YouPorn und Co vor dem Aus?

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von shangri-la, 20. Oktober 2007 .

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  1. #1 20. Oktober 2007
    YouPorn ist die erfolgreichste p0rn-Seite der Welt. Eine Gesetzänderung in den USA könnte den Web-2.0-Schmuddelseiten den Garaus machen. Außerdem: Provider dreht P2P-Verkehr ab, US will AllOfMp3-Spin-offs killen. Das und mehr im Überblick.

    YouPorn eine beliebte Seite zu nennen, wäre einerseits richtig und sogar untertrieben (das Genital-Angebot hat mehr Nutzer als CNN), andererseits doch schräg: Das p0rnangebot ist Gesetzeshütern und Jugendschützern rund um den Globus ein Dorn im Auge. In Deutschland steht die Seite auf dem Index, das Telekommunikationsunternehmen Arcor hat gerade eine Menge Ärger deswegen: Die Firma steht in der Kritik, Jugendlichen Hardcore-p0rngrafie zugänglich zu machen und soll den Zugang zur Seite sperren.

    Aus Sicht der Telkos und Internetprovider ist das ein zweischneidiges Schwert - auch, wenn das so niemand zugeben würde. Denn was man VHS einst nachsagte, gilt für das Internet definitiv: Der exorbitante Publikumserfolg des Webs wurde nicht zuletzt durch p0rngrafie, später durch P2P und den Vertrieb von Raubkopien befördert.

    Doch offenbar hat nicht nur in Deutschland von Seiten des Gesetzgebers der Versuch begonnen, das Thema offensiv anzugehen - und den Schmuddelangeboten den Datenstrom abzudrehen. Eine aktuell diskutierte Änderung des US-Gesetzes 18 U.S.C. 2257, das die Modalitäten der Altersprüfung für den Zugang zu Internet-p0rngrafie regelt, könnte effektiv das Aus für alle möglichen Web-2.0-p0rnseiten bedeuten, berichtet Wired. Und siehe da: Auch dafür gibt es in Deutschland eine Entsprechung. (mehr...)

    Comcast drosselt P2P-Verkehr

    Bleiben wir bei einem verwandten Thema: Gut 70 Prozent des gesamten Internet-Traffics geht auf Kosten von P2P-Anwendungen. Man glaubt es kaum, auf das Surfen im WWW entfallen aktuellen Statistiken zufolge dagegen nur 28 Prozent. P2P ist die Killeranwendung im Netz - und definitiv der Hauptgrund, warum sich Netz-Nutzer breitbandige DSL-Anschlüsse leisten.

    Das ist schön für die Nutzer, schöner für die Telkos und Provider, und äußerst unschön für die Copyright-Halter und Urheber, die per P2P beklaut werden. Die aber machen immer mehr Druck, dem fröhlichen Datenklau einen Riegel vorzuschieben.

    Dem folgte nun der US-Telko Comcast, der einem Bericht der nachrichtenagentur AP zufolge damit begonnen hat, den P2P-Datenverkehr von und zu seinen Kunden aktiv zu behindern. Im Klartext heißt das, dass Comcast BitTorrent- und eDonkey-Datenverkehr drosselt, denn auf diese beiden Protokolle entfällt das absolute Gros des P2P-Traffics.

    Wenn das Schule macht, könnte es problematisch werden. Immer mehr Medienfirmen nutzen diese Protokolle (oder weiter entwickelte Derivate), um ihre IPTV- und Web-TV-Angebote an den Kunden zu bekommen. Da aber weder hinter Donkey noch BT klar zu identifizierende Anbieter stehen, da beide auf sogenannten Tracker-Netzen aus spontan um spezifische Downlads gebildeten Nutzer-Netzen beruhen, könnte dabei Schlag den Sack und mein den Esel heraus kommen. Denn wie man einen legitimen Torrent von einem nicht legitimen unterscheidet, entzieht sich mit Sicherheit auch der Weisheit der Comcast-Mächtigen.

    Comcast bestätigt nur, dass es Methoden anwende, den Datenverkehr innerhalb seines Netzes flüssig zu halten. Zu deutsch: Das Fahrverbot für BT und Donkey sei Stauvermeidung. Ähnliches passiert auch in Deutschland, wo manche Provider gern schon einmal die DSL-Verbindung von Dauer-Downloadern kappen.

    AllofMP3: Nur halb tot?

    Untote leben länger, wissen Fans düsterer Filme. Was die russische MP3-Firma AllofMP3 angeht, wähnte sich die Musikbranche lange im Falschen: Für fast nichts verkauften die Russen lange Zeit weitgehend ungehindert Musik über das Web, für die sie angeblich keine Lizenz besaßen. Seit ein paar Wochen ist AllofMP3 abgeschaltet, nachdem die US-Regierung gedroht hatte, wegen derer andauernden Copyright-Vergehen Russlands Beitritt zur Welthandelsorganisation zu verhindern.

