Information und Fakten zum Thema Wasser

Artikel von Carla Columna am 8. Juni 2017 um 18:05 Uhr im Forum Essen & Trinken - Kategorie: Ratgeber & Wissen

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Information und Fakten zum Thema Wasser

8. Juni 2017     Kategorie: Ratgeber & Wissen
Der wichtigste Bestandteil in der menschlichen Ernährung ist das Trinkwasser. Tagtäglich sollte mindestens 2-3 Liter Flüssigkeit eingenommen werden, um regelmäßig bestehende Wasserverluste auszugleichen. Rund ein Liter Wasser wird über die feste Nahrung aufgenommen, der Rest als Flüssigkeit getrunken. Trinkwasser ist ein idealer Durstlöscher, das über bedeutende Inhaltsstoffe verfügt, aber komplett kalorienfrei ist. Die im Trinkwasser gelösten Mineralien sorgen für eine charakteristische Geschmacksnote.

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Kann das Leitungswasser überall als Trinkwasser genutzt werden?
Das Trinkwasser aus den Leitungen gehört zu den am schärfsten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland. Deshalb spricht in der Regel nichts dagegen, es als Trinkwasser zu nutzen. Allerdings ist sauber nicht gleich komplett rein. Viele Endverbraucher haben Angst, dass sich im geklärten Leitungswasser noch gesundheitsschädliche Belastungen wie Arzneimittel, Blei, hormonelle Rückstände, Nitrat, Pestizide, Quecksilber, Lithium und Uranreste befinden. Gewiss lassen sich an manchen Orten in Deutschland noch diverse Wirkstoffe im Trinkwasser aus der Leitung nachweisen. Allerdings sind die Konzentrationen extrem gering, sodass diese der menschlichen Gesundheit (nach heutigem Wissensstand) nicht schaden können.

Aufbewahrung und Haltbarkeit von Trinkwasser
Wasser besitzt kein Verfallsdatum, es kann weder verfaulen noch verschimmeln. Jedoch verändert sich die chemische Zusammensetzung bei einer offenen Aufbewahrung. Es kommt zu einer Aufnahme von CO2 und zur darauf folgenden Produktion von einer geringen Menge an Kohlensäure. Wenn das Trinkwasser länger als ein Tag offen stehen bleibt, dann können sich schnell Bakterien und Schmutzpartikel aus der Luft darin absetzen. Der Geschmack verändert sich und das Wasser wird bei starken Verunreinigungen ungenießbar. Wenn das Trinkwasser aus der Leistung genutzt wird, sollte dieses frisch abgefüllt werden und etwas vorgelaufen sein, bis es klar und kühl herausfließt. Auf diese Weise lassen sich potenzielle Stoffe und Verunreinigungen aus Installationsmaterialien aus den Leitungen herausspülen.

Das beliebte Mineral- und Sprudelwasser
In Deutschland wird am liebsten sprudelndes Mineralwasser getrunken, im Gegensatz zum restlichen Europa. Das darin vorhandene Kohlendioxid ist entweder natürlich ab der Quelle vorhanden oder wurde künstlich dazu versetzt. Bisher musste der Nutzer das erfrischende Sprudelwasser mühsam in Kisten nach Hause zu schleppen. Eine einfache Lösung bieten praktische Wassersprudler, mit denen das Leitungswasser in Eigenregie mit Kohlendioxid versetzt wird. Dadurch erspart sich der Verbraucher die Kistenschlepperei und die Umwelt wird geschont, da die oft langen Transportwege entfallen. Im Sodastream Test wurden die diversen Modelle auf ihre Vor- und Nachteile geprüft.

Die diversen Geschmacksnoten im Trinkwasser
Das Grundwasser nimmt auf seinem Weg an die Erdoberfläche Mineralien auf, die sich aus dem Erdreich und den Gesteinen auflösen. Deshalb ist das Trinkwasser regional unterschiedlich, sowohl bei den Inhaltsstoffen als beim Geschmack. In der Regel sind darin die Mineralstoffe Hydrogenkarbonat, Kalzium, Karbonat, Magnesium, Natrium und Sulfat gelöst. Normalerweise ist das Wasser geschmacksneutral und farblos, wenn eine ausgewogene Zusammensetzung der Inhalts- und Spurenstoffe gegeben ist. Überwiegen allerdings einige der Inhaltsstoffe in einer Quelle, dann kommt es zu charakteristischen Geschmacksmerkmalen. Manche Verbraucher empfinden diese als störend und unangenehm. Bei zu viel gelöstem Magnesium kommt es zu einer metallischen Geschmacksnote, während ein hoher Kalziumwert für einen erdigen Geschmack sorgt. Wenn zu viel Eisen und Mangan im Wasser enthalten ist, dann erhält dieses einen Gelbstich.

Die Wasser-Werbung ohne brauchbares Versprechen
Oft sieht man Werbung über tolle Wässer aus verschiedenen Ländern. Diese Werben mit ihrer Herkunft - denn ein anderes Versprechen das es "besser" wäre würde nicht der Wahrheit entsprechen. So finden sich in Supermärkten tausende Wasser-Marken mit teilweise horrenden Preisen. Verschiedene Tests konnten zeigen, das die Qualität nicht besser ist - lediglich der Geschmack und vor allem der Kohlensäuregehalt können ein Kriterium sein. Die Preise ergeben sich dann ausschließlich durch Werbekosten, teurer Designerflasche (welche hinterher umständlich im Glaskontainer entsorgt werden muss, da es keine Mehrwerg-Normflasche ist) und den meist sehr langen Transportweg.

Lediglich so genanntes Heilwasser hat tatsächlich eine gesundheitsfördernde Wirkung, denn es ist besonders Mineral haltig. Damit sich ein Wasser so nennen darf muss es aber bestimmte Kriterien erfüllen und fortlaufende Kontrollen bestehen. Diese Mineralwässer sind meist auch leicht salzig bzw mineralisch im Geschmack. Vor allem für viel Trinker wie Sportler oder Marathonläufer eignen sich diese um den Mineralienhaushalt ausgeglichen zu halten.
 
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