein Schwachsinn :D
    Die müssten doch inzwischen auch viel Geld einnehmen, die ganzen Baseballschläger die da verkauft werden in letzter Zeit :x

    naja Boulevard halt was will man von dennen erwarten :D ist wie bei Bild OHHHH NEIN Kindermörder bekommt 3000 Euro, in was für einem Staat leben wir blablablub xD
     
  8. #7 18. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Das könnte man meinen. jedoch dies hier....


    ....Ist absolut unterste Schublade und per definition "asozial". Deshalb : Meldung!


    b2t: Der Finanzmarkt Großbitannien fürchtet um seine Vormachtsstellung. Wenn von einer Diktatur geredet wird, dann sollte man sich die Rolle Londons in den letzten zehn jahren mal genauer angucken. Im Großen und Ganzen spielt london in der eu eine ziemlich ambivalente Rolle. Sie haben den Euro nicht eingeführt (was im nachhinein als glücklich zu bezeichnen ist) profitieren jedoch voll vom wirtschaftssystem der EU. Und haben ein uneingeschränktes vetorecht. Wir haben es 2009 gesehen, als initiativen von Deutschland und Frankreich bezgl. einer Finanztransaktionssteuer von London kategorisch abgelehnt wurden. Englands Rolle in der EU ist die eines Vetospielers nicht mehr und nicht weniger: Volle Privilegien, volle Entscheidungsmacht bei der geringst möglichen Involvierung z.b. finazieller art in der Eu.

    London fürchtet sich vor einem Machtverlust in der EU und den verlust dieser von mir beschrieben exponierten Stellung! Dass es da Antiphatie gibt gegen Deutschland ist mehr als verständlich. Guckt man sich die wirtschaftliche Entwicklung deutschlands in den letzten 10 jahren an, angefangen mit der agenda 2010, die in vielen teilen zwar nicht perfekt und zum teil wieder revidiert wurde, so muss man anerkennen, dass Deutschland eine ziemlich stabiles System darstellt. Sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich. Nicht umsonst wird im ausland immer wieder deutschland als musterknabe heranzgezogen. Ist schon unheimlich wenn man sich die letzten zwei jahre anguckt. ein wirtschaftswachstum, dass in keinem "westlichen" land so groß war wie in deutschland. Ein rapider Rückgang der Arbeitlosigkeit (ich weiß dass die zahlen zum teil geschönt sind- aber das waren sie auch schon vor 10 jahren und da waren die geschönten zahlen immer noch um 3mio höher). Zudem die zweitgeringste Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Außerdem eine merkliche Staärkung der binnenkonjunktur und stabilisierung des Exports.

    Hinzu kommt die Staatsverschuldung, die in Deutschland zwar sehr hoch ist, jedoch mit dem unterschied, dass deutschland kaum ausländische Gläubiger hat und seine schulden fast nur bei privaten gläubigern d.h. über staatsanleihen hat.

    Alles in Allem ist die Diktion aus GBR nicht anders als in den letzten jahren aus anderen Ländern. In deutschland haben reformbewegungen stattgefunden, die anderen ländern extrem aufstoßen. Beispiel Schuldenbremse. Obama ermahnte deutschland im letzten jahr weiter schulden zu machen und den export zu drosseln. Aus polen und italien und anderen ländern wurden töne laut, dass kein europäisches land mit deutschland auch nur ansatzweise mithalten könne und deutschland seine wirtschaftsleistung deutlich runterfahren solle. Was glaubt ihr, warum sich deutschland in letzter zeit immer mehr auf russland und china einlässt, nicht nur wirtschaftlich sondern auch außenpolitisch. Man denke da an die Enthaltung im sicherheitsrat gegen lybien. Die Beziehungen zu den USA müssen hingegen als unterkühlt gedeutet werden.

