Steht die nächste Börsenkorrektur bevor?

Dieses Thema im Forum "Finanzen & Versicherung" wurde erstellt von raid-rush, 11. Juli 2018 .

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  1. #1 11. Juli 2018
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juli 2018
    Die Zölle von Trump werden die Inflation in den USA deutlich steigern und damit die Wahrscheinlichkeit für schneller steigende Zinsen die einem Markt gegenüberstehen der seine Renditen über Kurssteigerungen ausgereizt hat und die Dividenden starken Unternehmen könnten in Zukunft stagnieren am Handelskrieg.

    Der heute um über 5% gesunkene Ölpreis könnte ein Vorbote sein - Händler verkaufen hier zu erst und sind dann im Aktienhandel zurückhaltend was die sog. Waagrecht-Bewegung erzeugt. Sinkende Ölpreise sind ein Vertrauensverlust in die Zukünftige Ölnachfrage und damit Wirtschaftsentwicklung.

    Gerade Automobilaktien haben die letzten Wochen schon deutlich unter den Strafzöllen gelitten und ein Handelskrieg hat auch passiv Auswirkungen auf den Rest der Weltwirtschaft, denn weniger Verkaufte Produkte bedeutet weniger Investition bei Unternehmen in Maschinen und Rohstoffe.

    Eine Korrektur bzw Crash am Aktienmarkt wäre sicher auch nicht sehr lang anhaltend, sobald Trump die Zügel abgibt wird jeder Nachfolger egal ob Republikaner oder Demokrat diesem Wahn ein Ende bereiten und einen Großteil rückgängig machen.

    Zudem würde wenn es dazu kommt, auch die Zinswende ins stocken geraten und damit die Gefahr von steigenden Anleihenrenditen reduzieren was den Markt stützt. Das ist wohl auch ein Grund warum es zu keiner Korrektur gekommen ist, denn im Fall der Fälle würden die entsprechenden Behörden natürlich wieder reagieren. Die Frage ist in wie weit die Zentralbanken und Politik Potential zum Eingreifen haben. Eines ist klar, die Inflation in den USA ist so nicht aufzuhalten was unter anderem den Euro und Gold wieder stützt, obwohl es auf USD dann hohe Zinsen gibt während man im Euro weiterhin bei 0 steht, denn der Realzins abzüglich Inflation bleibt gleich und die Rendite in USD Aktien schrumpft mit der Inflation.

    Ob die stark fallenden Rohstoffpreise ein Vorbote kommender Rezession und damit einhergehenden Marktkorrektur sind wird sich zeigen.
     

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  3. #2 19. Juli 2018
    Gibt doch schon ähnliche Themen dazu:
    Wirtschaftskrise 2018
    Analyse und Spekulationen 2018

    --------------
    Vor wenigen Wochen noch ein Analysten Kommentar gelesen der ungefähr in diese Richtung ging:
    "Viele andere Analysten sehen den Markt schon seit geraumer Zeit als Überbewertet/Überhitzt an, jedoch sprechen viele Faktoren für eine weitere anhaltende Rallye, auch wenn diese nicht mehr so stark ausfällt wie 2017. Somit wird trotz Bedenken weitergekauft bzw. spekuliert".

    Meiner Meinung nach, wird das Thema der Strafzölle etwas zu heiß gekocht was die Konsequenzen betrifft. Die Effekte eines Strafzolls lassen sich erst in einigen Monate in den Quartalszahlen/Auftragsbüchern ablesen. Dementsprechend lässt sich 2019 erst wirklich quantifizieren, wer von den Strafzöllen (nicht) profitiert hat.
    Viel wichtiger sind die Zinsen. Die Haushalte sind verschuldeter als vor mehr als einer Dekade, Südamerika kann Finanzpolitisch als schwankender Riese bezeichnet werden.

    Unterm Strich müsste 2019 ein sehr spannendes Jahr für die Börsianer werden: Effekte des Strafzolls, Brexit, emerging markets, etc. Bis dahin wirds wohl erstmal noch was nach oben gehen mit kleineren zwischenzeitlichen Korrekturen (sofern nicht etwas sehr unerwartetes passiert).
     
  4. #3 13. September 2018
    Zuletzt bearbeitet: 13. September 2018
    Die Lehman Pleite Jährt sich am 15ten September - Warum es bisher kaum eine Korrektur gab und diese auch in größerem Umfang ausbleibt?

