mRNA-Technik: WHO arbeitet an gemeinsamer Austauschplattform

Artikel von Burg und Er am 22. Juni 2021 um 10:06 Uhr im Forum Wissenschaft & Forschung - Kategorie: Wissenschaft

mRNA-Technik: WHO arbeitet an gemeinsamer Austauschplattform

22. Juni 2021     Kategorie: Wissenschaft
Die WHO sieht eine Impfstoffknappheit in Bezug auf Covid-19 und ähnliche Fälle möchte die Organisation künftig verhindern. Wenn es in den nächsten Jahren wieder zu einer weltweiten Pandemie kommen sollte, dann soll die Menschheit diesmal vorbereitet sein. Dafür soll auch eine gemeinsame Austauschplattform sorgen, welche um die mRNA-Technik handelt.

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Im Rahmen der Kampagne ZeroCovid haben sich bereits 12 Unternehmen verpflichtet, durch deren Know-how soll die Technik maßgeblich gefördert werden und ebenso haben 12 Länder sich als Produktionsstätte angeboten. Die Idee dieser Plattform ist jedoch, dass Partner ihr Know-how in Bezug auf die Produktion preisgeben, damit dies an die Entwicklungspartner weitergeben werden kann.


Der Bedarf hieran wird insbesondere dann klar, wenn die Impfquoten berücksichtigt werden. In Deutschland hat beinahe die Hälfe mindestens eine Erstimpfung erhalten. In afrikanischen Ländern sieht das gänzlich anders aus, so haben im Tschad nur 0,3 Prozent der Bevölkerung eine Impfung erhalten, nur etwas besser sieht es in Malawi aus – mit zwei Prozent.



Know-how-Plattform für Biotech-Unternehmen interessant


An der Know-how-Plattform zeigen sich vor allem Biotech-Unternehmen interessiert, welche ihre präklinischen Studien abgeschlossen haben und nun in die klinische Phase übergehen. Nicht Teil des Programmes sind jedoch Moderna und BionTech-Pfizer.


Die Plattform selbst konzentriert sich auf mRNA, da sich diese Methode als sehr effektiv gezeigt hat und es hierzu auch Vorwissen an Universitäten gibt, welche diese Technik auch mitentwickelt hatten. In Afrika ist dies tatsächlich aber noch Neuland, obwohl im gesamten Kontinent keine Patente hierzu gibt.


Es scheitert daher nicht an den Patenten, sondern an der Produktion. Die Impfstoff-Kopien kann kein Unternehmen aus Afrika anfertigen, denn es fehlen schlichtweg die Aus- und Fortbildungen in diesem Bereich. Das ist weiterhin eine große Hürde.



mRNA-Impfstoff gegen Krebs in Forschung


mRNA-Impfstoffe werden aber auch in anderen Anliegen benötigt. Das Unternehmen BionTech aus Mainz hat beispielsweise derzeit eine Studie mit einem mRNA-Impfstoff gegen Krebs gestartet. An dieser Studie nehmen derzeit 120 Hautkrebspatienten teil, dies zeigt, welch ein Potenzial in dieser Technik steckt.


In der Studie wird die Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit untersucht in Kombination mit Libtayo (Cemiplimab), hieraus soll hervorgehen, wie wirksam diese Form der Behandlung gegen Hautkrebs ist. Zusätzlich befinden sich vier weitere Impfstoffe des Unternehmens in der klinischen Entwicklung. Möglicherweise wird die Produktion bei Erfolg ebenfalls vom US-amerikanischen Unternehmen Pfizer übernommen.



Technik hat immense Fortschritte gemacht

Insgesamt ist festzustellen, dass die Technik in den letzten Jahren immer wieder große Sprünge gemacht hat. Derzeit reißen Erfolgsmeldungen im Bereich künstliche Intelligenz (KI) nicht ab, jedoch kommt es auch immer wieder zu neuen Meldungen aus dem Bereich Quantencomputer oder mRNA.

Doch auch im Bereich der Videospiele tut sich viel, insbesondere bei Browserspielen, wie es bei Casino Spiele der Fall ist. In den 1990er-Jahren haben sich die ersten Spiele entwickelt, diese waren aber kaum spielbar. Heute gibt es diese mit zahlreichen Animationen oder sogar Live-Cams, bei welchen in Echtzeit mit dem Dealer gesprochen werden kann.

Die Möglichkeiten in Bezug auf Technik scheinen unbegrenzt. Für nächstes Jahr hat Deutschland so auch eine Gesetzesveränderung eingeleitet, denn als erstes Land in Europa dürfen dann autonome Fahrzeuge auf den Straßen fahren.
 

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