    Doch so richtig tot, berichtet CNet, ist AllofMP3 nun doch nicht. Die Firma habe Nachfolger gefunden, die in der US-Politik weiter für Frustrationen sorgten. Als effektiv hatte sich der Schritt erwiesen, Kreditkartenzahlungen an AllofMP3 zu unterbinden. Jetzt also beginnt offenbar die nächste Runde in diesem Endlos-Streit: Frei nach dem Motto "der gute Kegler holt sie einzeln" rückt die nächste russische MP3-Verkaufsseite ins Visier der Amerikaner.

    Immunität, Spenden und die unabhängige Politik

    In den USA wird seit Wochen hitzig über die Frage debattiert, ob man Telekommunikationsfirmen unter bestimmten Voraussetzungen Immunität vor Strafverfolgung gewähren sollte, wenn diese als Geheimnis-Mitträger illegale Operationen von US-Geheimdiensten unterstützen. Gemeint ist da vor allem die Bespitzelung von US-Bürgern ohne Rechtsgrundlage - offenbar kein seltenes Phänomen (mehr...) vor wie nach dem 11. September 2001.

    Schon bei dem Gedanken kräuselt sich das gemeine europäische Rechtsempfinden - auch, wenn auch wir uns mittlerweile daran gewöhnt haben, dass die, die über uns wachen sollen, das am liebsten täten, indem sie dem Wort ein "be-" oder "über-" voranstellen. Was man dann aber noch bei "Wired" zu lesen bekommt, würde hierzulande wohl kein Politiker überleben: Der Journalist Ryan Singel hat dort die Spenden diverser Telkos an den demokratischen Senator Jay Rockefeller zusammengetragen.

    Das ist nicht ungewöhnlich: In den USA macht nur der politische Karriere, der genug Geld für Wahlkämpfe zusammenbekommt. Bedenklicher stimmt da schon, dass Rockefeller angeblich innerhalb des Geheimdienstausschusses Senate Intelligence Committee Druck macht, den Telkos die gewünschte Immunität zu gewähren.

    Interessant ist daran, dass sich Rockefeller in letzter Zeit unter den Angestellten von Telko-Unternehmen, die politische Spenden machen, einer erfreulichen Beliebtheit erfreut. Während Rockefeller von 2001 bis 2005 von AT&T-Angestellten insgesamt nur magere 300 Dollar zuflossen, konnte er sich im letzten Jahr über fast 20.000 Dollar freuen. Singer kommentiert das so wenig wie die Tatsache, dass das Bild bei Verizon genau dasselbe ist. Auch hier stiegen die privaten Spenden identifizierter Verizon-Angestellter laut "Wired" von fast-nicht-existent auf fast 25.000 Dollar im letzten Jahr.

    Was mit Sicherheit aber nichts mit Bestechung zu tun hat. Man kann sich das ja auch so denken: Die sammeln halt für den armen Mann, weil er sich so wacker für eine so gute Sache schlägt. Nur zur Erinnerung, worum es dabei geht: um Straffreiheit für Unternehmen, die Geheimdiensten bei der illegalen Beschnüffelung der Bürger helfen. Saubere Sache.


    Quelle: SpiegelOnline Netzwelt-Ticker: YouPorn und Co. vor dem Aus? - SPIEGEL ONLINE
     

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  3. #2 20. Oktober 2007
    AW: YouPorn und Co vor dem Aus?

    Das ist doch mehr als lachhaft, die wollen doch bloss das Internet kontrollierbar machen, das haben ja schon andere versucht. A ber das Internet hat immer wieder gezeigt das es nicht steuerbar ist und das durften auch schon eine Diktaturen erkennen und auch die westlichen Demokratien, ich finde es daher mehr als fraglich warum man dagegen vorgesehen sollte. Das Internet wär ohne das Schmuddelimage was viele warscheinlich angelockt hat, nicht das Internet von heute. Es ist fast wie die reale Welt dort gibt es auch keine "Schöne Welt" Welt , dort gibt es genau so arm und reich und kriminelle Machenschaften wie Prositution und Diebstahl. Sicher versuchen auch die Regierungen gegen sowas vorzugehen, aber ausser ein paar Gesetzen und Sanktionen kann dem Problem auch nicht bei gekommen werden und genau, dass gleiche trifft auch für das Internet zu, man kann es nicht verhindern das etwas passiert im Internet, man kann zwar verbieten und strafen aber verhindern kann man es einfach nicht und ich finde in einer Welt wo die großen Staaten denken sie könnten über alle anderen herrschen und die eigenen Interessen viel größer sind als die der Gemeinschaft, da ist es notwendig das es ein Organ gibt welches unabhängig auf die Situationen schauen kann und kritisieren oder loben, hier kann jeder das machen was er will und jeder das sagen was er will. Das sind die Idealen der Demokratie und der Gerechtigkeit, die bisher kein Staat so richtig erfüllen kann. Das Internet ist sozusagen die wahre Demokratie, warum sollte man also genau diese steuern wollen, schließlich kann man den freien Willen des Menschen auch nicht steuern.
     