    Durch die Geldflut an den Märkten ist es zu starken Zuwächsen bei Aktien gekommen, doch die erwirtschafteten Renditen kommen kaum hinterher. Die Erwartungen der Gesamtrendite wird nur noch durch die Kurszuwächse getragen. Eigentlich würde man erwarten das es zu einer Korrektur kommen müsste, als logische Reaktion von Gewinnmitnahme oder einfach stagnierender Investition aufgrund der extremen Bewertungen.

    Kapitalverwalter haben wohl begriffen, dass es Alternativlos ist die Aktien zu halten. Eine durch Verkäufe ausgelöste Korrektur könnte gar zu einem Crash führen und würde damit auch die Macht der Kapitalverwalter und dem Bankensystem zerstören. Ein Finanzcrash wäre in diesem Fall nicht mehr zu retten und die Folge wäre eine starke Entmachtung des Kapitals.

    Doch wie vernünftig oder abgesprochen ist das ganze? Es würde ausreichen das einer Anfängt und damit als kurzfristiger Gewinner da steht und profitiert. Doch was dann? Er könnte darauf spekulieren dann günstig wieder sofort einkaufen zu können, riskiert dabei aber das ein Großteil des Sektors zusammenbricht und damit sogar die Währungsstabilität in frage steht.

    Nervöse Manager vor allem von Schattenbanken die nicht durch Restriktionen erfasst sind, könnten jederzeit eine solche Korrektur auslösen. Aber sie wäre wohl auch nicht lange anhaltend, denn viel Kapital wird auch in Cash gehalten zB Warren Buffet mit 100 Milliarden und wartet nur auf günstigere Kurse, er rechnet also scheinbar auch mit einer Kurrektur oder will zur weiteren Überhitzung nicht beitragen.

    Das ganze hängt von Alternativen Anlegen ab, sollten Anleihenrenditen zu stark ansteigen, wäre das fatal und würde Aktien eine Alternative bieten, zumindest in einem bestimmten Umfang.

    Mein Bauchgefühl würde jetzt sagen, verkaufen und abwarten... im schlimmsten Fall keine Rendite mehr mitnehmen. Wäre das tatsächlich die rationalste Entscheidung? Denn wie wahrscheinlich ist es, dass zum jetzigen Zeitpunkt die Aktien noch weiter Zulegen können und damit höher liegen als die 2-3% Anleihenrenditen in den USA?

    Was könnte den Markt davor befahren? Antwort: eine entsprechend hohe Inflation. Denn Anleihen sind Fix, während Aktien (Unternehmen) logischerweise durch Preiserhöhungen und dem gestiegenen Umlaufvermögen auch höhere Einnehmen erwirtschaften und damit langfristig mit der Inflation zulegen. Bei einer zunehmenden Inflation würden also eher Aktien und Gold profitieren als Anleihen.

    Die USA hat etwa 2.7% Inflation Tendenz schwankend bis steigend zu erwarten, maßgeblich abhängig von den Ölpreisen - die aber leider wohl etwas stagnieren werden und auch nur mit der Inflationsrate zulegen. Wenn die Kapitalverwalter also einen Korrektur verhindern wollen am Aktienmarkt sollten sie dafür sorgen das eine Inflation oberhalb der Anleihenrenditen liegt und das über den Ölpreis steuern können.

    (Trump könnte sogar stabilisierend auf die USA Aktien wirken, weil er durch die Sanktionen (billige Importe werden teuer) und den Handelskrieg die Inflation im Land eigentlich anheizen müsste.) In Europa sind wir da auf einem ganz anderem Kurs, an eine Zinswende ist nicht zu denken... das würde Europa zerbrechen, Italien wackelt.

    Um das System noch länger zu erhalten ist es also nötig das die Inflation oberhalb der Realzinsen liegt. Letztendlich wird alles irgend wann in einer Neuauflage von Währungen enden. Die Finanzstabilität ist nur immer ein Spiel auf Zeit, denn es ist nicht dafür ausgelegt "Rund zu laufen". Eigentlich ziemlich Hirnverbrannt aber auch genial, Macht über Kapital steuern und somit Regieren. Ein neues System-Konzept oder Wandel scheint bisher nicht in Sicht... politisches Versagen und Machtlosigkeit gegenüber dem großen Uhrwerk sind wohl Hauptursache für die fehlende Entschärfung und Entwicklung des Systems.

    Als erstes sind wohl, sinkende Kurse bei Industrie vor allem Autoindustrie sowie sinkende Rohstoffpreise (vor allem Öl) ein Anzeichen von Vertrauensverlust in die wirtschaftliche Zukunft, - das Fundament, wenn dann die vergoldeten Techkonzerne ihre Spitze überschreiten, geht die Lawine ab.

