Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

Dieses Thema im Forum "Netzwelt" wurde erstellt von zwa3hnn, 15. Januar 2009 .

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  1. #1 15. Januar 2009
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. April 2017
    Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ist nach einem Gespräch mit Internetprovidern am Dienstag zuversichtlich, dass in sechs bis acht Wochen eine mehr oder weniger freiwillige Vereinbarung mit einem Großteil der deutschen Zugangsanbieter zur Blockade kinderpornographischer Webseiten steht. "Wir brauchen zwei, drei Mutige, die vorangehen, und die gab es bei dem Treffen", sagte die CDU-Politikerin am heutigen Donnerstag in Berlin. Es gehe um ein gemeinsames Zeichen von Politik und Internetwirtschaft, dass "wir Kinderpornographie ächten". Sämtliche Beteiligten an der internen Runde seien einer arbeitsgruppe beigetreten, in der bis Ende Februar unter Federführung des Familienministeriums die nötigen Umsetzungsschritte vorgenommen werden sollten: "alle wollen mitmachen."

    [​IMG]
    {img-src: http://www.heise.de/bilder/121769/0/0}

    Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen holte sich die Unterstützung skandinavischer Polizeibeamter (links: Bjørn-Erik Ludvigsen, rechts: Lars Underbjerg), um die Provider von Sperren gegen Kinderpornographie zu überzeugen.​

    Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen holte sich die Unterstützung skandinavischer Polizeibeamter (links: Bjørn-Erik Ludvigsen, rechts: Lars Underbjerg), um die Provider von Sperren gegen Kinderpornographie zu überzeugen. VergrößernEs habe auf Providerseite zwar anfangs Skepsis gegenüber ihrem im November angekündigten Vorstoß gegeben, eine Sperrverpflichtung notfalls gesetzlich anzuordnen, räumte von der Leyen ein. Diese sei nach der Vorstellung skandinavischer Vorbilder für Web-Blockaden aber geschwunden.

    Es drehe sich zudem um einen finanziell überschaubaren Rahmen für die Internetbranche, die mit den sieben größten Zugangsanbietern und den wichtigsten, 95 Prozent des Marktes abdeckenden Verbänden vertreten gewesen sei: "Wir sprechen über 40.000 Euro Vorleistungen", sagte die Ministerin. "Ganz wichtig" sei zudem das von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) unterstützte Signal gewesen, dass "der Gesetzgeber handeln wird". Sie sei sich zumindest mit ihren beiden Ressortkollegen einig, "dass wir das Thema noch in dieser Legislatur konsequent angehen wollen". auch nach der erhofften Sperrregelung mit den Providern werde eine entsprechende Änderung des Telemediengesetzes geprüft, um gegebenenfalls Rechtssicherheit zu schaffen.

    Der norwegische Polizeirat Bjørn-Erik Ludvigsen, der eine leitende Funktion in der CIRCaMP-Gruppe zur Bekämpfung von Cybercrime und Kinderpornographie auf EU-Ebene innehat, erklärte den ansatz des unter anderem in skandinavischen Ländern bereits eingesetzten, von der Leyen als Vorbild dienenden Sperrsystems. Dabei werde der Child Sexual abuse anti Distribution Filter (CSaaDF) verwendet, zu dessen Entwicklung Norwegen 2004 den anstoß gegeben habe. Inzwischen seien auch Dänemark, Belgien, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, Malta, die Niederlande, Polen, Schweden und Spanien beteiligt. Unterstützt werde die Gruppe von Europol und Interpol.

    Die Polizei bewertet ihr zur Kenntnis gelangte kinderpornographische Seiten und erstellt eine Blockadeliste, beschrieb Ludvigsen ohne Erläuterung technischer Einzelheiten das Verfahren. Die Provider prüften bei jeder aufgerufenen Webadresse dann automatisch, ob diese in dem Sperrverzeichnis aufgeführt ist. Sei dies der Fall, werde dem Nutzer eine Warnseite angezeigt. "Dabei erheben wir nicht den Zeigefinger", betonte der Fahnder. Es passiere angesichts viren- und trojanerverseuchter Rechner schließlich häufig, dass Menschen unabsichtlich "auf so eine Domäne gelangen". Daher erfolge die neutrale aufklärung, dass "Ihr Internetbrowser versucht, eine Seite mit kinderpornographischen Inhalten aufzurufen". Zudem würden die Grundlagen der Blockade sowie Kontaktinformationen zur Polizei angegeben, um mögliche Irrtümer aufzuklären. angaben über den Nutzer würden nicht gespeichert, meinte Ludvigsen. Die Polizei erhalte aber eine anonymisierte Logdatei der beteiligten Provider über die rund 15.000 bis 18.000 täglichen norwegischen Fälle, in denen die Stopp-Seite angezeigt werde. Dies sei hilfreich, um anderen Webdomänen auf die Spur zu kommen, die auf Kinderpornographie verlinken.

