Perfekte Bettwäsche – gibt es sie?

Artikel von Carla Columna am 20. Juni 2022 um 11:17 Uhr im Forum Allgemeines & Sonstiges - Kategorie: Ratgeber & Wissen

Perfekte Bettwäsche – gibt es sie?

20. Juni 2022     Kategorie: Ratgeber & Wissen
Von der perfekten Bettwäsche darf jeder träumen. Es gibt sie! Doch leider ist ein Haken dabei. Je nach Person und Situation muss sie unterschiedliche Eigenschaften erfüllen. Vieles hängt von persönlichen Bedürfnissen, Klima und Lebensart ab. Welche Fasern und Gewebe sind wann und für wen ideal? Unsere kleine Übersicht kann vielleicht weiterhelfen.

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Keine kalten Füße unter einer warmen Bettdecke, wenn sie lang genug ist.


Bettwäsche aus Satin oder Damast
Satin und Damast gelten als besonders luxuriös. Im alten China wurden die Gewebe aus feiner Seide hergestellt. Heutzutage bestehen sie aus Baumwolle oder Mikrofaser, sind strapazierfähig und pflegeleicht. Optisch wirkt Damast wegen seiner eleganten Gewebemuster sehr schön. Satin besticht durch seinen edel-schimmernden Glanz. Es erzeugt mit seiner seidigen Oberfläche ein sanftes und duftiges Gefühl auf der Haut. Diese weiche Qualität steigert sich, wenn die Bettwäsche aus Premium-Baumwolle hergestellt wird. Im Sommer wirkt glattes Satingewebe angenehm kühlend. Wegen ihrer temperaturausgleichenden Wirkung können aber beide Bettwäschegewebe von Frühjahr bis Herbst eingesetzt werden. Perfekt sind sie in Hochzeitsnächten ebenso wie im Alltag. Sie werten mit ihrer schönen Qualität das Schlafzimmer auf und sorgen für ein angenehmes Schlafgefühl.


Bettwäsche aus Perkal oder Seersucker
Weich und glatt ist Perkal. Es handelt sich um Bettwäsche aus feinen und dicht gewebten Baumwollfäden. Das sorgt für ein geschmeidiges Hautgefühl und wirkt kühlend. Perkal ist sehr gut für heiße Sommernächte oder Personen, die unter Nachtschweiß leiden. Außerdem meiden Hausstaubmilben das Gewebe mit der hohen Fadendichte. Kühl für den Sommer ist außerdem Seersucker-Bettwäsche. Sie besteht aus Baumwolle oder Mischgewebe. Dank spezieller Webtechnik entsteht ein dreidimensionales Riffelmuster. Dadurch liegt diese Bettwäsche nicht flach auf der Haut. Sie erzeugt eine leichte Luftigkeit mit wenig Körperkontakt – perfekt, wenn die Temperaturen tropisch werden.


Bettwäsche aus Renforcé oder Jersey

Jersey und Renforcé sind sehr unterschiedlich. Was sie vereint: Sie sind strapazierfähig und optimal für den Alltag. Jersey ist ein knitterfreies, feines Maschengewebe mit leichter Elastizität. Abhängig von der Faser fühlt es sich glatter oder kuscheliger an. Das Gewebe ist atmungsaktiv und speichert die Körperwärme gut. Jersey-Bettwäsche eignet sich am besten von Herbst bis Frühjahr. Sie lässt sich leicht aufziehen und unkompliziert pflegen. Das mittelfeine Gewebe Renforcé wird für die meisten Bettwäschen eingesetzt. Am häufigsten besteht es aus Baumwolle, Baumwoll-Mischgewebe oder Polyester. Renforcé-Bettwäsche aus Baumwolle erzeugt das beste Schlafklima. Es gleicht Feuchtigkeit und Temperaturen aus. Wenn Polyester zum Einsatz kommt, werden die Bettbezüge knitterfreier und pflegeleichter. Renforcé passt immer – außer im kalten Winter.


Bettwäsche aus Biber, Flanell oder Frottier
Wenn der Nachtfrost einsetzt, wird es Zeit für Winterbettwäsche. Um tief und gesund zu schlafen, sollte die Zimmertemperatur maximal 18 Grad betragen. Aber bei feucht-kaltem Klima fühlt sich das oft zu kühl an. Ideal ist dann Bettwäsche, die körpereigene Wärme speichert und sich schön flauschig anfühlt. Diese Qualität bieten Biber- und Flanellbettwäschen mit ihren aufrauten Fasern. Ähnliches gilt für Frottier. Die winzigen Schlingen im Gewebe erhöhen die atmungsaktiven Eigenschaften und sorgen für luftiges Klima. Wer mit Nachtschweiß zu kämpfen hat, fühlt sich darin besonders wohl.


Fazit:
Eine allgemein perfekte Bettwäsche gibt es nicht. Aber jeder kann die ideale Bettwäsche für den passenden Moment und persönliche Bedürfnisse finden. Es empfiehlt sich daher, eine Sammlung unterschiedlicher Bettwäschen-Arten zu besitzen.
 

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