    Grüße an die Technokratische Weltunion
     
  5. #4 16. September 2018
    Ich würde raten, bis Dezember 2018 warten, da dann die EZB die Anleihenkäufe beendet. Für den Dax & Dow Jones gibts noch etwas Potenzial nach oben.
    Die Krise der Emerging Market ist wohl erstmal nicht ansteckend. Es stärkt sogar kurzfristig die klassischen Märkte, da Kapital aus den Emerging Markets abfließt, bis der Zins das Risiko wieder belohnt Geld in den Emerging Market anzulegen.
     
  6. #5 17. September 2018
    Deutsche Aktien sind ohnehin sehr günstig im Vergleich zu US Titeln. VW ist sogar unterhalb des Buchwerts...
    Das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei EU Aktien ist meist nur halb so hoch wie der US Durchschnitt.

    Allerdings sind die Deutschen Industriekonzerne auch am stärksten betroffen von dem Handelskrieg... wenn China und USA weniger kaufen und das Wirtschaftswachstum abnimmt könnte das erheblichen Gewinnrückgang bedeuten, daher sind VW und Siemens auch so extrem unterbewertet. Der Dieselskandal hat wenig damit zu tun.
     
  7. #6 17. September 2018
    Oder die amerikanischen Aktien sind überbewertet ^^


    Das wird sich erst bei den nächsten Quartalszahlen wissen. Bis dahin kann man kurzfristig wohl noch paar Gewinne machen
     
  8. #7 2. Oktober 2018
    Wenn man sich den Wahnsinn anschaut für Bewertungen wie Amazon muss man sagen ja ^^

    Am 01.Dezember findet eine FED Sitzung statt, welche möglicherweise einen vierten Zinsschritt verkünden wird, der am Montag 03.12.18 ungemütlich werden könnte.

    BMW hat ja gestern eine Gewinnwarnung rausgegeben.
    Siemens und viele weitere EU-Industriekonzerne haben auch noch mal nachgegeben, aufgrund des Italienischen Haushaltes mit eingeplanter Neuverschuldung - was die Schuldenkrise in der EU wider befeuert.
     
  9. #8 10. Oktober 2018
    China verkauft US-Anleihen für 3 Milliarden Dollar - und mildert damit die stark steigenden Anleihenrenditen welche zu einer Kapitalumschichtung an den Börsen führt und damit ggf. zu starken Korrekturen.

    Die steigende Inflation in der USA wirkt eigentlich den Zinsen und damit Anleihen entgegen. Sie wären nur dann interessant wenn man an den Finanzmärkten keine Kursgewinne mehr erwartet. Ein solcher Moment ist sehr kritisch und riskant. Vor allem bei US Aktien welche quasi nur Rendite über Kursgewinne abwerfen, das das Kurs-Gewinn-Verhältnis am Limit ist und man nur durch die realen Gewinne quasi Verluste machen würde, da diese unterhalb der Inflation liegen.

    Europäische Industrie-Aktien sind dazu im Vergleich extrem günstig und rentabel - doch auch hier seit Wochen ein Abwärtstrend - denn die Risiken in Europa sind doch größer. Italien, Türkei, Brexit sowie Handelskriege und Zölle aus der USA - ein Chinageschäft kann das nicht kompensieren und hängt ebenfalls von deren wirtschaftlichem Erfolg ab - welcher durch die Zölle eingetrübt wird.

    Daher profitierten tatsächlich langfristig US-Aktien trotz ihrer extremen Überbewertung. Länder mit hohem Defizit in der Handelsbilanz verlieren also weniger - real profitieren sie aber auch nicht. Die Trump Taktik ist also gleichermaßen eine Blase.
     
  10. #9 11. Oktober 2018
    Am deutlichsten zeigt sich das was ich oben geschrieben habe an den Automobilen... Die US Titel wie Ford sind nur halb so stark gefallen wie Europäische Marken, aus dem Grund den ich oben beschrieben habe.

    Sinkende Ölpreise bei sinkendem Angebot und stark fallende Industriewerte sind nie gute Vorboten. Ob das jetzt ein Crash wird oder nur eine Vorbeben wird sich zeigen. Ich vermute das noch mal eine Erholung einsetzt bis ende November.

    Natürlich könnte es auch so ablaufen, jetzt Crash und dann am 3 Dezember die Verkündung der FED das es doch KEINE Zinserhöhung mehr gibt in dem Jahr wegen dem Crash - anschließend wieder ein kleiner Bullenmarkt.

    Der Buchwert von VW ist doppelt so hoch wie die Aktie. Titel wie Bayer und Telekom sind gefragt - das zeigt, das die Banken gar nicht wissen wo sie ihr Geld parken sollen.
    US-Anleihen? Das ist Öl ins Feuer.