    Die EU besteht nur noch aus Deutschland und Frankreich. Das wissen auch alle Beteiligten, und deshalb sehen wir nur Sarkozy und Merkel, Die krampfhaft versuchen, eine Transferunion zu errichten. Stellt sich nur die Frage ob der EU mit dieser transferunion zu helfen ist. Vom Prinzip her ist es vollkommen richtig, den wirtschaftsraum europa zu zentralisieren und zu konsolidieren, wenn man an der idee der eu und des euro festhalten will. Denn die eu scheitert nicht aufgrund der idee, sondern den strukturen, die überall anders sind. Es gilt jedoch auch hier den Spagat zu schaffen zwischen zentralisierung und nationaler souveränität. Das Deutschland als hauptgeberland der eu und wirtschaftlich stärkster staat zusammen mit frankreich die Initiative ergreift ist mehr als logisch. Aber auch hier war die haltung in den letzten jahren deutschland gegenüber sehr ambivalent. Oft hieß es: Deutschland! Das stärkste Land der EU, hält sich bei wichtigen entscheidungen immer im hintergrund und versucht zu verwalten anstatt zu entscheiden. in dieser situation wurde deutschland vorgeworfen seine stellung nicht in anspruch zu nehmen. ISt deutschland dann initiator und entscheidungsträger, wird deutschland die errichtung einer wirtschaftsdiktatur vorgeworfen....
     
  9. #8 19. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Wenns denn alles deutsch wäre, dann wäre das ja echt schön :)
    Leider ist van Rompuy weder deutsch noch demokratisch gewählt. Die wenigsten kennen ihn überhaupt... Auch wenn ich die deutsche Politik auch in Sachen Schulden für ähnlich fahrlässig wie die der anderen Staaten halte, hat Deutschland für seine Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft definitiv zu wenig Einfluss.
    Die Eu ist aber immer noch ne bescheidene Organisation.
     
  10. #9 19. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Bescheiden? GRÖSSENWAHNSINNIG trifft es wohl eher!

    Ashton, Barroso, eigentlich ist die ganze Kommission nicht demokratisch legitimiert.
     
  11. #10 19. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Ich meinte mir bescheiden eigentlich besch***en :D

    Das mit der demokratischen legitimierung ist aber echt ein Problem. Da beschließen die Merkel und der Sarkozy einfach mal ne EU-Wirtschaftsregierung und keiner wird gefragt. Aber man muss dazu auch sagen, dass Merkel ja gewählt wurde. Traurig genug...

    Einerseits muss man zwar zugeben, dass ein vereinigtes Europa auch nur mit einer vereinigten Regierung funktionieren kann, andererseits ist das Fundament auf dem die jetzige Eu steht schrecklich verkorkst und kann auf Dauer eig. kaum funktionieren. Da macht es doch keinen Sinn darauf aufzubauen.
     
  12. #11 27. August 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. April 2017
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Im Gegenteil, die Binnenkonjunktur lahmt und der Export geht zurück.

    [​IMG]

    [​IMG]

    Das Deutschland kaum ausländische Gläubiger hat kann man nicht sagen, da Staatsanleihen frei gehandelt werden.

    Und doch macht Deutschland immer noch den überwiegenden Anteil der Geschäfte mit Europa und davon werden sie sich auch so bald nicht abwenden können.

    Bald nur noch aus Deutschland:

    Der Krisenprofiteur

    16.08.2011
    BERLIN/PARIS (Eigener Bericht) - Vor dem heutigen Gipfeltreffen der deutschen Kanzlerin mit dem französischen Staatspräsidenten ist der Streit um die Einführung von EU-Staatsanleihen ("Eurobonds") eskaliert. Mit Hilfe von Eurobonds sollen die ausufernden Kreditkosten der von der Krise geschüttelten südlichen Eurostaaten eingegrenzt werden. Berlin verweigert sich bislang dem vor allem von Frankreich, Italien und Griechenland geforderten Instrument, weil es den mit ihm verbundenen Anstieg der Zinskosten für den eigenen Etat vermeiden will. Da ungewiss ist, ob der Euro ohne Eurobonds gerettet werden kann, deuten Regierungskreise inzwischen einen möglichen Kurswechsel an - bei Preisgabe zentraler Souveränitätsrechte der ärmeren Eurostaaten. Hintergrund sind Befürchtungen deutscher Wirtschaftskreise, ein Zusammenbruch des Euro könne nach einer Wiedereinführung der Deutschen Mark deren Aufwertung zur Folge haben - und damit massive Einbrüche bei den deutschen Exporten. Berechnungen zeigen, dass die Kosten der Eurobonds für den deutschen Staatshaushalt die jährlichen Leistungsbilanzüberschüsse - faktische Finanztransfers nach Deutschland - nicht annähernd erreichen.