    Die norwegische Liste enthielt zum Start laut Ludvigsen 274 adressen, sei bis zum Januar diesen Jahres zunächst auf 6704 angewachsen, von denen rund die Hälfte inzwischen aber wegen Inaktivität gestrichen worden sei. Die Zahl der permanent aktiv verfügbaren Webseiten mit Kinderpornographie schätzt der Norweger auf 1000 und somit auf eine Größe, welche "die Polizei durchaus im Griff haben kann". Pro Monat kämen rund 135 neue adressen dazu. Über CIRCaMP werde die Liste mit anderen europäischen Polizeistellen ausgetauscht. Dabei müsse aber jedes angeschlossene Land aber selbst noch prüfen, ob ein erfasstes angebot nach nationalem Recht tatsächlich illegal ist. Für diese aufgabe benötige ein Polizist in Dänemark weniger als eine Stunde am Tag, ergänzte Lars Underbjerg, Kriminalinspektor der dänischen Landespolizei. Seine Stelle habe ferner eine Testseite aufgebaut, auf denen Nutzer testen könnten, ob die Sperre von ihrem Provider durchgeführt werde und funktioniere.

    Für von der Leyen kann es angesichts dieser Vorarbeiten kein Vertun mehr geben. Sie bezeichnete es als ihre "aufgabe", das angeblich millionenschwere "Massengeschäft" mit Kinderpornographie hierzulande durch die "technisch und rechtlich machbaren" Eingriffe in den Nachfragermarkt "zu stören". Rechne man die Zahlen aus Norwegen hoch, könnten in Deutschland 300.000 bis 450.000 Klicks auf Seiten rund um Kindesmissbrauch pro Tag blockiert werden. Konkret solle das Bundeskriminalamt (BKa) die zu sperrenden Webangebote identifizieren und dafür die "volle Verantwortung" übernehmen und die Liste den anbietern zur Verfügung stellen. Das angebot der skandinavischen Ländern zur Beteiligung an deren System werde die Bundesregierung gerne akzeptieren und sich CIRCaMP anschließen. Entsprechende Zugangssperren bezeichnete sie als wirksam, "weil sie hier in Deutschland die Seiten blockieren, ganz egal, wo der Täter sitzt".

    Die Diskussion, dass in naher Zukunft nach ähnlichem Muster die Provider etwa auch Glücksspielangebote oder andere hierzulande illegale Webauftritte auf politischen Druck hin sperren dürften, will von der Leyen derzeit bewusst "nicht führen". Sie könne die vielen Wenns und aber der zehnjährigen Debatte über Netzsperren nicht mehr hören und sei gegen eine erneute "Verwässerung" ihrer Initiative: "Wir müssen entschlossen politischen Willen zeigen, gerade weil das Internet gigantische Chancen bietet." Viele würden eine gewisse Ohnmacht gegenüber dem weltweiten Vernetzungsmedium fühlen, "aber wir können gemeinsam Regeln über Grenzen vereinbaren". ausschließen, dass etwa eine neue Bundesregierung nach der Wahl im Herbst weitere Themen bei Web-Blockaden aufgreife, könne sie freilich nicht.