    Wenn der Computerhandel jetzt nicht gebremst wird, droht Carttechnisch überall der Abverkauf. Die Kurven sind so ungünstig das der Automatische Handel Amok läuft.
     
  11. #10 15. Oktober 2018
    Neue Technikpanne sorgt für verspäteten Handelsstart des Dax - 15.10.18 - BÖRSE ONLINE

    Mensch Raid, musste das sein? ^^

    Aber hast ansich Recht, dank psychologischer Panik und Bots kann jede "kleinere" Korrektur Böse enden. Dies fördert auch der hohe Dow Kurs: 500 Punkte sind "nur" 2% des Kurses und wenn das Hirn noch in 2015 Kursen seinen Anker hat, wirkt der Verlust höher.

    Stark sinkende Ölpreise sind erstmal nicht in Sicht.

    Denke der Markt wird bis zu den Midterm Elections in den USA erstmal horizontal Verlaufen.
     
  12. #11 15. Oktober 2018
    Angesichts der Iran Sanktionen und dem Journalisten-Mord, sind die Ölpreise verhältnismäßig oder verdächtig ruhig geblieben.

    Alle warten jetzt was die USA Antwortet. Ich vermute aber das es kaum Strafe dafür geben wird, weil Trump keine Lust hat, dass Saudi-Arabien die Ölpreise hochdreht. Außerdem will er den 90 Milliarden USD Rüstungsdeal behalten.

    Der Druck auf Saudiarabien ist angesichts der krassen Aktion relativ milde - vermutlich die Angst vor Lieferengpässen.
     
  13. #12 12. November 2018
    Zuletzt bearbeitet: 12. November 2018
    Jahres Finale unter Hochdruck. Italien wackelt und drückt den Euro Kurs. FED könnte die Zinserhöhung am 3 Dezember durchführen, was schon jetzt zu erheblichen Verkäufen führt, was aber wohl positiv gesehen werden darf, um Druck vorweg abzulassen.

    BlackRock nutzt die günstigen Devisenkurse und niedrigen Bewertungen in Deutschland um Anteile aufzustocken. Somit werden diese Werte wohl auch stabilisiert. BlackRock hat aufgrund seiner hohen Beteiligungen das größte Risiko bei Kurseinbrüchen, sie wären also schlecht beraten zu verkaufen, es sei denn, sie wollen ihre Kunden prellen und anschließend das Eigenkapitals nutzen um günstig einzukaufen - was wohl eher Fiktion ist, da das einfach nachweisbar wäre. Außerdem ist BlackRock überall vertreten hat also viel Einfluss zu verlieren, das heißt jede Veränderung wäre eher schlecht, schließlich lebt auch die Politik oder Regierung davon, das alles so weiter läuft und nicht schlechter. BlackRock kann also wohl als einer der am stärksten stabilisierenden Elemente im Finanzmarkt angesehen werden. Ein Mutwilliges Interesse alles auf den Kopf zu stellen ist eher gering.

    Die Eigenkapitalquote von Banken ist dagegen so dünn, dass ein unerwarteter stärkerer Kurseinbruch (der nicht im Stresstest angenommen wird) zum Dominoeffekt führt. Kapitalverwalter (wie Warren Buffet) die Cash anhäufen, versuchen also Backup zu haben um den Markt dann mit Zukäufen zu stabilisieren.

    Nichts desto Trotz, kann man sich wohl an diesen orientieren. Gerade solide Dividenden-Aktien werden wohl wieder stärker gefragt sein. Mit mittelfristigen Kurszuwächsen sollte man nicht rechnen, die werden sich wohl im Jahresdurchschnitt neutralisieren.

    Die Zinswende in den USA wird wohl auch bald ins Stocken kommen, die Inflation wird sich mit den kaum noch steigenden Ölpreisen stabilisieren, damit sind auch weniger Zinsschritte zu erwarten, die sonst ohnehin den bevorstehenden Weltweiten-Abschwung begünstigen würden. Ich sehe in 2019 maximal zwei Zinsschritte der FED - es sei denn sie lösen schon davor eine Lawine aus, schließlich ist bald Winter.
     
  14. #13 14. November 2018
    Zuletzt bearbeitet: 14. November 2018
    Immer mehr DAX Konzerne planen Aktienrückkaufprogramme in Milliardenhöhe um sinkende Kurse zu dämpfen. Experten Kritisieren das, weil Unternehmen sollten Investieren anstatt eigene Aktien zurück zu kaufen. Das geschieht in der Regel deshalb, weil sonst durch Kursverluste weitere Verkäufe einsetzen könnten. Zudem sind die Großaktionäre wohl auch interessiert an stabilen Kursen.