  4. #3 20. Oktober 2007
    AW: YouPorn und Co vor dem Aus?

    naja , wenn ich ehrlich bin kannte ich youporn bisher noch nicht , und es ist mir ( wenn ich meine meinung offen vermitteln darf ) ziemlich schnurz , ob eine p0rnseite down geht. Ich schätze mal das über 20 % der Internetseiten aus p0rnpages bestehn. Von daher würd ich sagen bekommen die LEute ihr Wich*vorlagen auch von anderen Seiten.
     
  5. #4 24. Oktober 2007
    AW: YouPorn und Co vor dem Aus?

    also ich krieg jetz schon ne offline message von youporn..kanns allerdings anpingen also hat arcor wieder webangebot gesperrt? ^^ schade da gabs manchma so lustige pannen zu sehn ^^
     
  6. #5 24. Oktober 2007
    AW: YouPorn und Co vor dem Aus?

    Männer :rolleyes:
    @PhyT0n
    Die Page ist nicht down, ich komme drauf ;).
     
  7. #6 24. Oktober 2007
    AW: YouPorn und Co vor dem Aus?

    Weiß nicht, find das Ganze etwas überbewertet.
    Die youporn Sache ist mir realtiv egal. Falls ich Anregung brauch, hab ich da andere Quellen.
    Das Internet zu kontrollieren wird wohl eh nicht so lange klappen, bis der Staat sich dazu entscheidet die Privatssphäre seiner Bürger zu ignorieren und zu einem Kontrollstaat zu werden. Hier in Deutschland wohl unmöglich.
    Was mich aber am meisten stört ist die Sache mit der Immunität für die Firmen. Sollte das durchkommen, dann kann man davon ausgehen, dass die Firmen mit diesen Rechten ihre Einkommen steigern werden. Aber der Anstieg wird auf Grund illegaler Aktivitäten sein.

    Mal schaun was bei rauß kommt.....
     
  8. #7 24. Oktober 2007
    AW: YouPorn und Co vor dem Aus?

    lol 70% soll Torrent sein ?! Das kann ich irgendwie nicht glauben. Wie steht dass denn mit FTP !? http soll 28 % haben , p2p 70 % ? Mir kann doch keiner sagen dass ftp nur 2% einnehmen ... Die labern doch.
    Aber wenn das stimmt kann man doch quasi reden der mehr als nen 52k Modem hat bei der Polizei melden und sagen es betsehe Verdacht auf illegales File-sharing. neee das kann nicht sein.
     
  9. #8 24. Oktober 2007
    AW: YouPorn und Co vor dem Aus?

    Sollen Arcor und Telkom halt YouPorn sperren oder BT/P2P Traffic einschränken.
    Werden schon sehn was sie davon haben ;)
    Es wird immer Provider geben die ihren Datenfluss nicht filtern... wäre ja auch an sich nicht rechtens.

    Und "Das Ende von YouPorn" ist übertrieben, wenn es eine Alterskontrolle gibt, wird die Seite vielleicht ein wenig einbüssen, aber jeder noch so gute Schutz lässt sich umgehen (für die User unter 18, den anderen ist es ja eh egal)

    gruß

    edit:

    @HardStyler

    20% p0rnseiten?

    guck dir mal diese seite an:

    Internet p0rngraphy Statistics - TopTenREVIEWS


    es sind 12%, aber die Industrie dahinter bzw das Geld was da fliesst ist mehr als in den restlichen 88% prozent zusammen

    edit2:

    Internet users who view :love: 42.7% ;)
     
  10. #9 24. Oktober 2007
    AW: YouPorn und Co vor dem Aus?

    Sowas gab es doch schonmal mit Arcor, weiß aber nicht mehr worum es ging.
    Wenn man über 18 ist, kann man dort einfach anrufen und sagen das man das nicht möchte etc. weil der Provider das ja eig. nicht darf, damit wird einem ja das Internet "beschränkt" und man zahlt ja für eine bestimmte Leistung die man auch erhalten möchte ;).
     
  11. #10 27. Oktober 2007
    AW: YouPorn und Co vor dem Aus?

    das thema gabs schon oft...
    aber wieso soll ich da anrufen wenn ich über 18 bin? unter 18 kriegste dort eh kein vertrag abgeschlossen...also müll was die veranstalten!
     

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