    Dass Zensurlisten aus Staaten wie Dänemark oder Thailand jüngst im Internet auf Seiten wie Wikileaks aufgetaucht und darauf kinderpornographische Seiten zentral abrufbar sind, unterläuft nach ansicht der Blockadebefürworter nicht den Erfolg der umstrittenen Maßnahme. Die aktuelle Liste werde vom BKa verschlüsselt verschickt, erläuterte von der Leyen. Bei der veröffentlichten dänischen Liste handelt es sich laut Underbjerg ferner um eine "sehr alte" Version. Die aktuelle sehe "ganz anders aus". Sein norwegischer Kollege berichtete, dass es in seinem Land eine "kurze Debatte von Zensurgegnern" bei der Einführung des Systems gegeben habe und Norwegen mit China verglichen worden sei. Diese sei aber erstorben, "weil wir das System nicht missbraucht haben". Der Großteil der Surfer würde das virtuelle Stopp-Schild ohnehin nie zu Gesicht bekommen.


    quelle: heise online



    Schwedische Filterliste
    Wer sich mal ein Bild machen möchte, was andere Länder in ihrem Kampf gegen Kinderpornographie alles zensieren, findet hier die schwedische Filterliste. Ich hab kurz überlegt, ob ich diese Seite verlinken soll, weil sich dort auch Links zu angeboten finden, die ich abstossend finde. aber man sollte sich seine eigene Meinung dazu bilden, wo von der Bundesregierung mit Verweis auf Länder wie Schweden die Wirksamkeit dieser Filterlisten hochgelobt wird.

    aufmerksamen Beobachtern wird auffallen, dass der anteil tatsächlicher Kinderpornographie-angebote unter 1% liegt und die meisten gefilterten Inhalte in den US gehostet werden. abgesehen davon können sich viele sicherlich vorstellen, welchen Sinn solche Filterlisten machen, wenn sie irgendwie an die Öffentlichkeit kommen. Und das werden sie.


    netzpolitik.org



    Internetprovider fordern klare gesetzliche Regelung für access Blocking
    Neue Bedenken gegen Web-Sperren im Kampf gegen Kinderpornographie
    Internetsperren gegen Kinderpornografie ab Ende Februar
    CCC veröffentlicht Vertragsentwurf zum Sperren von Kinderpornographie
     

  2. Anzeige
  3. #2 15. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    Anstatt die Qulle zu bekämpfen einfach den Zugang sperren. Selten sowas dämliches gelesen.
    Und damit beginnt die Zensur in Deutschland.
     
  4. #3 15. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    dämlich? naja, in sachen kinderpornographie durchaus akzeptabel :p
    aber wo das mit der zensur noch hinführt will ich gar nicht wissen..
     
  5. #4 15. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    The Finnish filtering list

    Alter falter ey...

    Hätte ich nie gedacht das es soviele underage seiten gibt =/
     
  6. #5 15. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    Und Dieben schneiden wie die Hände ab, Betrüger verkleben wir den Mund und Politker amputieren wird die Zunge.
    Jawohl, ein Rechtsstaat muss aus Zensur bestehen.....[ironie#ff]

    Ich sags euch, wenn das hier durch kommt, dann wird bald auch Raubkopierer der Anschluss geschmissen.

    lg
     
  7. #6 15. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    finds :poop:. Das ist der erste schritt zu der großen zensur. Klar, alles wird erstmal gedeckt, weils kinderporno seiten gibt, aber später. geht ganz schnell.....

    btw: bin gegen kinderpornos.
     
  8. #7 15. Januar 2009
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. April 2017
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    Ich hab es ja gestern schon hier angemerkt und gleichzeitig dazu gibt mir diese Meldung Recht in meinen Bedenken.

    ach btw @Sudo7 .. die ham noch etwas mehr beredet in dem Treffen. unter anderem genau das was du anmerkst.

    Natürlich muss etwas gegen Kinderpornografie getan werden, aber nicht mit solchen blinden Aktionismus, geparrt mit absoluten Unwissen über die Technik, wie das Internet überhaupt funktioniert. ****phile nutzen nun halt einfach ausländische Proxis, oder das überall bekannte Tor. Werden die nun als nächstes verboten? Aber was will man von Leuten erwarten, die noch nichtmal mit dem Begriff Browser etwas anfangen können.
     
  9. #8 15. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    hmm kleines lol hier mal^^

    mal angenommen da schnalz ich im inet rum durch hunderte p0rn seiten und werd automatisch auf so nen scheiß verlinkt oO

    hab aber bestimmt noch paar gezogene kinofilme usw auf dem pc...

    zack bullen bei mir???

    löl wasn scheiß,,,,,,,,, aber wenigstens wird da endlich mal was dagegen gemacht:)
     
  10. #9 15. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    genau meine Meinug

    sicherlich ist Kinderpornographie verachtenswert und ich würde jeden der damit zuschaffen hat aufs härteste bestrafen allerdings bin ich gegen jegliche Internetzensur egal welcher Art wenn das erst mal anfängt wo hört es dann auf? Abgesehen davon das sich Kinderpornographie auch auf andere Weise verteilt.
     