    Doch so fehlen Milliarden Investitionen welche auch andere Unternehmen im B2B entzogen werden, das war damals 2008 nach der Finanzkrise auch Auslöser der Wirtschaftskrise, weil Investitionen stark zurückgegangen sind aufgrund niedriger Wachstums-Erwartung in der Zukunft. Genau dieser Investitionsstau plus die weniger rosige Aussicht ab 2021 könnten schon frühzeitiger für eine Rezession sorgen. So vermuten viele Experten, das weitere Faktoren wie der globale Protektionismus deutlich früher zuschlagen werden und eine Rezession in USA (und damit anschließend Global) schon vor 2022 eintreten könnte, obwohl derzeit noch alles gut läuft.

    Es ist also wohl richtig das die FED ihre Zinsen anhebt um die Volatilität zu dämpfen und so auch noch mögliche Puffer schafft.
     
  15. #14 23. November 2018
    Die starken Verluste am Ölmarkt sind wohl auch auf die zukünftige Weltwirtschaftliche Lage zurückzuführen. Wie bereits erwähnt, sind diese ein starker Indikator für die Zukunft der Märkte. Global werden die Wachstumsprognosen wohl stark gedämpft werden und sind damit nicht mehr mit den Bewertungen von Aktien stimmig.

    Wahlweise werden die Aktien waagerecht verlaufen für ein oder zwei Jahre oder es gibt einen 15% Crash mit anschließender Erholung (allerdings höchstens auf das bestehende Niveau). Ein Crash ist zu vermeiden, da der Schaden größer ist und die Folgen für die Realwirtschaft riskanter, was dann auch dafür sorgt, dass es zu keiner schnellen Erholung mehr kommen würde.

    Wenn nächste Woche, die Kurse über 5% steigen gibt es einen Crash. Alternativ findet nächste Woche ein Abverkauf statt, als Korrektur und Crash-Schutz. Ohnehin haben die Märkte vor allem in Europa sich doch schon sehr stark Korrigiert (16% beim DAX) damit sind die Risiken wohl schon eingepreist. Im Gegensatz zum US-Aktienmarkt der nach wie vor sehr hoch steht.
     
  16. #15 23. November 2018
    Brent Chart mit MSCI World vergleichen - sehe da keine wirkliche Korrelation.

    Alternativ:

    Kaffeesatzlesen.de
     
  17. #16 23. November 2018
    Blackrock hat quasi nur ETF Geschäft und somit agiert Blackrock gar nicht, sondern kauft und verkauft nur das was Kunden wollen.
     
  18. #17 23. November 2018
    BlackRock agiert sehr wohl selbst, wenn du ein ETF kaufst heißt das nicht das es so investiert wird, es ist ja kein Fonds. Die kaufen mit dem Kapital irgend was, das in die Strategie passt. Der ETF ist nur Virtuell und repliziert den realen stand der Aktien. Wie viel Kapital vom ETF real in die replizierten Aktien laufen ist nicht bekannt. Theoretisch müsste BlackRock gar keine Aktien halten.

    Deshalb kann ein Fonds, wenn er gut gemanaged wird besser laufen als ein ETF, weil durch kauf und verkauf auch die Gewinne im Fonds an den Kunden gehen. Wenn BlackRock mit solchen Geschäften Geld macht, sieht man als Kunde nichts davon, da nur die replizierten Werte abgelesen werden.

    Ein ETF hat auch viele informative Vorteile für die Bank, weil sie so das verhalten der Kunden ablesen kann und damit die Marktreaktion kurzfristig besser einschätzen kann, was eine Manipulation ermöglicht. ( Der Kunde hat ggf. auch was davon, weil so Märkte stabilisiert werden)

    Simples Beispiel: Kunde kauft diverse ETF, der Ausgeber erkennt das, und verkauft entsprechende Aktien, Kurse fallen, Kunde Verkauft ggf mit Verlusten, Ausgeber macht so Gewinne (weil er ja nur Virtuell gehandelt hat) und kauft erst dann zu wenn die Kurse real Fallen.

    ETF sind also doppelt Wertvoll für Ausgeber/Bank. Noch krasser ist es bei Optionen. Quasi will die Bank ja nicht das diese aufgehen, weil sie sonst zahlen müssen. Wenn also viele Kunden Short kaufen, würde die Bank natürlich mit ihrem Kapital dem entgegenwirken damit real der Kurs stabilisiert wird und sie nicht zahlen müssen.