    Zum Kurswechsel bereit

    Vor dem heutigen Gipfeltreffen der deutschen Kanzlerin mit dem französischen Staatspräsidenten sind die Auseinandersetzungen um die Einführung von EU-Staatsanleihen ("Eurobonds") eskaliert. Offiziell lehnt die Bundesregierung Eurobonds noch ab; der Widerstand gegen sie konzentriert sich jedoch vor allem auf FDP und CSU sowie den rechtskonservativen CDU-Flügel. So erklärt etwa Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), die Einführung von Eurobonds werde, da sie die Zinsen für alle Eurostaaten angleiche, "die Anreize für eine solide Haushalts- und Wirtschaftspolitik" untergraben.[1] Der FDP-Politiker Oliver Luksic droht gar mit dem Koalitionsbruch: Lasse Berlin die Einführung von Eurobonds "und damit den finalen Schritt in Richtung dauerhafter und grenzenloser Schuldenhaftungsgemeinschaft" zu, dann müsse "die FDP sich ernsthaft überlegen, ob (...) die Koalition (...) noch eine Zukunft haben kann".[2] Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer erteilt den Eurobonds ebenfalls eine klare Absage: "Das werden wir jedenfalls als CSU nicht mittragen."[3] Hingegen zeichnet sich Berichten zufolge in der CDU-geführten Bundesregierung "ein Umdenken" ab. "Maßgebliche Mitglieder" der Regierung seien "inzwischen bereit, eine Transferunion in den Süden, notfalls sogar Euro-Bonds zu akzeptieren", heißt es in der Presse.[4]

    Deutsche Handschrift

    Der sich abzeichnende Politikwechsel der Bundesregierung entspricht ähnlichen Überlegungen in der deutschen Exportindustrie. Hochrangige Wirtschaftsvertreter fordern auch weiterhin vermehrte Sparanstrengungen der von der Pleite bedrohten Eurostaaten. So erklärt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben: "Es führt kein Weg daran vorbei: Die Staaten müssen ihre Reformen jetzt zügig voranbringen, in enger Abstimmung mit der Gemeinschaft, so wie dies mit bisheriger Beschlusslage vereinbart worden ist".[5] Genau dies führte zuletzt Griechenland in den weiteren ökonomischen Zusammenbruch (german-foreign-policy.com berichtete [6]). Mittlerweile plädiert mit dem Präsidenten des Außenhandelsverbandes BGA, Anton Börner, erstmals ein bekannter Verbandsfunktionär für die Einführung von Eurobonds. Ohne die Euroanleihen drohe eine ökonomische Abwärtsspirale, die in eine globale Depression münden werde, warnt Börner und spricht sich für "Eurobonds mit deutscher Handschrift" aus - Anleihen "mit strengen Auflagen" für sämtliche beteiligten Eurostaaten, etwa die Einführung einer "Schuldenbremse" nach deutschem Modell in der Verfassung und konsequente Sanktionen für "Schuldensünder" inklusive Entzug des Stimmrechts innerhalb der EU.[7]