  11. #10 15. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    oh man das ist echt mies die sollten diese Seiten echt sperren...
    In dem filter Link sind echt nur kinderpornographien... ich weiß ja nicht ob es Sinn macht die Seite hier zu veröffentlichen somit verbreiten wir ja nur die Seiten oder?
     
  12. #11 15. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    So damit wird der deutschen Bevölkerung wieder vorgemacht, es wird etwas sicherer. Das einzige was mit solch einem Filter gemacht wird, ist kontrolliert. Damti erlangt das BKA abermals mehr Macht.

    Oder glaubt ihr im ernst, dass sie in dem Gesetz reinschreiben werden, dass ausschließlich sog. "Kinderporno-Seiten" gefiltert werden? Quatsch! Es wird einfach drinstehen, dass Inhalte gefiltert werden dürfen - das mit den Kinderporno Seiten is doch eh nur ein Vorwand.

    Ich wette in spätestens einem halben Jahr kommt Schäuble oder irgendein anderen paranoider/kranker Politiker und meint, man könne doch auch XXX oder YYY zensieren - oder wie wärs mit "Google-Suchphrasen"?

    Die chinesische Regierung wird beschimpft, weil sie den Internetverkehr filtern bzw. zensieren - aber Deutschland wird kein Stück besser sein - denn wir sind auf dem gleichem Weg wie China!

    Das ist mein Fazit daraus!
     
  13. #12 16. Januar 2009
    Internetprovider fordern klare gesetzliche Regelung für Access Blocking

    Internetprovider fordern klare gesetzliche Regelung für Access Blocking

    Internetprovider interpretieren den Ausgang des Gesprächs am Dienstag mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen über Netzblockaden anders als die CDU-Politikerin selbst. Teilnehmer der Runde betonten gegenüber heise online am heutigen Donnerstag, dass sie die gewünschten Sperren von kinderpornographischen Webseiten nur auf Basis einer klaren gesetzlichen Regelung durchführen würden. Bundesregierung und das Parlament müssten vorher verdeutlichen, dass sie "Access Blocking" als geeignetes Mittel zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung Minderjähriger ansehen", sagte Michael Frenzel, Leiter Unternehmenskommunikation bei 1&1. Die technische Lösung habe zudem das Fernmeldegeheimnis und andere Grundrechte der Nutzer zu berücksichtigen. Vorher würde sich "nichts bewegen" in dieser verfassungsrechtlich heiklen Frage, erklärten andere Gesprächsteilnehmer.

    Die Familienministerin hatte sich zuvor zuversichtlich gezeigt, dass bis Anfang März eine "Vereinbarung" mit den Providern zum Sperren kinderpornographischer Angebote zu finden sei. Einige "Mutige" seien bei dem Treffen, an dem unter anderem auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sowie der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, beteiligt waren, bereits vorangegangen und hätten eine Art Selbstverpflichtung der Branche angekündigt. Eine solche vage Zusicherung gibt es bislang aber nur auf europäischer Ebene von Mobilfunkern im Rahmen der "Mobile Alliance against Child Sexual Abuse Content" des Branchenverbands GSMA.

    Die Lesart von der Leyens unterstützt derzeit öffentlich so allein Arcor/Vodafone. Thomas Ellerbeck, Direktor Unternehmenskommunikation und Politik bei Vodafone, erklärte gegenüber heise online, dass auch er am Ende der Beratungen der Arbeitsgruppe eine unterschriftsreife Selbsterklärung der Branche zum Sperren von Kinderpornographie im Internet sehe. Dafür müssten freilich die "rechtlichen Rahmenbedingungen" etwa in der Form geschaffen werden, dass eine staatliche Stelle wie das BKA die Liste der zu blockierenden Seiten etwa in Kooperation mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien verantworte. Die Zugangsanbieter dürften auf jeden nicht in die Rolle von Kontrolleuren von Inhalten gedrängt werden. Ein Handeln sei bei Kinderpornographie aber überfällig.