    Logischerweise gibt eine Bank dann solche Optionen aus, wo sie selbst Aktien der betreffenden Option hält um einen gewissen Einfluss zu haben durch Zukauf oder Verkauf.
     
  19. #18 4. Dezember 2018
    Erst ging es noch mal kurz hoch wegen der etwas positiven Bilanz des G20 - danach ging der Abverkauf los, die Korrektur ist ins rollen gekommen.

    Möglicherweise gibt es dann zu Weihnachten alles viel billiger.

    Alles verkaufen, nur EU-Öl&Gas-Industire und Siemens halten.

    Sicherer Boden wenn Google/Alphabet bei 850 EUR steht. also ca minus 10-15%


    Möglicherweise wird nur noch eine Zinserhöhung geben, auch für die nächsten Jahre nicht. Es sei denn, die Ölpreise ziehen durch diverse Faktoren an und damit die Inflation, welche durch einen starken Dollar gedämpft werden soll, dann wäre eine weitere Zinserhöhung nötig.
     
  20. #19 6. Dezember 2018
    Zuletzt bearbeitet: 6. Dezember 2018
    Automatisierter Handel könnte Kursrutsch am US-Aktienmarkt ausgelöst haben

    Meiner Meinung nach ist nicht ausschließlich der Automatische Handel Schuld an dem Abverkauf, weil der Algorithmus ist so ausgelegt das er bei kleineren Kursdifferenzen verdient durch an und verkauf und der Gewinn über die schiere Masse der Transaktionen zustande kommt. Sicher kann es ungünstig verlaufen wenn die Charts auf einen Bärenmarkt zusteuern. Da der Algo nicht auf solche Situationen spezialisiert ist und die Sicherheit vor geht, das bedeutet immer sofort Abverkaufen bei bestimmten Grenzen. Das ist der Grund warum Banken verdienen während Privatanleger verlieren, weil sie zu zaghaft sind im Verkauf. Verkaufen notfalls mit Verlusten, Schaden eingrenzen etc. Da jeder so denkt bzw jeder Algo ähnlich läuft ist das die große Gefahr. Quasi ein Lemming Prinzip, das gegen jede Vernunft kauf oder verkauft. Eine solche Korrektur wie jetzt die so "langsam" verläuft ist wohl auch auf Manuelle Sicherheitsabverkäufe von Managern zurück zu führen. Der Algo wird in solchen Situationen normal deaktiviert. Denn sonst hätten wir Kurseinbrüche von 10% innerhalb von 1 Stunde und nicht über eine Woche. Der Computerhandel ist so schnell, das kann keiner mehr Bremsen. Deshalb sind diese wohl so Eingestellt das sie bei länger anhaltenden Kursverlusten Deaktiviert werden um schlimmeres zu verhindern.

    Maßgeblich sind nach wie vor Menschen die dort vorgeben was getan wird. Daher finden sich immer wieder "gefühlsmäßige" Signale oder Schwellwerte bei denen bestimmte Aktionen ausgelöst werden. Zudem sprechen sich Manager und Banken auch ab, da sie so gemeinsam Verdienen. So kommt es zu diversen irrationalen Verhalten an den Märkten. zB kann eine Gute Nachricht auch zum Abverkauf führen, und anschließend zum günstigem Zukauf, weil dann die anderen "Reingefallenen" verkaufen und so für günstige Papiere sorgen die hinterher steigen.

    Ich denke die Korrektur könnte Morgen schon ihr Ende nehmen, Alphabet A liegt nahe der 1000USD (900 EUR) Schwelle, sollte die unterschritten werden, ist allerdings ein weiterer Rutsch möglich. Bei 969USD bzw 850EUR sollte ein sicherer Boden erreicht sein, entsprechend gleich verhalten sich natürlich fast alle anderen Werte auch, welche dann "günstig" eingekauft werden könnten.

    Finanzverwalter haben nicht unwissend Unmengen an Cash gehortet, um jetzt ihre eigenen Aktien rückzukaufen um ihre Kurse zu stabilisieren und gleichermaßen anschließend mit der "gestützten Bewertung" wieder einen Verkauf zu starten, sobald der Markt anzieht und sie mit dem Erlös selbst ordentlich am Markt einkaufen.

    Das vor allem die Autoaktien verlieren, deutet auf eine Realisierung der kommenden Rezession an, die wohl deutlich früher kommt als vermutet. Um die Wirtschaft zu stützen und Arbeitsplätze zu sichern, vermute ich, dass die Elektromobilität wieder ausgebremst wird. Die Autoindustrie wird versuchen ihren Diesel wieder auf die Gleise zu bekommen und die Politik wird alle Augen zudrücken für Wählerstimmen und Arbeitsplätze.
     