    Preisgabe der Haushaltssouveränität

    Eine mögliche Kursänderung ähnlich der von Börner formulierten Konzeption deutet der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble inzwischen vorsichtig an. Er "schließe Eurobonds aus", erklärt Schäuble, allerdings nur, "solange die Mitgliedsstaaten eine eigene Finanzpolitik betreiben und wir die unterschiedlichen Zinssätze benötigen, damit es Anreize und Sanktionsmöglichkeiten gibt, um finanzpolitische Solidität zu erzwingen."[8] "Tiefgreifende strukturelle Reformen" innerhalb der Eurozone könnten hingegen einen Sinneswandel in der Bundesregierung herbeiführen, heißt es in der Presse unter Verweis auf Regierungskreise.[9] Hinweise, worin solche "strukturellen Reformen" bestehen könnten, gibt der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, der inzwischen ebenfalls Eurobonds befürwortet. Die Länder, die Euroanleihen in Anspruch nähmen, "müssten auch einen Teil ihrer eigenen Souveränitätsrechte für ihre Haushalte abgeben und einer Kontrolle unterwerfen", wird Gabriel zitiert.[10] Berlin nutzt damit die Zuspitzung der Schuldenkrise, um die Umformung der EU gemäß deutschen Hegemonialinteressen weiter voranzutreiben (german-foreign-policy.com berichtete [11]).

    Der Druck wächst

    Als treibende Kraft hinter dem Vorhaben, Eurobonds einzuführen, gilt Frankreich. Französische Banken, die weitaus stärker als deutsche Kreditinstitute in der verschuldeten südlichen Peripherie der Eurozone exponiert sind, erlitten beim jüngsten Krisenschub enorme Kurseinbrüche und Bonitätsabwertungen, da keinesfalls sicher ist, dass sie eventuelle Abschreibungen verkraften können. Zudem musste Paris entschieden Gerüchten entgegentreten, wonach Frankreich - ähnlich den USA - mit dem Verlust seines Spitzenbonitätsrankings (AAA) zu rechnen habe. Dies würde die Kreditaufnahme für das ökonomisch stagnierende Land enorm verteuern. "Die Bündelung der Schulden der Eurostaaten wird sicher nicht ausreichen, um die Schuldenkrise zu lösen, doch ohne diesen Schritt wird die Eurozone kaum überleben", umriss die französische Wirtschaftspresse den Pariser Standpunkt.[12] Damit schließt sich Frankreich den Forderungen nahezu aller südeuropäischen Eurostaaten an. Bislang hat vor allem Italien auf die Einführung europäischer Anleihen gedrängt: "Wir wären nicht da, wo wir jetzt sind, wenn wir Euro-Bonds gehabt hätten", kritisierte zuletzt Finanzminister Giulio Tremonti die harte Haltung Berlins.[13] Auch in Griechenland werden Eurobonds favorisiert, da die rasant eskalierende Schuldenkrise inzwischen die Finanzzusagen des letzten Krisengipfels gefährdet. Die Interessenkonvergenz zwischen Rom, Athen, Madrid und Paris führt nun dazu, dass der Druck auf Berlin wächst.

    Aufwertung als Katastrophe

    Dabei hat Berlin trotz eventueller Mehrkosten durch die Eurobonds ein vitales Eigeninteresse am Fortbestehen der Eurozone, das möglicherweise nur um den Preis einer Einführung ebendieser Eurobonds zu haben ist. Die deutschen Exporte würden bei Wiedereinführung der Deutschen Mark binnen "weniger Monate deutlich abstürzen", weil die Mark sofort aufwerten würde, warnt etwa der Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, Gustav Horn: "Bei einer Aufwertung von nur zehn Prozent würden die Exporte auf Dauer um vier bis fünf Prozent zurückgehen. Die zu erwartende Aufwertung würde aber wohl ein Vielfaches dessen sein. Das wäre dann eine wirtschaftliche Katastrophe." Ähnlich urteilt der Ökonom Michael Burda von der Berliner Humboldt-Universität: "Die wieder eingeführte D-Mark könnte innerhalb weniger Monate um 50 Prozent aufwerten." Dies würde "den deutschen Mittelstand mit einem Schlag auslöschen."[14]

