Wohlstand und Zufriedenheit

Dieses Thema im Forum "Politik, Umwelt, Gesellschaft" wurde erstellt von Emuzucht, 4. April 2008 .

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  1. #1 4. April 2008
    Hallo,

    eine der Fragen die man sich stellt, wenn man beginnt sein Leben außerhalb des elterlichen Haushaltes zu planen und sich überlegt "was man mal werden will" ist wohl folgende:

    "Macht Geld glücklich?"

    Psychologen, Soziologen, Volkswirte und weiß der Fuchs wer noch streiten sich seit Jahrzehnten über eine sinnvolle, wenn nicht gar abschließende Antwort zu diesem einfach gestellten Problem. Die meisten der folgenden Infos zum Thema hab ich aus dem Artikel "Does money buy happiness" von Sharon Begley, der von der Newsweek verbreitet wurde. Link is unten.

    Sie fasst anfangs recht prägnant zusammen, was wir an Geld so toll finden: Es sorgt dafür, dass wir wählen können. Mit einem € in der Tasche sind die Möglichkeiten ein ordentliches Frühstück zu bekommen recht begrenzt. Mit 10 € siehts da schon besser aus. Hätten wir nun 20 € zur Verfügung, wären wir zwar noch glücklicher, kämen aber in eine andere Bedrängnis: Wie kann man 20 € verfrühstücken ohne das einem schlecht wird vom ganzen Essen? Das ist das Konzept der positiven sinkenden Grenzerträge: 1€ ist gut, 10€ sind besser und 20€ sind sicherlich nicht schlechter, aber ab einem bestimmten Punkt freuen wir uns über das zusätzliche Geld immer ein bisschen weniger.
    Auf Haushaltsniveau übertragen heißt das also: Vom Obdachlosen zum Mittelstand befördert zu werden, macht uns relativ betrachtet glücklicher, als die Beförderung vom Mittelstand zum Millionär.

    Das untermalt eine der typischen weltweiten Studien, in der Leute auf einer Skala von 1 (mir gehts mies) bis 7 (halleluja, dingdong, happy) bewerten sollten wie es ihnen geht. Ganz oben mit dabei: Die Multimillinäre mit 5.8, ziemlich weit unten: Obdachlose aus Kalkutta mit 2.9. Ehemalige Obdachlose, die zu Slumbewohnern befördert wurden gaben im Schnitt 4.6 an.

    Das führt also zu dem Schluss, dass Geld vor allem dann besonders glücklich macht, wenn man dadurch der bitteren Armut entkommen kann (ein Herr Gilbert hat diesen Schluss zuerst wissenschaftlich formuliert).

    Am Kopf kratzt man sich aber trotzdem, wenn man weiß, wer sich sonst noch eine Punktzahl von 5.8 "Glücklichkeitspunkten" gegeben hat: Die nordgrönländer Inuit und die kenyanischen Massai. Es geht also auch ohne Millionen.
    Hm, aber gibts bei den Inuit nicht das halbe Jahr lan nur rohes Robbenfleisch zum Frühstück und wohnen die Massai nicht in Hütten die sie mit dem Dung ihrer Kühe mauern? Yup.

    Scheint so, als würde under Wohlbefinden, sobald die Grundbedürfnisse gedeckt sind von anderen Einflüssen als Geld gesteigert: Soziale Kontakte, Freiheiten, Sicherheit, Sapß am Job etc. Und "Grundbedürfnisse" sind eben inerkulturell relativ.

    Interessant ist außerdem: Glückliche junge Menschen verdienen später mehr. Ganz einfach weil sie ihre Ausbildung überzeugt leidenschaftlicher und enthusiastischer vorantreiben als die, die sich irgendwann mal dachten, mit Wirtschaft (oder Ingenieurwesen, Medizin, Mathematik etc) kann ich später viel Geld verdienen. Gerade dadurch sind sie auch langfristiger glücklich, da sie ausgeglichener sind und durch eigenen Druck, statt Äußerem Leistungen erbringen, wirken sie attraktiver auf Partner, halten sich fit, sind insgesamt eben "angenehmer gestresst".
    Also kann man unter Umständen sagen, dass Zufriedenheit reich macht.

    Original: Money & Happiness


    So, da sind so einige Ansätze drinnen an denen man ansetzen könnte, dass ich zu dem Ganzen wohl eher unkonkrete Fragen stelle: Was haltet ihr von den Gedanken? und wenn ihr glücklich seid, liegt das am Geld?
    Was habt ihr euch während des Lesens gedacht?
    Freue mich auf interessante Beiträge.
     

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  3. #2 3. Mai 2008
    AW: Wohlstand und Zufriedenheit

    unsere gesellschaft funktioniert wie ein pc spiel nach einem belohnungsystem...wer sich dem entzieht gilt als unkonform und wird verstoßen...
    werde nachher noch mehr über edit schreiben....
     
  4. #3 3. Mai 2008
    AW: Wohlstand und Zufriedenheit

    Das Geld spielt heutzutage einfach so eine große Rolle, das es schon für kleine Kinder ein Traum ist später viel Geld zu verdienen. Jeder sehnt sich nach viel Geld. Und da denke ich schon, dass Menschen (Menschen die Spaß an dem Job haben womit sie Geld verdienen) glücklich durch Geld werden.
     
  5. #4 3. Mai 2008
    AW: Wohlstand und Zufriedenheit

    geld allein macht einfach nicht glücklich. vllt temporär...
    aber ohne geld ist es schwierig glücklich zu sein

    is das nicht son spruch aus nem film?
     
  6. #5 3. Mai 2008
    AW: Wohlstand und Zufriedenheit

    schwierig nicht unbedingt.
    man muss nur einfach mit seinem leben zufrieden sein und nicht andauernd sinnlosem schikimicki hinterherrennen. was haben die menschen bloß früher ohne pcs etc. gemacht? :p
     
  7. #6 4. Mai 2008
    AW: Wohlstand und Zufriedenheit

    Das gute an Geld ist, dass es bis zu einem gewissen Grad Probleme lösen kann: Wenn man genug hat um Miete und Food zu kaufen und sich nicht tot arbeitet um diese Notwendigkeiten zu erfüllen, kann man schon recht zufrieden sein. Dann kann man sich meiner Meinung nach erst um die Dinge kümmern, die einen ein zufriedenes Leben leben lassen: Freundin, Hobby, rr...
     

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