  21. #20 11. Dezember 2018 um 21:14 Uhr
    Das ist nicht korrekt. Der größte in D kaufbare Blackrock ETF ist der Ishares Core S&P 500, der ist vollständige Replizierend.

    SWAPer hat Blackrock meines Wissens gar nicht im Angebot. Die Fonds sind vollständig replizierend oder unterliegen optimiertem Sampling. In beiden Fällen kaufst du Aktien aus dem Index.

    Welche Informationen erhält die "Bank" (Blackrock ist keine Bank) dadurch?

    Du hast noch nie Aktien oder ETF an der Börse gekauft? Richtig? Das ist einfach nur lächerlich....
     
  22. #21 12. Dezember 2018 um 12:13 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 12. Dezember 2018 um 16:45 Uhr
    Stimmt, die haben keine relevanten SWAP. Aber generell gibt es viele im Umlauf vor allem von Banken.

    Aktienkurse verhalten sich auch nach dem "Bachgefühl" vieler Käufer (oder auch Charts-Irrsinn). Es ist also nicht rein technisch oder logisch bzw nach Fakten orientiert. Ein Kurseinbruch kann einfach auch sein, weil vom Gefühl her eine bestimmter Wert überschritten oder unterschritten wurde, der beim Menschen einen Impuls auslöst oder ein schlechtes Gefühl weil relative Werte einen bestimmten Verlust oder Gewinn erreicht haben, unabhängig von den Fakten oder tatsächlichen Unternehmenssituation. Dieses Verhalten abzulesen, kann für die Bank ein Vorteil sein, rechtzeitig Positionen zu verkaufen oder zu kaufen. Gerade auch was den Computerhandel angeht, kann das in den Algo einfließen. Die Bank verdient auch an kleinen Kursvorteilen schon, also sind auch so kleine Hinweise ein großer Vorteil.

    Deine Einschätzung das Compterhandel den Kurs stabilisieren kann, stimmt also teilweise, zwar stellt dieser auch ein Risiko dar, das tut der Mensch aber auch.

    Ich hab mir das mit dem Computerhandel näher angesehen, und er glättet die Kurse tatsächlich, weil die nach einem relativ "simplen" Algo ähnlich beim Roulette arbeiten.

    Das heißt die kaufen bei fallenden Kursen. Fällt der Kurs 1€ kaufen sie ein, fällt er noch mal 1€ verdoppeln sie den Zukauf. Sobald der Kurs 1,5€ steigt verkaufen sie wieder 1€ steigt der Kurs noch stärker, verkaufen sie entsprechend etwas mehr. Das führt dazu, dass Spitzen geglättet werden.

    Allerdings ist das nur einer von vielen Algos die bestimmte Prinzpien nutzen um damit "sicher" Geld zu verdienen. Riskant es es eben wenn es einen Abwärtstrend gibt, und das Einkaufkapital erschöpft wird. Dann findet zur Liquidierung ein Abverkauf statt. Das war auch damals 2008 das Hauptproblem, wenn eine Bank kurz vor der Pleite steht muss sie liquide werden und stößt damit große Mengen Wertpapiere ab. Da das Eigenkapital der Banken immer noch extrem niedrig ist, besteht eben das Risiko das bei unerwartet starken Abwärtstrends diese in Geldnot kommen. Dazu kommt das Problem, das eben die Kunden auch verkaufen und somit ebenso die Kurse drücken.

    Eigentlich dürfte zur Bewertung der Bank nur Buchwerte von Wertpapieren zulässig sein und keine Kurswerte.

    Sicher, sonst würde ich mich damit nicht beschäftigen.

    Ich hab am 3ten wie angekündigt einen großteil Verkauft, und gestern wieder einen Rückkauf gestartet. Unter einer erwarteten Korrektur von 10% würde ich nie verkaufen weil der Aufwand zu groß ist. In dem Fall war es aber berechtigt.

    Ich würde mittlerweile nur noch auf solide Titel setzen, sprich auf die "minimum Volatility" - weil ich davon ausgehe das die nächsten Jahre keine großen Kursgewinne mehr erzielt werden und die ansteige somit deutlich flacher sein werden. Ich gehe davon aus das die Indexe in den nächsten 3 Jahren durchschnittlich nur jeweils um 3-5% steigen werden.

