Studie: Weichmacher senken den IQ von Kindern deutlich

Dieses Thema im Forum "Wissenschaft & Forschung" wurde erstellt von Carla Columna, 12. Dezember 2014 .

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  1. #1 12. Dezember 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. April 2017
    US-Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Weichmacher der Intelligenz von Kindern enorm schadet.

    Häufiger Kontakt mit Weichmachern während der Schwangerschaft wirkt sich einer Studie zufolge deutlich auf die Intelligenz von Kindern aus. Schulkinder in den USA, deren Mütter im Körper hohe Phthalat-Werte aufwiesen, hatten einen um durchschnittlich 6 Punkte niedrigeren Intelligenzquotienten (IQ) im Vergleich zu Kindern, deren Mütter nur gering mit Weichmachern belastet waren.

    Vor allem in Plastikprodukten und Kosmetika werden diese Phathalate (Phthalsäureester – Wikipedia) eingesetzt um die gewünschten Produkteigenschaften zu erhalten.

    Schon länger ist bekannt das dieser Stoff zu Impotenz und Entwicklungsstörungen bei männlichen Lebewesen führt. Da diese Stoffe auch in fast jedem menschlichem Körper nachweisbar sind und im Trinkwasser zeigt wie brisant dieses Thema ist.

    Es sollte also jedem daran liegen seinen Konsum etwas bewusster einzustellen, gerade wenn es die Zukunft der eigenen Kinder betreffen könnte.

    Quelle: Erschreckende US-Studie: Weichmacher machen Kinder dumm - N24.de


    Um das ganze noch mit etwas Humor zu schmücken, möchte ich euch noch auf dieses passende Thema aufmerksam machen: [Wissenschaft] Darwin-Preis: Männer sind die größeren Idioten
     

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  3. #2 13. Dezember 2014
    AW: Studie: Weichmacher senken den IQ von Kindern deutlich

    Auf Anhieb würde ich vermuten, dass sich das nicht nur auf de IQ von Kindern auswirkt und mir würden auch ein paar Kandidaten einfallen, die vermutlich zu viele Weichmacher auf der Frühstücksstulle konsumiert haben. ;)
    Allerdings bezweifele ich auch, dass die Auswirkung auf den IQ wirklich so schlimme Folgen haben kann. Durchschnittlich 6 Punkte ist nun wirklich nicht die Welt, auch wenn die z.B. entscheidend sein können, ob jemand als hochintelligent eingestuft wird oder nicht.

    Intelligenz wird im Übrigen z.B. nach Raymond Bernard Cattel in kristalline Intelligenz (Erlernen, Erfahrungen) und fluide Intelligenz (Aneignung der kristallinen I.) unterteilt.
    Letztere lässt sich dann z.B. durch Ravens Progressive Matrizen (entwickelt vom Psychologen Dr. John C. Raven), bei der eine logische Reihe Muster weiter fortgesetzt werden muss.

    Howard Gardner spricht z.B. für ein Konzept der "Multiplen Intelligenz".
    So ergeben sich aus verschiedenen Fähigkeiten eines Menschen dessen intellektuelle Möglichkeiten. Beispielsweise aus der musikalischen Intelligenz (Musker), naturalistische Intelligenz (Naturforscher), Bewegungsintelligenz (Tänzer, Sportler) usw.

    Intelligenz ist also offensichtlich nicht nur an einer Fähigkeit festzumachen, die dann evtl. durch Schadstoffe negativ beeinflusst werden kann.
    Generell sollte man allerdings ohnehin auf risikobehaftete Produkte verzichten, zumal durch Kunststoffe ja auch jede Menge Rohstoffe verbraucht werden und die Umwelt in der Regel stärker damit belastet wird. Getränke kann und sollte man vielleicht doch besser wieder in Mehrweg-Glasflaschen kaufen. Dann besteht wenigstens kein Risiko, dass diverse Stoffe in ein Lebensmittel diffundieren. Rein ökologisch betrachtet sind Glasflaschen aber auch nicht ideal, denn das höhere Volumen/Gewicht und die damit verbundenen Transporte hinterlassen einen negativen Öko-Fußabdruck.
     
  4. #3 13. Dezember 2014
    AW: Studie: Weichmacher senken den IQ von Kindern deutlich

    Also wenn ich von einem Durchschnitt von 100 IQ Punkten ausgeht sind 6 Punkte im Durchschnitt zumindest schon ein markantes Ergebnis. 6% Sozusagen. Sicher bei Alkohol und Nikotin ist es deutlich stärker, aber auch hier hängt es von der Konsummenge ab und im Durchschnitt würde da wohl auch etwas um die 10-15% herauskommen?!

    Viele Fähigkeiten hängen direkt mit der Intelligenz zusammen. Deshalb spricht man auch bei Intelligenzminderung häufig von Lernbehinderung, weil auch das lernen von Fähigkeiten von einem gewissem IQ-Level abhängt. Die Grenzen werden also häufig durch den IQ gesetzt.

    Sport und Tanzen sind Fähigkeiten die auch stark körperlich abhängig sind, zwar auch vom Geist aber das ist dann eher das Detail. Sportler benötigen also auch höchstens einen durchschnittlichen IQ um Erfolgreich zu sein. Dafür ist ein gut ausgeprägtes Gehirn-Areal für die Bewegung nötig - aber da würde ich nicht unbedingt von Intelligenz sprechen, da das kein wirklich "Denkender" Teil ist sondern eher ein unterbewusster Speicher der trainiert werden kann. Erfahrung und Wissen sind ja auch keine Intelligenz, sie hängen zwar stark zusammen sind aber völlig unterschiedlich und eigenständig.

    Viele der Fähigkeiten haben weniger mit einer speziellen Intelligenz zu tun als viel mehr mit der Intelligenz selbst, die es dem Mensch ermöglicht sich zu spezialisieren.

    Zur "Multiplen Intelligenz" würde ich Gehirnbereiche zählen die eine bestimmte Leistung erbringen können die nicht direkt oder wenig von der Großhirnleistung abhängig sind, weil sonst wäre es wieder auf die Intelligenz selbst (teil)reduzierbar. Ob das dann wirklich Intelligenz ist, bleibt wohl Definitionssache.

    Völlig richtig, bei der Studie gehe ich davon aus, dass die "Hauptintelligenz" gemeint ist, das kann sich damit auch auf viele Fähigkeiten auswirken die Intelligenz abhängig sind, aber natürlich nicht auf alle. Wie oben beschrieben für einen Sportler ist es nicht nötig das er sehr intelligent ist.
     
  5. #4 13. Dezember 2014
    AW: Studie: Weichmacher senken den IQ von Kindern deutlich

    Vor allem im Hinblick auf die IQ-Messmethoden würde ich das Ergebnis nicht überbewerten. Auch wenn mir jetzt Psychologen(und andere) widersprechen werden, denke ich gerade die Realiabilität ist bei diesen Tests eher schlecht.

    Es gibt zu viele verschiedene Tests, die auch noch ständig überarbeitet werden. Dazu gibt es noch viele unkontrollierbare Einflussfaktoren: Kennt die Testperson solche Tests schon? Waren die Bedingungen wirklich für alle gleich, bzw geht das überhaupt?


    Die Intelligenzforschung ist mMn einfach zu ungenau um derartige Abweichungen als eklatant zu bezeichnen.

    MfG
     

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