USA: Ärzte verschreiben erstmals Gaming auf Rezept

Artikel von Jonas Hubertus am 18. Juni 2020 um 00:42 Uhr im Forum PC & Konsolen Spiele

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USA: Ärzte verschreiben erstmals Gaming auf Rezept

18. Juni 2020    
Videospiele können nicht nur negativ für den Körper sein, auch der positiven Einfluss wurde erforscht und zeigt das viele Krankheiten sich durch Spiele mildern lassen. Das bestätigt jetzt auch die FDA und zertifiziert EndeavorRX gegen ADHS. In den USA wird nun Alternativ zu Medikamenten und Sport auch Videospielen als Therapie genutzt um die Symptome zu bessern. Auch gegen andere Krankheiten wie Demenz können bestimmte Spiele helfen, den verlauf zu verlangsamen oder zu mildern.

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Erstmals wurde ein Videospiel von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für medizinische Zwecke zugelassen. Das bedeutet: Ärzte können es ihren Patienten verschreiben, genau wie klassische Medikamente. Das ist nicht ganz neu, viele Entwickler arbeiten an Therapie-Spielen welche positive Effekte bei bestimmten Krankheiten erreichen sollen. Aber auch Spiele an Konsolen für mehr Bewegung und gezielten Übungen sollen z.B. bei Rheuma helfen. Andere trainieren das Auge bei einer Krankheit namens "Lazy Eyes".



Studien belegen Unterschied zu anderen Spielen
Bei dem Rennspiel EndeavorRX wählen Spieler ein Fahrzeug aus und steuern es durch immer komplexere Strecken, das ausweichen von Hindernissen erfordert eine schnelle Reaktion.

Das Spiel soll Symptome von Betroffenen mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) lindern, indem es Konzentration und Multi-Tasking kindgerecht fördert.

Auf den ersten blick denkt man das könnte doch jedes Rennspiel auch leisten. Doch dahinter steckt jahrelange Forschung: Der Entwickler hat EndeavorRX innerhalb von sieben Jahren fünf klinischen Tests unterziehen lassen. In denen zeigte sich, dass die Aufmerksamkeit von betroffenen Kindern zwischen 8 und 12 Jahren verbessert werden konnte. Bei der Kontrollgruppe, die ein anderes ungenanntes Spiel ausprobierte, gab es keine derartigen Verbesserungen.

Dabei reicht es aus, wenn die Spielzeit auf 25 Minuten begrenzt wird, an fünf Tagen in der Woche. Die Verbesserungen traten innerhalb der ersten vier Wochen ein. Aber auch Nebenwirkungen gibt es, knapp 10 Prozent der Probanden erleiden Kopfschmerzen.


Nicht nur negatives am Spielen
Gut zu wissen, dass es nicht nur negatives am Spielen gibt, wie es bei Glücksspiel leider häufig der Fall ist. So ist Spielsucht eine offiziell anerkannte Krankheit. Und die Fallzahlen steigen rasant aufgrund der stetig steigenden Zahl von Anbietern die unkontrolliert eine Spielsucht ausschöpfen. Daher ist es wichtig, das Spieler nur auf lizensierten Seiten wie Mr. Bet Casino Online zugreifen auf denen sie genauso einen Mr Bet Neukundenbonus erhalten, der dem Mrbet Bonus von anderen Anbietern in nichts nach steht.


In Deutschland ist es noch nicht möglich, eine Verschreibung fürs Zocken zu bekommen, aber das könnte sich in Zukunft ändern. Schon seit Jahren empfehlen einige Wissenschaftler, Spiele als Behandlung in Betracht zu ziehen: Sogenannte Health Games könnten in einigen Jahren eine neue Säule der modernen Medizin werden - nicht zuletzt auch dank der neuen Möglichkeiten durch VR. Auch das Deutsche Ärzteblatt berichtete bereits darüber.


Spiele sind nützlich
Allerdings beschränkt sich der Nutzen von Spielen gar nicht nur auf Videospiele. Auch klassische Brettspiele oder gar Schach helfen Konzentration und Geduld spielerisch zu trainieren. Generell ist auch der Lerneffekt enorm. So haben Spiele das potential für besseres Lernen als im klassischem Unterricht. Aber auch logisches Denken und Intelligenz können durch Spiele gefördert werden.

Es sollte also durchaus auch im offline analog Bereich wissenschaftlich überprüft werden welche Spiele hier möglich sind. Sicher ist der Reiz gerade für Kinder größer wenn sie in ein Display kucken können das Bunt und Laut ist - warum auch immer - das ist magisch für Kinder.

Dosis macht das Gift
Wichtig ist wie bei Medikamenten die Dosis macht das Gift. Langes Spielen schädigt den Körper. Rücken und Haltung sowie Augen werden in Mitleidenschaft gezogen. Daher ist es wichtig die Game-Sessions zeitlich zu begrenzen und frühzeitig Kindern beizubringen, wie man umgeht mit Spielen. Wie lange und wie häufig der Konsum unbedenklich ist. Spielverhalten sollte also gelernt werden und spielt auch in der Erziehung ein rolle. Der richtige Umgang mit Spielen und wann der Zeitpunkt zum "Absprung" richtig ist, sollte geübt werden da unkontrolliertes Spielen nicht nur im Glücksspiel sondern auch bei normalen Spielen sonst krankhaft werden kann.

Umgang lernen, statt Verboten
Verbote und Verteufeln können hier wie bei Süßigkeiten eher das Gegenteil bewirken, es ist also wichtig das Maß zu finden welches Spielvergnügen erlaubt aber nicht schädlich ist und einen weiteren Ausgleich wie Sport als Bedingung verknüpft. Dabei ist darauf zu achten, das keine Konditionierung geschaffen wird, und Spielen nicht zu stark als "Belohnung" angewendet wird.



 

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