    Der abnormale anstieg um weit über 10% p.a in den letzten Jahren ist auch nur auf die Geldflut zurück zu führen. Die Geldflut und relativen Niedrigzinsen werden zwar noch länger anhalten aber die Bewertungen sind gesättigt und die Wirtschaftsleistung kommt nicht hinterher. Das verhindert zumindest stärkere Korrekturen aber die Puste ist dennoch raus.
     
  23. #22 13. Dezember 2018 um 22:21 Uhr
    Unter 30% des Aktien ETF Markts sind Swapper. Dadurch dass die Swapper aber oftmals trotzdem in Aktien anlegen liegt das Swapp Risiko bei nur 2%.

    Das ist gut hier dargestellt
    Zyklische Anleger verschenken Rendite oder verlieren Kapital.

    Das liegt aber nicht daran dass die Banken so pösen und Blackrock der Satan ist. Die Leute sind schlichtweg zu dumm für die Börse.

    Das machen tausende Private im Hochfrequenzhandel ebenso. Eine Bank hat hier keinen Vorteil.
     
  24. #23 14. Dezember 2018 um 10:20 Uhr
    Das stimmt garantiert nicht. Weil die technischen Mittel für Privatleute überhaupt nicht da sind. Eine Anbindung an die Börse für den Millisekunden Handel über neuste Glasfasertechnik kostet mehrere tausend Euro pro Tag. Für die Bank kostet die Transaktion quasi nichts, weil sie eine Flatrate hat und Billionen Transaktionen ausführt. Privat Kunden zahlen für jede Transaktion und die ist alles andere als schnell und läuft immer über einen Drittanbieter also eine Bank, die vorher sieht was du verkaufst oder kaufst, ggf. zu ihrem Vorteil.

    Was ja nicht illegal ist. Schließlich sind das Daten welche die Bank eben durch die Verarbeitung hat und braucht. Das sie diese nicht nutzen darf für interne Zwecke ist nirgends ausgeschlossen. Sicher sind die Haupteinnahmen in dem Bereich durch die Gebühren generiert, aber der passive Effekt für Entscheidungen in dem Tradebotalgo ist nicht zu vernachlässigen.

    Hier geht es um Cent Beträge pro Transaktion, wo es durch die Summe ein lukratives Geschäft wird. Wenn ich die Wahrscheinlichkeit für einen richtigen Kurstreffer um wenige Prozent erhöhen kann, macht das im Endergebnis viel aus. Der Tradebot wird enorm viel besser für jeden Prozentpunkt den er eine Entscheidung genauer treffen kann.

    Banken beschäftigen nicht umsonst Mathematiker und Hacker, weil es darum geht den Algo anderer Banken anhand ihres Handelns zu entschlüsseln und entsprechend die eigenen Algos dagegen zu rüsten. Wenn ich das Tradeverhalten anderer Fremdbanken mit einigen Prozentpunkten Wahrscheinlichkeit Vorhersagen kann, ist das Lukrativ.

    Die Banken haben tausende von Algos die von Informaktikern ständig verändert werden die parallel laufen und getestet werden auf Erfolg. Das ist eine ständige Analyse und Verbesserung. Das war zu Beginn extrem Lukrativ, wurde aber immer kostenintensiver weil jede Bank das auch macht und somit der Wettkampf und die Investitionskosten in Mathematiker und Informatiker zunehmen.

    Banker machen zwar die großen Abwicklungen, der Algo verdient dafür Kontinuierlich. Was dazu führt das Großbanken solide Renditen erwirtschaften und weniger vom Banker Erfolg abhängig sind. Ohnehin sind Banker nur noch Verkäufer. Sie liefern höchstens den Ansatz für Produktideen. Die Produkte selbst sind hoch Mathematisch kalkuliert, der Kunde und Banker sieht nur das was das Produkt vermeintlich leisten kann bzw "absichert". Welche Verflechtungen durch das Produkt und dessen exakten Werte abbilden ist für den Kunden unbekannt und auch der Banker hat meist keine Ahnung. An den Produkten lässt sich nicht selten etwas über die Aufstellung der Bank selbst erahnen.

    Die Bank arbeitet bei Produkten ähnlich einer Versicherung oder eines Buchmachers, sie ermittelt Quoten und setzt diese vorteilhaft für sich. Logisch das ganze Geschäft mit Finanzprodukten ist ein reines Zocken und Spekulieren und hat wenig mit langfristigem Investment zu tun.

    Bei dem ganzen Trades geht es doch gar nicht um Investition die wirklich was bewirken für ein Unternehmen... das ist ein Spiel außen herum. Das man da noch nicht eingegriffen hat ist echt erbärmlich. Weil das ist auch ein Grund für die Risiken. Eine Transaktionssteuer würde das Zocken deutlich unattraktiver machen.
     

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