    Ziercke hätte den Providern laut gut unterrichteten Kreisen am liebsten gleich eine Sperrliste zukommen lassen wollen. Er habe zudem auf hybride, die Ebene des Domain-Name-Systems (DNS) und der eigentlichen IP-Nummern hinter den Webadressen umfassende Blockaden gedrängt. Eine entsprechende Umsetzung würde nach Ansicht von Branchenvertretern aber gut zwei Jahre in Anspruch nehmen und Millionen an Anschaffungskosten für die Technik verschlingen. Von der Leyen will demgegenüber lieber heute als morgen kinderpornographische Seiten nach skandinavischem Vorbild gesperrt wissen und sich daher mit einer vergleichsweise einfach umgehbaren DNS-Blockade zufrieden geben.

    Einig sind sich beide Seiten, dass eine gemeinsame Arbeitsgruppe unter der Federführung des Familienministeriums eventuell schon von kommender Woche an rechtliche und technische Sperrmöglichkeiten besprechen will. Aber schon an der Frage, wo eine gesetzliche Regelung verankert werden könnte, scheiden sich die Geister. Provider-Vertreter sind der Meinung, dass es keinen Sinn mache, das umstrittene Telemediengesetz (TMG) aufzumachen und dort Blockadeverpflichtungen festzuschreiben. Realistischer scheint ihnen ein Spezialgesetz, das nach einer gründlichen öffentlichen Debatte und Anhörungen verabschiedet werden könnte. Von der Leyen brachte dagegen gerade wieder das TMG ins Spiel, auch wenn ihr eine freiwillige Selbstverpflichtung der Industrie angesichts der Bundestagswahlen im Herbst offensichtlich lieber wäre. Schließlich gibt es beim Koalitionspartner SPD auch erhebliche Bedenken gegen netzseitige Web-Blockaden. Zugegen waren bei dem Gespräch neben den Präsidenten von Branchenvereinigungen Abgesandte von 1&1, Alice/Hansenet, Arcor/Vodafone, Freenet, o2/Telefonica und der Deutschen Telekom.


    quelle: heise online
     
  14. #13 16. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    habe schon ziemilch früh angemerkt, dass Kinderpornografie nur ein Vorwand ist, genau wie Terrorismus. Es geht nur um Macht und Kontrolle. Letztenlich spielt Terrorismus wie auch KiPo kaum eine Rolle, aber damit lässt sich halt Angst verbreiten.
     
  15. #14 16. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    naja, ich glaube die sollten das sperren lassen. Ist nur zeitaufwand und was bringt es???? Nichts. Es gibt 50000000000 andere möglichkeiten sowas zu sharen. Einfach ne andere Website aufmachen und schon ist die nicht gesperrt. Das Sperren soll halt dazu dienen, damit die leute sagen, toll die aus der Regierung machen mal was, aber letzendlich bringt das nichts.

    Wenn ein Spiel inidziert wird bekommt man es trozdem ^^
     
  16. #15 16. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    Glaubst du im ernst das das auch nur ansatzweise helfen wird? Also, glaubst du soetwas wirklich?
    Als wenn die Leute einfach nach "kinderporno" googlen würden...
    Mittel und Wege gibts mehr als genug, nach wie vor.
    Achja, könnte evtl. jemand die liebe Frau Familienministerin mal wieder an die Leine nehmen?
     
  17. #16 16. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    hm joa zensur gegen das Problem ne feine Lösung ^^

    bin total gegen Kinderpornografie bin der meinung, dass alle Täter sonst was verdienen ... die versauen Leben durch ihre Aktionen....
    Was ich aber komisch finde, wie kommt man auf solche Seiten ? Also ich behaupte von mir, dass ich durch surfen im Inet ne menge seiten durchforste nach Stuff, ich werde auch regelmäßig auf irgendwelche p0rnseiten verlinkt, aber da war noch NIE irgendwas mit Kindern dabei ...
    Google ist denke ich mal auch ne schlechte Anlaufstelle, also wie zum Teufel kommt da jeder :crazy: ran ^^

    also nix falsches denken von mir, mich interessiert einfach nur mal wie das geht ^^
     
  18. #17 16. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    Unsere Regierung denk also, man könne das Internet dauerhaft einschränken... Sie werden es nicht schaffen, irgendwoher bekommt man die Kinderpornos immer.... Traurig, aber wahr....
     
  19. #18 16. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    alles nur noch zensur und nochmal zensur. die leute haben nichs besseres mehr zu tun. es gibt noch massenweise kinderpornos und genau das sollte man verhindern.
     