    100 zu 47

    Tatsächlich ist die Eurozone wegen der ausbleibenden Aufwertung der deutschen Währung längst zu einer Transferunion geworden, die stetig Geld transferiert - nach Deutschland. Die schwächeren südeuropäischen Volkswirtschaften können die Exportoffensiven der deutschen Industrie aufgrund des Euro nicht durch die Abwertung ihrer Währungen abwehren.[15] Über zwei Drittel seiner Handelsüberschüsse erwirtschaftet Deutschland innerhalb der Eurozone - mittlerweile mehr als 100 Milliarden Euro jährlich. Von der Einführung des Euro als Bargeld bis zum zweiten Quartal 2010 konnte die Bundesrepublik gegenüber den übrigen Euroländern einen Leistungsbilanzüberschuss von insgesamt über 672 Milliarden Euro erzielen; dies gleicht im Endeffekt einem gewaltigen Vermögenstransfer nach Deutschland. Die deutschen Überschüsse bilden zugleich die Defizite, unter denen die Staaten Südeuropas nun zusammenbrechen. "Kein Land kann einen chronischen Handelsüberschuss pflegen, ohne dass andere Länder Defizite anhäufen," erläuterte zuletzt George Soros.[16] Die höheren deutschen Zinslasten im Falle einer Einführung von Eurobonds werden auf gut 47 Milliarden Euro jährlich geschätzt; sie liegen damit noch weit unter den jährlichen Bilanzüberschüssen und bedeuten daher keine wirkliche Gefahr für die deutsche Exportindustrie.

    Wieder Großmacht

    Wie Deutschland durch die Krise seine Dominanz über die EU stärken konnte, hat jüngst der bekannte US-Dienst Stratfor ungeschminkt beschrieben. Wie Stratfor urteilt, habe kein Staat "mehr von Europa profitiert als Deutschland". Die Eurozone bilde dabei für die deutschen Eliten das Vehikel, mit dem sie auf der "globalen Bühne" agieren könnten - "ohne die Wiederbelebung des Militärs, die in Europa Panik verbreitet" hätte. Im Verlauf der aktuellen Krise habe Berlin seine Möglichkeiten erweitert, "andere EU-Staaten zu beeinflussen - speziell solche mit finanziellen Schwierigkeiten". Die Bundesrepublik könne mit Hilfe der EU-Spardiktate bereits jetzt "große Mengen an nationaler Souveränität" anderer Eurostaaten "usurpieren". Deutschland befinde sich erneut an der Schwelle zur Großmacht. Zwar bedeute dies "kaum, dass nun die Regeneration der Wehrmacht kurz bevorstünde"; doch nötige der deutsche Aufstieg dazu, die "Architektur Europas und Eurasiens" radikal "umzudenken". Frankreich etwa verliere rapide "die Kontrolle über Europa". Paris habe die Europäische Union mit der Absicht geformt, das deutsche Großmachtstreben einzudämmen. Nun scheine jedoch, urteilt Stratfor, das "französische Horrorszenario eines zügellosen Deutschland" wieder möglich.[17]

    [1] "Euro-Bonds wären nicht gut für Deutschland"; Nachrichten und aktuelle Informationen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur - DIE WELT 15.08.2011
    [2] Eurobonds: FDP-Politiker droht mit Koalitionsbruch; newsticker.sueddeutsche.de 15.08.2011
    [3] Europäer drängen Merkel zu Euro-Bonds; SPIEGEL ONLINE - Nachrichten 14.08.2011
    [4] Schäuble knüpft Geld für EU an radikale Reformen; Nachrichten und aktuelle Informationen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur - DIE WELT 14.08.2011
    [5] Deutsche Wirtschaft fordert Eurobonds; Handelsblatt.com - Nachrichten aus Wirtschaft, Finanzen, Politik, Unternehmen und Märkten 15.08.2011
    [6] s. dazu Aus der Krise in die Krise
    [7] Deutsche Wirtschaft fordert Eurobonds; Handelsblatt.com - Nachrichten aus Wirtschaft, Finanzen, Politik, Unternehmen und Märkten 15.08.2011
    [8] Keine Rettung um jeden Preis - Dr. Wolfgang Schäuble im Gespräch mit dem Spiegel; Bundesfinanzministerium - Startseite 15.08.2011
    [9] Schäuble knüpft Geld für EU an radikale Reformen; Nachrichten und aktuelle Informationen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur - DIE WELT 14.08.2011
    [10] Gabriel fordert gemeinsame Staatsanleihen; Nachrichten - Aktuelle News, Hintergründe und bildstarke Reportagen | STERN.DE 14.08.2011
    [11] s. dazu Teilsieg für Deutsch-Europa
    [12] Des euro-obligations ou rien! lecercle.lesechos.fr 09.08.2011
    [13] Italien bittet, Schäuble blockt; Home - manager magazin online 14.08.2011
    [14] Rückkehr zur D-Mark brächte Katastrophe; Nachrichten und aktuelle Informationen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur - DIE WELT 13.08.2011
    [15] s. dazu Die deutsche Transferunion
    [16] Three steps to resolving the eurozone crisis; Financial Times | Error | Akamai Error 14.08.2011
    [17] Peter Zeihan, Marko Papic: Germany's Choice: Part 2; Stratfor | Geopolitical intelligence, economic, political, and military strategic forecasting 26.07.2011

    Quelle: German Foreign Policy
     
  13. #12 27. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Ich finde den letzten Abschnitt über Deutschland ziemlich lächerlich bzw. zum totlachen. Wenn die Franzosen so sehr Angst vor Deutschland haben sollten sie sicherheitshalber schon mal kapitulieren, darin haben sie ja Übung. ;)
     
  14. #13 27. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    haha zugführer, sehr geil! ;D Immer drauf auf die guten Franzmann. :D

    Ja, den gleichen Mist mit 4tes Reich und so habe ich auch im Radio gehört. Was die sich wieder ausdenken, diese Engländer. Die sind immer noch sauer, weil Adolf damals den Nationalsozialismus und das Ariertum vor denen erfunden hat. :D
     
  15. #14 28. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Ich finde es eine Frechheit.
    Haushaltsdisziplin und wirtschaftlicher Erfolg ist also Unterwerfung der anderen?

    Ich drehe den Spieß mal um und behaupte, dass jemand der auf Pump lebt und das von anderen bezahlt haben will andere unterwirft, indem er sie vor die Wahl stellt zu helfen oder mit in den Abgrund gerissen zu werden...
     
  16. #15 28. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Ich bin eher für : Deutschland, kollektive Risikoübernahme für Europa - Mit uns geht das!

    Der Artikel ist einfach Schwachsinn und fehl am Platz. Ich finde Vergleiche unseres Landes mit der Nazizeit stets Fehl am Platz und zynisch. Meist allerdings nur von Neid und Habgier angestachelt.

    gruSS _ViEcH_

    ps. Wer sonst außer unser Land sollte bitte in der EU als vorbildhaft in den angesprochenen Bereichen(" Wirtschaftspolitik, ein Steuersystem, ein System der sozialen Sicherheit, eine Verschuldung, eine Volkswirtschaft, ein Finanzminister[...]") stehen?
     
  17. #16 29. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Typisch Franzwürste halt wenn sie mal gerade nicht streiken oder Croissants essen hacken sie auf den Deutschen rum, weil wir mal die Maginot Linie in die Luft gejagt haben und ihre Blumenbeete mit Panzer überrollt haben.


    Wenn man alles zusammen betrachtet sind die Deutschen sicher ziemlich weit vorne, doch gerade bei den sozialen Aspekten haben vor allem die nördlichen Staaten die Nase vorne.
     