  20. #19 18. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    Wenn die deutsche Regierung wirklich mal was verändern möchte, dann sollte sie vielleicht mal bei denen anfangen:

    Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/8/121803

    Es ist einfach unglaublich, dass in manchen Ländern der Erde der Kindermissbrauch völlig legal ist...

    Bei heise.de habe ich auch noch ein paar sehr schöne User Kommentare gefunden:
    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/fore...f-gegen-Kinderpornographie/forum-150630/list/
     
  21. #20 18. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    Wie immer. Synthom- statt Ursachenbekämpfung.

    Ist wie immer... Is so wie wenn man perspektivlose gewalttätige Jugendliche wegsperrt anstatt die Bildungspolitik zu ändern und Perspektiven zu schaffen (In solchen Zeiten schwer aufgrund der schwächelnden Wirtschaft)
     
  22. #21 18. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    Lol, es gibt laut BKA gerade mal ca. 30.000 Leute in Dtl., die an Kinderpornografie interessiert sind. Das sind 0.05 Prozent aller Erwachsenen, also nichts. Für internationale Händlerringe hat noch nie jm. einen Beweis geliefert, eben deshalb, weil es keine gibt.
    Ist das Gesetz erstmal durch, wird es auch ausgeweitet, dass war immer so.
    Aber wenn das Wort Kinderpornografie fällt, schaltet sich das Hirn eben aus.
     
  23. #22 18. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    Wieder mal zeigt es sich das Politiker immer nur populistische Entscheidungen treffen. Nach dem Amokläufen schreit jeder nach Indizierung von Gewaltspielen, wegen angeblichem Terror wird die Vorratsdatenspeicherung eingeführt und nun eine Zensur des Internets.

    Versteht mich nicht falsch, es gibt nichts schlimmeres als KiPo aber auf diesem Weg wird nichts erreicht. Wo soll denn die Zensur anfangen? Typisch anstatt die Wurzel versuchen zu erreichen werden Äste gestutzt und dabei noch vom Nebenbaum was abgeschnitten.

    Immer weiter dreht sich die Mühle der Überwachung...
     
  24. #23 18. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    Ebenso wie bei "Terrorismus"
     
  25. #24 18. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    endlich tut sich was. Die News von NOS sind klasse, das geht mir nämlich schon seit vielen Wochen durch den Kopf. Eines stand da so im Nebensatz: In anderen Ländern sind andere Dinge legal, was hier verboten ist. Was Kinder sind und wie der Umgang mit Sex ist, ist bei weitem nicht eindeutig, wie Westler das sehen. Irgendwie stellt kaum einer das in Frage. In anderen Ländern entdecken die Menschen die Sexualität schon deutlich früher, v.a. weil sie schneller reifer werden. In Brasilien verlieren viele Menschen schon mit 14, 12 oder gar 10 Jahren ihre Jungfräulichkeit. Unsere Granze von 18 Jahren wirkt da ziemlich lächerlich. Und lebt Internet nicht von der Freiheit alles unabhängig von Gesetz, Kultur, Sitte abrufen zu können? Wir haben vor kurzem über China gelacht, weil sie politisch andersdenkende Seiten sperrt. Wir tun doch genau dasselbe, nur ist es bei uns nicht Politik, sondern Sex. Es gibt bestimmt einige Länder da draussen, die über uns zu Recht lachen.
     
  26. #25 18. Januar 2009
    AW: Familienministerin: Provider machen mit beim Sperren von Kinderporno

    Als ob es denen um Kinderpornos geht. Die kranken Schweine die sowas gucken wollen gehen dann halt über Proxy auf diese Seiten. Wenn die Politiker wirklich was dagegen machen wollen, sollten sie sich erstmal um den ****sexuellen Grünen-Politiker im Europaparlament kümmern, welcher offen in einem seiner Bücher sexuelle Erfahrungen mit Kindern beschreibt! -> Daniel Cohn-Bendit

    Wie andere hier schon geschrieben haben, warscheinlich nur ein Vorwand um weitere Kontrolle zu erlangen. Wenn die wirklich was gegen die Kinderpornoindustrie unternehmen wollen, sollten sie nicht einfach den Zugang zu den Seiten sperren, sondern die Urheber wegsperren, solche Idioten! -.-
     

  27. Videos zum Thema
Die Seite wird geladen...