  18. #17 29. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Stimmt, deshalb könnte man diese Stärken und Vorzüge in diesen Bereichen auch durchaus kombinieren um effektiv und fördernd zu agieren.

    gruSS _ViEcH_
     
  19. #18 29. August 2011
    AW: Willkommen im 4. Reich - "Wo Hitler versagte..."

    Die Ratten verlassen das sinkende Schiff

    Von Stefan Sasse

    In der neulich zum Linksradikalismus konvertierten FAZ darf Michael Naumann in einem Gastkommentar erklären, dass die Linken (die er mit der Agenda-SPD gleichsetzt) die Finanzkrise auch nicht hätte kommen sehen. Zum Beweis listet er ausschweifend die Untaten der Schröderregierung auf. Nichts Neues soweit was die Fakten anbelangt, interessant ist eigentlich nur, dass Naumann diese plötzlich mit der Verve heiliger Empörung vorträgt und zum Beweis dafür nimmt, dass niemand das Ganze hätte kommen sehen. Außer ihm, vermutlich, denn kritische Worte zu seiner eigenen Rolle als Poster-Boy des Agendaflügels 2008 finden sich erwartungsgemäß nicht. Wahrscheinlich würde Naumann den Gedanken empört von sich weisen. Man kann sich darüber ärgern, wie Fefe das tut, aber eigentlich ist es ein gutes Zeichen, wie eilig die Ratten es haben das sinkende Schiff zu verlassen und wie sie ihre früheren Glaubenssätze fallen lassen als wären es heiße Kartoffeln. Es ist ein bisschen eklig, sie dabei zu beobachten, zugegeben, aber das muss man eben in Kauf nehmen.

    Was Naumann und Konsorten da abziehen ist natürlich reine Geschichtsklitterei. Es ist die typische Mischung aus "Wir haben das doch nicht gewusst" und "eigentlich waren wir schon immer im Widerstand, zumindest geistig", die sich immer nach großen Zusammenbrüchen findet. Thomas Straubhaar und Hans-Werner Sinn legen gerade glänzend einen ähnlichen Eiertanz auf das Parkett, und weil die Mitschuld sich so ganzheitlich durch den deutschen Blätterwald zieht ist es auch wenig verwunderlich, dass sie damit durchkommen. Das ist ärgerlich, gewiss, aber wahrscheinlich kaum vermeidlich. Nach dem Zusammenbruch der DDR waren auch alle Widerstandskämpfer, ob sie früher mal FDJ-Positionen bekleidet haben oder nicht. Meistens waren sie ja nur aktiv, um das System von innen heraus zu reformieren, ist ja klar. Da ist einem ein Ackermann schon fast lieber; der ist wenigstens konsequent ein *****loch.

    Vermutlich ist es aber unvermeidbar, dass diese Heuchelei durchkommt. Eine Reform der Gesellschaft und des Finanzsektors ist undenkbar ohne einen breiten Konsens, gerade auch unter den Entscheidungseliten, die leider Gottes immer noch an Ort und Stelle sitzen. Wenn man die aber in die Fundamentalopposition treibt, ändert sich gar nichts, weil man die Einsätze so hoch treibt, dass sie auf Gedeih und Verderb den status quo erhalten wollen. Lachen wir also lieber über die armseligen Charaktere derer, die gerade mit dem Gestus des "Ich hatte schon immer Recht" ihre Kehrtwenden hinlegen, wissen dass "die Linke" es tatsächlich schon vorher gewusst hat und lassen sie davon kommen. Eine echte Alternative dazu gibt es kaum, und wenn das Ergebnis stimmt bin ich gewillt es zuzulassen. Es ist ein Opfer, das wir leider bringen müssen.

    Nachtrag: Auch Friedrich Merz hat es schon immer gewusst.

    QUELLE: Oeffinger Freidenker: Die Ratten verlassen das sinkende Schiff

    -------------------------------------------------------------------------------------------

    Auf einmal werden die Heuchler alle wach, jetzt da es 5 vor 12 steht und versuchen dei eigene Haut zu retten.
     

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